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Employer Branding in KMU mittels Social Media

Um sich gegenüber großen Unternehmen bzw. Unternehmen mit klingenden Produktmarken am Arbeitsmarkt durchsetzen zu können, benötigen besonders KMU eine Strategie zur Steigerung ihrer Attraktivität am Arbeitsmarkt. Eva Selan erfuhr: KMU können mit einfachen Tools und Werkzeugen viel erreichen. Sie haben den Vorteil einfacherer Strukturen, kürzerer Kommunikationswege und können so meist flexibler agieren.

Isabella Gusenbauer (Netzwerk-Managerin Humanressourcen, Netzwerk HR, Clusterland Oberösterreich) spricht aus Erfahrung: “Bisher galt die Annahme, dass KMU bei den Mitarbeitern punkten, da die Geschäftsführung nahe am Mitarbeiter ist und das gegenüber Großunternehmen für Arbeitnehmer attraktiver und positiver besetzt ist. Die Ergebnisse unserer Personalmanagement-Studie (oö. Personalmanagement- Studie 2009) mit oberösterreichischen Unternehmen zeigen jedoch, dass KMU diesen Vorteil der Mitarbeiterbindung nicht mehr genießen. Um Mitarbeiter stärker an das Unternehmen zu binden, sind nun auch von KMU Aktivitäten zur Bildung einer Arbeitgebermarke nach innen und außen notwendig. “ Der War for Talents ist noch nicht zu Ende.

“Employer Branding setzt voraus, dass ein Unternehmen Charakter hat und seinen Mitarbeitern Ungewöhnliches bieten kann – ideale Bedingungen für mittelständische Betriebe, in einem Arbeitsmarkt gegenüber Großbetrieben bei den raren Fachkräften zu punkten”, so Mag. (FH) Barbara Wiesinger (Country Manager & Sales Director Austria, Monster Worldwide Austria). In den vergangenen Jahren war Employer Branding meistens nur dann ein Thema, “wenn die nötigen finanziellen Ressourcen vorhanden waren “, sagt Oliver Sonnleithner (geschäftsführender Gesellschafter, karriere.at). “Das traf am ehesten auf große Unternehmen bzw. Konzerne zu, die durch Hör-, Print- und TV Kampagnen glänzten. Durch das Web 2.0 sind weitere Kanäle entstanden, die es nun auch den KMU möglich macht, am Wettkampf um die Talente mitzumischen. Durch einen Blog, Twitter oder über Facebook erreicht man heute die Zielgruppe von morgen.” Das wird in Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen, denkt man an den Facharbeitermangel oder an den demografischen Wandel.

Mag. Irmgard Zirkler (Partnerin Identitäter) gibt zu bedenken: “Jeder Unternehmer braucht nicht nur High Potentials sondern Right Potentials – die Unternehmensgröße spielt keine Rolle. Im Zweifelsfall fällt eine falsche Besetzung in kleineren Einheiten mehr ins Auge als in größeren”, “weil sich Fehlentscheidungen und die Nutzung von Hochpotenzialen gerade in kleineren Organisationen viel direkter auswirken”, sagt Gunhard Keil (5p Consulting).

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