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Social Media & interne Kommunikation

Employer Branding beginnt bei der internen Kommunikation. Eva Selan schreibt: das ist bei weitem nichts Neues – paradoxer Weise wird es oft bei weitem nicht in ausreichendem Maße bedacht. Interne Kommunikation ist auch – oder speziell – beim Thema „Social Media“ zu bedenken.

Da die eigenen Mitarbeiter die stärksten Multiplikatoren der Arbeitgebermarke sind, sollte gerade die interne Kommunikation das Branding widerspiegeln. Im Sinne der Glaubwürdigkeit als Arbeitgeber ist es allerdings unabdingbar, intern zu halten, was man nach außen verspricht. Wichtig ist, dass hier abteilungsübergreifend auf Managementebene daran gearbeitet wird und die Ziele klar definiert sind. Gunhard Keil (geschäftsführender Gesellschafter, 5p Consulting): “Hier kommen Sie auf den Kern: Es ist vornehmlich die interne Kommunikation, die tatsächlich gelebte Unternehmenskultur, die die Basis für ein wirksames Employer Branding liefert. Erst diese in Verbindung mit den klassischen Werbemedien, Social Media und – besonders wichtig – PR-Artikel, aber auch gezielten Anzeigen, helfen, ein wirksames Employer Branding zu gestalten.”

“Damit die Mitarbeiter Botschafter des eigenen Unternehmens werden”, so Isabella Gusenbauer (Netzwerk-Managerin Humanressourcen, Netzwerk HR, Clusterland Oberösterreich), “ist eine Identifikation mit dem Unternehmen wichtig. Dies erreicht man unter anderem dadurch, dass Unternehmenswerte gut kommuniziert und so intern gelebt werden. Das spannt sich vom Eigentümer über die Führungskräfte bis hin zu jedem einzelnen Mitarbeiter in der Produktion. Wissen die Mitarbeiter wo es hingeht, können sie auch leicht mitgehen. Führungskräfte sind sich häufig ihrer Rolle nicht bewusst. Die Aussage, dass Mitarbeiter das Unternehmen meist aufgrund ihrer direkten Führungskraft verlassen, überrascht viele. Ein einheitliches Führungsverständnis in Abstimmung mit der Vision und der Strategie des Unternehmens kann die interne Kommunikation und somit das Internal Branding daher maßgeblich unterstützen.”

“Wir sehen Internal Branding als ‘Interne Kommunikation 2.0’”, sagt Mag. Irmgard Zirkler (Partnerin Identitäter). Internal Branding nützt die bewährten Instrumente der internen Kommunikation – allerdings immer mit Bezug zur Marke und ihren Erfolgswerten. Auf den Punkt gebracht: Internal Branding fokussiert interne Kommunikation auf den Kern des Unternehmens und ist damit klare Richtschnur für alle. Warum das wichtig ist? Irmgard Zirkler (Identitäter) erklärt: “Meistens sieht die Unternehmensrealität so aus: Hochglanz- Leitbilder verstauben in Schubladen, das Markenhandbuch liegt im Archiv des Brand Managers und der Verantwortliche für die interne Kommunikation grübelt schon seit Tagen über den Inhalt der nächsten Newsletter- Ausgabe. Internal Branding räumt damit auf! Es schafft Bezug zum Unternehmen und den Zielen, macht die Stärken, aber auch die Schwächen der eigenen Firma sichtbar und involviert Führungskräfte und Mitarbeiter. Das Ergebnis: Mitarbeiter als engagierte Markenbotschafter, die sich mit Freude und Stolz für ihre Firma einsetzen. Dazu braucht es nicht viel: eine Portion Mut, Konsequenz und drei Hebel:

  • markenorientierte Kommunikation,
  • markenorientierte Führung und
  • markenorientierte Personalinstrumente.”

Daraus ergibt sich eine klare Handlungskonsequenz für die HR-Abteilung: HRStrategien und HR-Prozesse müssen dem Employer Branding angepasst werden, aber auch konsistent mit Marketing abgestimmt sein. Mag. (FH) Barbara Wiesinger (Country Manager & Sales Director Austria, Monster Worldwide Austria): “Die Arbeitgebermarke braucht Substanz, sie muss mit Leben erfüllt sein, dann kann sie von innen nach außen wachsen. Gerade weil sie unbequeme Konsequenzen haben kann, lebt jede Arbeitgebermarke vom Mitmachen. In der Regel resultiert aus der Employer-Branding- Strategie ein Handlungsbedarf über den Kommunikationsbereich hinaus”, etwa bei der Personal- und Organisationsentwicklung, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Mitarbeiterbeteiligung, Vertrauensarbeitszeit etc.” Es gibt eine Vielzahl von Ansätzen, mit denen immer mehr Arbeitgeber die Qualität ihrer Angebote verbessern.

Mag. (FH) Barbara Wiesinger (Country Manager & Sales Director Austria, Monster Worldwide Austria) vertieft: “Die deutsche Employer Branding Akademie hat ein Modell entwickelt, das 4 Handlungsfelder unterscheidet:

  • HR-Produkte und -Prozesse
  • Gestaltung der Arbeitswelt
  • Führung
  • interne Kommunikation.

Um eine Kontinuität zu gewährleisten, dürfen ein laufendes Controlling und ein konsequentes Management nicht fehlen.”

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