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Experten-Talk: Recruiting mit Social Media

Social Media in der Personalarbeit – ein Thema mit dem sich mittlerweile nicht nur Großkonzerne auseinander setzen sollten, sondern das auch kleinere Unternehmen erfasst. Ob sie wollen oder nicht.

Dass das Interesse groß ist, zeigte der Andrang am Expertenforum/Social Media des Netzwerk Humanressourcen am Blue Danube Airport in Linz:

Am 16. Februar diskutierte das Netzwerk Humanressourcen mit knapp 90 Personal-, PR- und Marketingverantwortlichen den Einsatz von Social Media in der Personalarbeit. Wie kann ein Unternehmen Soziale Plattformen für das Employer Branding nutzen? Was wird über Facebook & Co kommuniziert und wie gehe ich intern mit dem Thema um? Neben der Beantwortung dieser Fragen erlebten die Teilnehmer in vier Expertenvorträgen die gesamte Bandbreite: Social Media Basics, Guidelines & Co und zwei Erfahrungsberichte, wie Unternehmen Social Web Konzepte erfolgreich umgesetzt haben.

Praxiswissen

„Social Media – Dabei sein ist (nicht) alles. Warum das olympische Motto nicht für den Start bei Facebook & Co. reicht.“ Rainer Kargel (COO, Strobl)Kriegner Group) brachte bereits im Titel seines Referats auf den Punkt, was von vielen Unternehmen nach wie vor für eine „Social Media Strategie“ gehalten wird. Quasi eine Absage an die leider allzu gängige Praxis „mein Chef hat gesagt, du kennst dich bei Facebook aus – leg uns einen Account an.“ Alle 78 Folien von Kargels Vortrag finden Sie hier – klicken Sie sich durch, wenn Sie sich bis heute für einen Digital Immigrant halten – nachher werden Sie schlauer sein. Und vielleicht auch um einige Illusionen ärmer sein. Dafür wahrscheinlich eine Menge neuer Aufgaben für Ihre Social Media-Verantwortlichen im Kopf haben.

Harald Resch (Leiter, Arbeiterkammer Oberösterreich Consult) plädierte für den bewussten Umgang mit dem Thema und für Social Media Guidelines. Er zeigte Stolpersteine auf, “die lauern, weil man nicht allein privater Social Media User sondern auch oftmals Beschäftigter eines Unternehmens ist.“ Was viele dabei vergessen, ist das Thema der Datensicherheit. Resch: „Der Freunde-Begriff im Social Web suggeriert Vertrauen – damit wird mit Daten nachlässiger umgegangen.“

karriere.at seit mehr als einem Jahr mit einem Social Media Auftritt vertrete: karriere.blog, Facebook und Twitter sind jene drei Kanäle, mit denen täglich Information, News, Trends und auch karriere-affine Unterhaltung online geht. Wie das karriere.at-Team Social Media anging und was daraus wurde, stellte CEO Oliver Sonnleithner vor.

Vom Macher des größten Facebook-Karriereportal Österreichs „Allianz Karriere in Österreich“, Michael Bilina, gab es als letzten Vortrag noch ein Best-Practice-Beispiel, wie Recruiting via Facebook laufen kann. Zwei seiner Kernaussagen: Es geht nicht darum, ob die Personalisten etwas in Social Media machen, sondern wann sie damit beginnen. Zweitens: Das „Background Checking“ von Bewerbern und eigenen Mitarbeitern sei als Thema in der Öffentlichkeit stark überschätzt und abzulehnen, so Bilina. Er selbst investiere wöchentlich rund 15 Stunden persönlich in Social Media und wird zusätzlich von einer Praktikantin unterstützt. Auf die Frage, ob die Referenten Social Media noch als Hype betrachten, meinte Bilina: “Der einzige Hype, den es um dieses Thema gibt, sind die Seminare und Tagungen, die dazu veranstaltet werden.”

Weitere Links

Die wichtigsten Aussagen aller Referenten und Nachberichte zur Veranstaltung finden Sie unter


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