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Job Videos als Employer Branding Maßnahme im Web

Auf Arbeitgeber kommen spannende Zeiten zu. Demografischer Wandel, Pensionierungswelle, Knappheit an Arbeitskräften. Mehr denn je sind Arbeitgeber gefordert, sich potenziellen Mitarbeitern von ihrer besten Seite zu zeigen. Dabei spielen auch vor allem die Möglichkeiten, sich im Web zu präsentieren, eine große Rolle. Social Networks, Bewerbungsplattformen und Arbeitgeberbewertungsseiten bieten eine Vielzahl an Möglichkeiten.

Eine Möglichkeit, sich in der weiten Welt des WWW professionell zu präsentieren, sind Videos. Weltweit ist Youtube die drittmeist angewählte Seite überhaupt. Menschen suchen dort nach fast allem, vor allem auch nach Jobs und Infos zu Unternehmen. Mit einem Video vertreten zu sein bzw. spannende Videos zu seinem Unternehmen und den Jobs auf der eigenen Webseite zu haben, erhöht die Chancen, gefunden zu werden und trifft den Zeitgeist der Generation Y. Trotzdem gibt es ein paar Dinge, die man bei der Erstellung von Videos fürs Web bedenken sollte.

Job Videos brauchen Authentizität

User und potenzielle Bewerber suchen im Netz nach authentischen Informationen, also nach dem „Blick hinter die Kulissen“. Das erklärt den unheimlichen Erfolg beispielsweise einer Arbeitgeberbewertungsplattform wie kununu. Was User interessiert ist eine Antwort auf die Frage „Wie ist es wirklich?“. Und sie sind gewöhnt, solches Peergruppen-Wissen zu bekommen. Man denke hier nur an Einkäufe bei Onlinehändlern, die alle Rezensionen anderer Käufer bieten. Jeder Mitarbeiter ohne besondere Funktion, der authentisch und locker erzählt, was ihm an seinem Job besonders Spaß macht, wirkt mehr als ein steifer Personalleiter, der in abgehobener Sprache die Vorteile des Unternehmens aufzählt.

Job Videos müssen kompakt und inhaltsreich sein

Man weiß aus Untersuchungen, dass User nach einigen wenigen Minuten abdrehen, wenn der gezeigte Inhalt nicht wirklich top ist. Webvideos müssen also kompakt sein und die wesentlichen Infos enthalten, die die Zielgruppe interessieren. Plumpe Werbebotschaften ziehen im Web 2.0 nicht mehr. Zu transparent sind Unternehmen bereits geworden, zu wählerisch die Zielgruppe. Halten Sie ihre Videos also knapp und informativ. Gerade im Web und vor allem in Social Networks punkten Sie ausschließlich über Inhalte. Inhalte, die dem User einen Mehrwert bringen. Was ist das, was den User interessieren könnte? Was möchte er wissen? Sie dürfen ruhig auch mal selbstkritisch sein. Das wird von der Web Community eher goutiert.

Job Videos sollten aktuell sein

Veraltete Information, Informationen, die alle schon kennen oder Zahlen, die schon mehrere Jahre alt sind, machen keinen guten Eindruck. Generell sieht man es einem Video meist an, wie alt es ist. Achten Sie darauf, keine Zahlen zu verwenden, die in einem halben Jahr unaktuell sein könnten. Und bedenken Sie, dass es möglicherweise nötig sein kann, das Video alle paar Jahre zu erneuern.

Best Practice Beispiel: die Job Movies der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien

Arbeitswelten-Gründer Peter Rieder hat für die Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien 3 Jobvideos konzipiert und umgesetzt. Diese adressieren jeweils unterschiedliche Zielgruppen (Lehrlinge, Schulabsolventen und Hochschulabsolventen) und sollen in kurzen Sequenzen zeigen, wie der Einstieg aussehen kann und was es besonders macht bei Raiffeisen zu arbeiten. Dabei wurde besonders Wert darauf gelegt, die Mitarbeiter zu Wort kommen zu lassen, die diesen Einstieg bereits erfolgreich geschafft haben. Machen Sie sich selbst ein Bild. Hier finden Sie 2 der 3 Job Movies der RLB. Sie finden diese auch auf der Karriereseite der RLB und auf Youtube.

Idee, Konzept, Storyboard, Sprecher: Peter Rieder / Arbeitswelten Consulting, Kamera und Schnitt: webfreetv

Idee, Konzept, Storyboard, Sprecher: Peter Rieder / Arbeitswelten Consulting, Kamera und Schnitt: webfreetv

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3 Kommentrare

  1. Hermann Pavelka-Denk am

    Hallo Peter Rieder,

    mir gefällt, dass das Thema Job Videos hier angesprochen wird. Auch ich finde, dass über das Gesehene und Gehörte mehr Transparenz und Gefühl übermittelt werden kann und noch besser Zielgruppen angsprochen werden können. Die Beschreibungen treffen im Generellen auf die Erstellung von Videos zu.

    Job Videos sind für mich noch mehr, sie sind bestimmter und fokussierter auf ein bestimmtes Jobprofil oder eine bestimmte Jobgruppe. Möchte meinen zukünftigen MitarbeiterInnen mehr Einblick in den Job und dem zukünftigen Arbeitgeber, als bei einem klassischen Inserat, bieten.

    Eine mögliche Einstufung der Videoarten könnte sein:

    Image Video – Recruiting Video – Job Video

  2. Peter Rieder am

    Hallo Hermann Pavelka-Denk,

    finde ich eine gute Klassifizierung. Denke, je spezifischer und authentischer desto besser letztendlich.

    Danke für den Input!

    Peter Rieder

  3. Hermann Pavelka-Denk am

    Gerne doch!

    Freue mich schon auf ein konstruktives Treffen zu deinem Thema Arbeitswelten und Jobvideos.

    LG,
    Hermann (Pavelka-Denk)

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