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Mitarbeiter aus dem Osten – die neue Freizügigkeit

Arbeitnehmerfreizügigkeit ab 1mai2011

Ab 1mai2011 ist der österreichische Arbeitsmarkt geöffnet für einige weitere Länder. Betroffen sind

  • Ungarn
  • Slowakei
  • Slowenien
  • Tschechien
  • Polen
  • Estland
  • Lettland und
  • Litauen.

Staatsangehörige dieser Länder dürfen dann das Recht als EU-Bürger in Anspruch nehmen, in Österreich ohne Ausländerbeschäftigungspapiere einer Arbeit nachzugehen.

Trenkwalder führte aus diesem Anlass eine österreichweite Studie (Befragung von 395 Unternehmen in Österreich mittels Online-Fragebogen, Befragungszeitraum: feb2011, Durchführung durch QuestBack Austria) durch, die die Einstellung heimischer Unternehmen zu dieser Arbeitsmarktliberalisierung zeigt. Als erste Ergebnisse führt Trenkwalder an:

  • Rund 66 % der Unternehmen meinen, von der Arbeitsmarktöffnung profitieren zu können
  • Nur 35 Prozent sehen keine Vorteile für den heimischen Arbeitsmarkt
  • Zwei Drittel geben an, mit den gesetzlichen Änderungen noch nicht vertraut zu sein

 

Die Pressemeldung hier einfach herein zu kopieren, spare ich mir, diese ist wiederholt im Internet zu finden. Sie enthält detailliertere Interpretation der Daten, lesen Sie sie direkt bei Trenkwalder.

 

Im HRweb möchte ich ein paar Detailfragen hervorheben:

Quelle: Trenkwalder („Die Arbeitnehmerfreizügigkeit ab 1. Mai 2011: Fluch oder Segen für österreichische Unternehmen?“)

„Planen Sie heuer noch MitarbeiterInnen aus Ungarn, Tschechien, der Slowakei, Polen, Litauen, Lettland, Estlandode Slowenien einzustellen?“

Die Zustimmung ist (noch?) zurückhaltend, es sieht eher nach einem „schau ma mal“ aus – durchaus positiv, ohne sich festzulegen.

 

„Aus welchen Ländern planen Sie MitarbeiterInnen einzusetzen?“

Es scheint, als sei die regionale Nähe der Arbeitnehmer ausschlaggebend – Ungarn werden weit lieber eingestellt (gefolgt von Tschechen und Slowaken), potentielle Arbeitnehmer aus Estland, Lettland und Litauen werden kaum genannt. Ob tatsächlich die regionale Nähe ausschlaggebend ist, oder die emotionale Nähe / Vertrautheit der Länder / Kulturen, bleibt offen.

Trenkwalder führt das Interesse an Ungarn teilweise auf das Berufsbildungsabkommen zurück, das die Anerkennung von Ausbildungen zwischen Österreich und Ungarn regelt.

 

„Für welche Bereiche planen Sie MitarbeiterInnen as den genannten östlichen EU-Staaten einzusetzen?“

Industrie und Gewerbe sind am meisten gefragt, für die IT hingegen werden jene Arbeitskräfte wenig nachgefragt.

 

Warum planen Sie MitarbeiterInnen aus den östlichen EU-Staaten einzustellen?

Die Kostenersparnis ist nicht – wie vielleicht vermutet – der Hauptgrund, Mitarbieter aus jenen Staaten einzustellen. Es ist die Qualifikation, die gefragt ist.

 

Info

Hier soll nur ein kurzer Einblick gegeben werden in diese Studie. Details finden Sie direkt bei Trenkwalder:

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Mag. Eva Selan, MSc

Theoretischer Background: MSc in HRM & OE. Praktischer Background: HR in internationalen Konzernen und KMUs in Österreich und den USA. Nach langjähriger Tätigkeit beim Magazin TRAiNiNG als Chefredakteurin wechselte sie das Medium und gründete Ende 2010 das HRweb.

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