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Soziale HR-Praktiken der Spar-Akademie

Mitte Jänner wurde die soziale Initiative Career Moves der breiten Öffentlichkeit präsentiert. Ihre Intention ist es, Menschen mit und ohne Einschränkungen in den Joballtag zu integrieren und Unternehmen die Möglichkeit zu bieten, sich daran zu beteiligen. Aus diesem Anlass widmet sich auch das folgende Interview aus unserer Serie “HR Praktiken in Österreich” diesem Thema. Der Leiter der Spar-Akademie, Kom. Rat. Dir. Jörg Schielin hat erzählt, wie die Integration von Mitarbeitern mit körperlichen Einschränkungen oder Sinneseinschränkungen bei Spar funkioniert. Das Interview wurde von Mag. Karina Tajmar vom CM Creative Marketing Services durchgeführt.


1. Unter Ihren Mitarbeitern sind auch Menschen mit körperlichen oder Sinneseinschränkungen. Seit wann nehmen Sie solche Mitarbeiter bewusst auf?

Seit vielen Jahrzehnten.


2. Welche Überlegungen haben Sie dazu veranlasst?

Wir sind davon überzeugt, dass auch sogenannte benachteiligte Menschen besondere Talente haben. Und die möchten wir bewusst fördern. Wir glauben, dass auch andere Mitarbeiter vom Umgang mit Menschen mit besonderen Fähigkeiten profitieren. Bei Spar haben wir unsere Leitgedanken, die wir leben, in unseren Unternehmensgrundsätzen fixiert. „Unsere MitarbeiterInnen sind die Quelle des Erfolges. Unser Menschenbild geht vom Prinzip der Würde und der Einzigartigkeit jedes Menschen und Mitarbeiters aus.“


3. Haben sich diese Personen über Standard-Stellenangebote gemeldet oder gab es dafür besondere Suchkriterien?

Oft finden wir solche Mitarbeiter über Kooperationen – z. B. Caritas, Rettet das Kind oder Jobhilfe.


4. Menschen mit einer Behinderung benötigen oft eine zusätzliche Betreuung. Wie haben Sie diese Aufgabe gelöst?

Wir stellen einen Mentor – das ist intern ein Mitarbeiter – oder auch externe Unterstützung – z. B. Integrationsbegleiter, Sozialarbeiter, Psychologen – zur Verfügung.


5. Haben Sie für notwendige bauliche oder Unterstützungsmaßnahmen Förderungen in Anspruch genommen?

Wir erhalten unterschiedliche Förderungen bei unseren Kooperationen. Für bauliche Maßnahmen keine.


6. Diversity ist heute am Arbeitsmarkt ein immer wichtigeres Thema. Gehört die gezielte Integration von Menschen mit einer Behinderung in Ihr Unternehmen zu diesem Diversity-Management?

Ja, auf jeden Fall!


7. Welche Auswirkungen hat diese Integration auf die übrige Belegschaft – vor allem in positiver Hinsicht?

Siehe Antwort zwei. Den Mitarbeitern wird bewusst, dass nicht alle gleich sind, und sie deshalb voneinander profitieren.


8. Ist im Recruiting-Prozess ein Unterschied, ob ein künftiger Mitarbeiter eine Behinderung aufweist oder nicht? Gibt es dafür ein spezielles Wording?

Ein spezielles Wording ist uns nicht bekannt.


9. Werden Mitarbeiter mit einer Behinderung besonders geschult im Unternehmen?

Wir versuchen, behinderte Mitarbeiter so normal wie möglich zu behandeln. Selbstverständlich aber brauchen solche Mitarbeiter oft spezielle Betreuung – wir lösen das oftmals, indem wir einen Mentor zur Seite stellen.


10. Haben Menschen mit einer Behinderung in Ihrem Unternehmen die gleichen Karrierechancen wie Mitarbeiter ohne körperliche oder Sinneseinschränkungen?

Ja, selbstverständlich!


Wir bedanken uns recht herzlich bei Kom. Rat. Dir. Jörg Schielin für das Interview und die Einblicke in die Spar-Akademie!

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