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Recruiting mit 75 % Frauenanteil

Spar, Eurospar und Interspar – Das sind Marken, die so gut wie jedem Österreicher geläufig sind. Beinahe jeder kennt auch Freunde, die dort angestellt sind,  demnach ist die Handelskette also ein wichtiger Arbeitgeber Österreichs. Wie läuft bei einer so großen Belegschaft aber das HR-Management ab und wie werden neue Mitarbeiter gesucht? Mag. Nicole Berkmann (die Leiterin der Konzernalen PR und Information und gleichzeitige Unternehmenssprecherin der SPAR Österreichische Warenhandels-AG) erzählt im Interview mit Mag. Karina Tajmar von CM Creative Marketing Services wie die SPAR-Gruppe ihr Recruiting organisiert.

1. Spar muss öfters viele Stellen – z.B. 100 – gleichzeitig besetzen. Nach welchen Regeln erfolgt dieses Massen-Recruiting?

Massen-Recruiting ist das falsche Wort. Wir haben rund 1.500 Märkte, verstreut über ganz Österreich, sechs Großhandelszentralen und eine Hauptzentrale, wo einfach ständig viele unterschiedliche Jobs zu besetzen sind. Wir suchen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jeweils über unsere Personalabteilungen in den jeweiligen Regionen.

2. Eurospar und Interspar sind Teil der Spar-Gruppe, mit unterschiedlich positionierten Marken. Gibt es Unterschiede bei diesen Marken im Recruiting? Wenn ja, welche und warum?

Nein, hier gibt es keine Unterschiede.

3. Wird die Personalsuche in hohem Maße intern abgewickelt oder nutzen Sie auch externe Dienstleister? Warum haben Sie sich wie entschieden?

Wir wickeln die Personalsuche hauptsächlich intern ab. Nur für bestimmte Stellen – meist bei speziellen Fachkenntnissen, die benötigt werden – nehmen wir auch externe Hilfe in Anspruch.

4. Welche Maßnahmen setzen Sie, um die Mitarbeiter-Fluktuation möglichst gering zu halten?

Wir haben ein sehr gutes Betriebsklima, jede Menge freiwilliger Sozialleistungen, gute Ausbildungs- und Weiterentwicklungsmöglichkeiten und die Sicherheit eines erfolgreichen österreichischen Unternehmens.

5. Sind Sie der Meinung, dass das Employer-Branding für Ihr Recruiting eine wichtige Rolle spielt? Wenn ja, warum und was sind ihre wichtigsten Maßnahmen in diesem Bereich?

Die Darstellung des Unternehmens als interessanter Arbeitgeber – also klassisches Employer Branding – ist auf jeden Fall wichtig fürs Recruiting. Sonst werden Sie am Arbeitsmarkt ja nicht wahrgenommen. Wir machen viel PR für SPAR als Arbeitgeber, schalten Inserate, sind auf Messen präsent und hatten vor zwei Jahren sogar eine riesige TV-Kampagne.

6. Welche Jobpositionen sind derzeit im Handel besonders gesucht und warum? Was sind die idealen Voraussetzungen für diese Jobpositionen?

Wir suchen im Bereich der Märkte dringend Menschen, die bei der Feinkost-Abteilung arbeiten möchten. Hier ist eine saubere Erscheinung, Kundenfreundlichkeit und ein Interesse an Lebensmitteln Voraussetzung. Alles andere kann man lernen und wir helfen gerne dabei. Im Bereich der Bürojobs suchen wir Sortimentsmanager. Hier muss man eine Freunde an Verhandlungen haben, weil man mit den Lieferanten gemeinsam das Sortiment zusammenstellt und einkauft.

7. Ca. 75 Prozent der Mitarbeiter sind Frauen. Welche verschiedenen Möglichkeiten gibt es um die Dienstverhältnisse von Frauen, die in Karenz sind, aufrecht zu erhalten? Warum ist Ihnen das besonders wichtig?

Wir laden die Mitarbeiterinnen in Karenz zur Weihnachtsfeier und zu allen gemeinsamen Ausflügen und Aktivitäten ein und sie erhalten auch während der Karenz die Mitarbeiterzeitung nach Hause geschickt. Wir tun das ganz bewusst und haben auch eigene Wiedereinsteigerinnenprogramme, damit wir die wertvollen Mitarbeiterinnen weiter behalten können und das Know-how nicht verloren geht. Außerdem haben wir einen hohen Bedarf an Halbtageskräften und das passt ja für Mütter mit Kindern besonders gut.


Wir bedanken uns recht herzlich bei Mag. Nicole Berkmann für das Interview und den Einblick in das HR-Management der SPAR Österreichische Warenhandels-AG!


Gastautorin: Mag. Karina Tajmar, Direktorin der Kommunikationsagentur CM Creative Marketing Services.
 
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