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Prickelndes Recruiting bei Vöslauer

Vöslauer – Die führende Mineralwasser-Marke in Österreich legt vor allem auf das Employer Branding jede Menge Wert. Umgesetzt wird das etwa durch einen selbst produzierten Film und ständig neue und frische Kampagnen, die die angestellten Mitarbeiter zu stolzen Vöslauern werden lassen. Wie das Recruiting aber im Detail aussieht, erklärt Eva Planötscher-Stroh, die Leiterin der Personalabteilung bei Vöslauer, in dem von Mag. Karina Tajmar von CM Creative Marketing Services durchgeführten Interview.

1. Wie wichtig ist heutzutage die “Corporate Social Responsibility” (CSR) eines Unternehmens und warum?

Absolut wichtig – und auch notwendig: Unternehmerische gesellschaftliche Verantwortung ist unverzichtbar und hier braucht es innovative Vorreiter, die das CSR-Engagement beispielgebend leben. Bei Vöslauer ist CSR ein wichtiger Teil unserer Aktivitäten. Das umfassende Engagement und die ehrgeizigen Ziele sind für jedermann zugänglich im Nachhaltigkeitsbereich auf www.vöslauer.com abgebildet und veröffentlicht. Gesellschaftliche Verantwortung bei Vöslauer beginnt bei den Menschen und geht Hand in Hand mit Innovationen beim gesamten Lebenszyklus der Produkte – von Ressourcen schonender Produktion über Transport und nachhaltigen Materialeinsatz bis hin zu gesellschaftlich wichtigen Themen.

Denn: Vöslauer ist gerne die Nummer 1 in Österreich – und zwar nachhaltig: Wir leben von einer der natürlichsten Ressourcen überhaupt: dem Mineralwasser in der 660 Meter tiefen Ursprungsquelle in Bad Vöslau. Diesen natürlichen Schatz wollen wir bestmöglich bewahren und gleichzeitig unserer Nummer 1-Rolle auch beim gesellschaftlichen und nachhaltigen Engagement gerecht werden. Wir warten nicht bis die Konsumenten dies von uns einfordern, sondern gehen konsequent aktiv voran.

2. Welche Trends lassen sich bezüglich CSR erkennen?

Für Vöslauer gesprochen: Zunehmend wichtig werden vier Bereiche

a) verantwortungsvolles Umweltengagement und wirksame Lösungen, die der Umwelt und der Gesellschaft etwas bringen (z.B. Reduktion von Verpackungsmaterial, Recycling und Recyclat-Einsatz)

b) Regionalität, Transparenz, Herkunft und Ursprung

c) Förderung der Mitarbeiter auf allen Ebenen – von Arbeitssicherheit und Gesundheit über Familienfreundlichkeit bis hin zu Aus- und Weiterbildung

d) Unterstützung von übergeordneten gesellschaftlichen Themen, bei denen es Bewusstseinsbildung braucht (Bsp. Red Ribbon und der Life Ball)

3. Spielt bei Ihnen beim Recruiting eine akademische Ausbildung eine wichtige Rolle? Wenn ja, was versprechen Sie sich davon?

Marktführer wird man nicht einfach so und auch nicht von heute auf morgen. Sondern nur durch unermüdliche Tatkraft und Innovationsgeist. Das schaffen nur Menschen, die immer mit Herz und Hirn, mit Leib und Seele dabei sind. Eine qualitative hochwertige Ausbildung und tägliches “Dazulernen” schafft sicher eine solide Basis. Wer für uns arbeitet, braucht aber außerdem Ehrgeiz, Neugier, Kreativität, Sorgfalt und Veränderungsbereitschaft. Und ein großes Herz.

4. Welche Maßnahmen setzten Sie, um die Mitarbeiter-Fluktuation möglichst gering zu halten?

Die Fluktuationsrate ist wie ein Fieberthermometer. Eine steigende Fluktuationsrate ist ein Symptom, das viele verschiedene Ursachen haben kann. Genauso vielfältig sind unsere Maßnahmen. Wir arbeiten an der Ausweitung unseres Gesundheitsprogrammes, führen Standards für Arbeitssicherheit ein und lassen uns dafür von der AUVA zertifizieren. Wir haben vor Kurzem eine unabhängige und vertrauliche Konfliktanlaufstelle für alle MitarbeiterInnen implementiert. Als Teil eines regionalen Qualifizierungsverbundes bieten wir unseren MitarbeiterInnen ein breites Spektrum an Aus- & Weiterbildungsmöglichkeiten an. Individuelle Arbeits- und Zeitmodelle erleichtern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Und nicht zuletzt hat engstirniges Denken bei uns keinen Platz: Und ob jemand alt oder jung, homo oder hetero, weiblich oder männlich ist, spielt genauso wenig eine Rolle wie Vorurteile gegenüber Kollegen mit Behinderungen, anderer Herkunft oder Religion. Wir glauben an die Stärke von Teams, deren Mitglieder sich gegenseitig unterstützen, vertrauen und fordern.

Vöslauer Webseite

5. Sind Sie der Meinung, dass das Employer Branding für Ihr Recruiting eine wichtige Rolle spielt? Wenn ja, warum und was sind ihre wichtigsten Maßnahmen in diesem Bereich?

Vöslauer ist eine dynamische und trendige Premium-Marke und stolz darauf, die klare Nummer 1 am Mineralwassermarkt in Österreich zu sein. Erklärtes Ziel ist dementsprechend auch die markenstrategische Positionierung als attraktiver Arbeitgeber – für die Gewinnung neuer Mitarbeiter ebenso wie für die Bindung bestehender Mitarbeiter und auch für die Gestaltung der Unternehmenskultur.

Das beste und wirkungsvollste Employer Branding erzielen wir, indem wir unsere Werte auch in der Arbeitgeberrolle authentisch leben. Unsere MitarbeiterInnen sind sehr stolz darauf Vöslauer zu sein. Das zeigt sich in unseren regelmäßigen Mitarbeiterbefragungen ganz deutlich. Stolze MitarbeiterInnen sind aber auch besonders anspruchsvoll. Dadurch sind wir jederzeit gefordert unserem Premium-Anspruch auch als Arbeitgeber gerecht zu werden.

6. Welche Bedeutung hat Social Media beim Employer Branding und wie positioniert sich Vöslauer in diesem Bereich?

Der Social Media Bereich ist für Vöslauer vor allem eine Plattform des Dialogs und des Austausches mit den KonsumentInnen – die ständig wachsende Fangemeinde von aktuell über 12.500 Fans bestätigt uns darin – somit sind die Social Media Aktivitäten indirekt ein Beitrag zum Employer Branding. Wer uns als attraktives, trendiges, dynamisches österreichisches Unternehmen wahrnimmt, erkennt Vöslauer gleichzeitig als attraktiven Arbeitgeber.

7. Sie wollen Mitarbeiter, die mit allen Wassern gewaschen sind. Verlangt das Recruiting Ihres Personals ein besonderes Wording?

Ja. Zur Wertewelt von Vöslauer gehört Klartext Reden unbedingt dazu. Wir sind die Nummer 1 am Mineralwassermarkt in Österreich – und das sind wir gerne. Jeder künftige Mitarbeiter muss wissen, dass wir den Erfolg mögen und gleichzeitig nach immer neuen Zielen streben. Das bedeutet: Wir arbeiten täglich auf allen Ebenen an Verbesserungen – an der Weiterentwicklung unserer Produkte und Abläufe ebenso wie an der Weiterentwicklung jedes einzelnen Mitarbeiters. Das erfordert viel Engagement von jedem einzelnen, ist aber die Grundlage unseres Erfolgs. Zwar wird unseren MitarbeiterInnen viel abverlangt, aber wir schaffen dafür auch die Rahmenbedingungen, unter denen jeder seine Energien voll entfalten kann.

8. In der Young Academy 2011 suchen Sie Nachwuchs-Verkaufstalente und sprechen somit eine jüngere Zielgruppe an. Spielen in Ihren Recruiting-Maßnahmen neue Medien eine besondere Rolle? Wenn ja, warum?

Neue Medien spielen bei Vöslauer ganz insgesamt eine entscheidende Rolle, das beweisen wir laufend mit kreativen neuen und dialogorientierten Zugängen in der Kommunikation – vom starken Facebook-Auftritt inklusive Fashion- und Style Blog bis hin zur brandneuen und interaktiv angelegten Webpage www.vöslauer-derfilm.com, die unsere neue Kampagne begleitet.

Jeder Recruiting-Prozess erfordert eine genaue Auseinandersetzung mit der Zielgruppe am Arbeitsmarkt. Nicht jede Maßnahme ist für alle offenen Positionen passend. Die erwähnte Nachwuchs-Verkaufstalente-Suche haben wir zusätzlich zu den klassischen Suchkanälen auch auf Facebook veröffentlicht – mit Erfolg. Übrigens: Die Vöslauer Young Academy geht 2012 bereits in ihr viertes Jahr. Wir freuen uns schon heute über Bewerbungen talentierter NachwuchsverkaufsmitarbeiterInnen!

Ein recht herzliches Dankeschön geht an Eva Planötscher-Stroh von der Vöslauer Personalabteilung!


Gastautorin: Mag. Karina Tajmar, Direktorin der Kommunikationsagentur CM Creative Marketing Services.

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