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Recruiting für Sozialberufe sollte an die MA denken

Die Arbeit im Sozialbereich erfordert spezielle Qualifikationen und eine hohe Identifikation mit dem Unternehmen. Mag. Karina Tajmar (CM Creative Marketing Services) hat den Human Resources Manager von Licht für die Welt, Mag. Stephan Spatt, zum Employer Branding der Organisation, zum Einsatz von Volontären und zum Thema Nachhaltigkeit befragt.

1. Wie wichtig ist heutzutage die “Corporate Social Responsibilty” eines Unternehmens und warum?

Es sollte sich grundsätzlich jede Organisation zur Aufgabe machen ethisch und nachhaltig zu handeln. Aus diesem Grund ist für uns CSR nicht wichtig, da wir bei all unseren Handlungen versuchen die Auswirkungen zu beachten und möglichst nachhaltig zu agieren.

2. Welche Trends lassen sich bezüglich CSR erkennen?

Leider werden oft nur vordergründig Aktionen gestartet um das Image der Organisation ins richtige Licht zu rücken. Längerfristig wird das Organisationen aber schaden. Erfolgreich wird nur sein, wer wirklich authentisch ist.

3. Spielt bei Ihnen beim Recruiting eine akademische Ausbildung eine wichtige Rolle? Wenn ja, was versprechen Sie sich davon?

Wir haben zwar einen Akademikeranteil von 75% in der Organisation, beim Recruiting spielt es aber keine Rolle. Wer die notwendigen Qualifikationen nachweisen kann, kommt mit oder ohne akademischen Abschluss in Frage. Bei manchen Positionen sehen wir Praxiserfahrung sogar als vorteilhafter.

4. Welche Fähigkeiten sind notwendig, um im sozialen Bereich zu arbeiten?

Grundsätzlich ist das abhängig von der Position. Allgemein würde ich hohe soziale Kompetenz anführen.

5. Wie rekrutieren Sie engagierte Volontäre, die langfristig für Ihre Organisation tätig sind?

Zumeist über Mundpropaganda oder Ehrenamtsbörsen. Leider ist die Vermittlung von ehrenamtlichen Tätigkeiten in Österreich nicht sehr stark formalisiert.

6. Gerade im Non-Profit-Bereich spielt Employer-Branding eine wichtige Rolle. Was sind Ihre wichtigsten Maβnahmen in diesem Bereich?

Wir haben uns in den letzten beiden Jahren verstärkt damit auseinandergesetzt. Wir wurden in diesem Prozess pro bono von IDENTITÄTER begleitet und haben Leitwerte und Leitwerte der Zusammenarbeit erarbeitet. Für uns ist es besonders wichtig, dass potenzielle MitarbeiterInnen sich zu 100% mit unserem Mandat identifizieren. Somit spielt die Identität unserer Organisation gerade im Recruiting eine wesentliche Rolle. Wir haben zahlreiche Maßnahmen ergriffen, als wichtigste sehe ich die Kultur wie wir innerhalb der Organisation miteinander umgehen. Bei uns steht das „Du und Ich“ im Vordergrund. Auf dieser Basis versuchen wir Privat und Beruf zu vereinen (flexible Arbeitszeitmodelle, Bildungskarenzen, etc.).

7. Ihre Jobpositionen sprechen öfters besonders jüngere Zielgruppen an. Spielen in Ihren Recruiting-Maβnahmen neue Medien eine besondere Rolle? Wenn ja, warum?

Neue Medien spielen immer mehr ein Rolle. Wir posten alle Stellenausschreibungen auf Twitter und Facebook. Aus meiner Sicht nützen wir aber gerade im Recruiting bei weitem noch nicht das Potential dieser Medien.

Eine Organisation, die den Menschen in den Vordergrund stellt, sollte auch an die eigenen Mitarbeiter denken. Die Organisation Licht für die Welt ist mit ihren Maßnahmen ein Vorzeigebeispiel für Employer Branding.

Herzlichen Dank an Mag. Stephan Spatt, dem Personalverantwortlichen bei Licht für die Welt!


Gastautorin: Mag. Karina Tajmar, Direktorin der Kommunikationsagentur CM Creative Marketing Services.

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