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Social Media entsteht durch Anliegen

„Wir haben eine Seite in Facebook gemacht, aber das hat nichts gebracht“ ist die oft gehörte Ausrede, warum die eigenen Social Media Aktivitäten im Sand verlaufen sind. Keine Fans, nicht mehr Bewerber oder Verkäufe, viel Aufwand für nix. Facebook-Leichen. Allerdings gibt es auch Beispiele, die mit Social Media Aktivitäten- auch im Karrierebereich – gute Erfolge erzielen. Was machen sie anders? Sie beachten ein wichtiges Prinzip: Social Media entsteht durch Anliegen.

Wie soziale Netzwerke wirken

Angesichts der Befragungen von Usern fragt sich manch einer „Wie kann ich soziale Netzwerke nutzen, wenn ich dort meine Produkte nicht präsentieren kann?“ Die Social Community toleriert einfach keine plumpe Produktwerbung. Menschen sprechen über Dinge, die ihnen wichtig sind, empfehlen weiter, liken und kommentieren. Dann wenn sie ein Anliegen haben, das jemand anderer auch hat. So funktionieren soziale Netzwerke. Übrigens nicht nur im Web, sondern auch im realen Leben. Oder treffen Sie sich nicht am liebsten auch mit Menschen, die die gleichen Anliegen haben und sich für die gleichen Dinge interessieren?

Mehr verkaufen ist kein Anliegen

Auch wenn es manch ein Vertriebsleiter anders sehen mag, aber mehr von einem Produkt zu verkaufen ist kein Anliegen! Zumindest nicht im Social Media Sinn. Apropos Sinn, genau dieser ist es, den der User sucht: Wir sorgen dafür, dass Sie gesund bleiben. Wir bringen Sie einfach und günstig von A nach B. Wir helfen Unternehmen einen erfolgreichen Weg zu gehen. Alles Anliegen, die meisten sogar mit Sinn. Akteure, die ihren Usern Sinn und Nutzen geben, sind es, die in Sozialen Netzwerken das Sagen haben. Aber es gibt noch etwas zu beachten.

Wer ein Anliegen hat, will darüber reden

Wem ein Thema wichtig ist, der redet darüber. Reden im Sinne von Kommunizieren. Kommunizieren im Sinne eines Dialogs. Betrifft uns ein Thema, dann möchten wir es mit der Welt teilen und sind bereit Stunden und Tage zu investieren, um unser Anliegen mit anderen zu diskutieren. Eine Fähigkeit, die viele Marketiers – und auch Personalisten – kaum besitzen. Man versteckt sich hinter Werbungen, Plakaten, Inseraten und anonymen Absagen. Aber nur wer die Interessen und Anliegen seiner User versteht und einbezieht und deren Kritik verarbeitet und akzeptiert, hat die Chance in Social Media erfolgreich zu sein. Das unterscheidet Aktivitäten in Sozialen Netzwerken von klassischer Werbung, deren Rückmeldung meist nur über blasse Zahlen erfahren wird.

Nur wer überzeugt ist, kann ein Anliegen authentisch präsentieren

Persönliche Betroffenheit und Überzeugung ist es, die ein Anliegen authentisch wirken lässt. Seiten, die alle Wochen einmal ein halbherziges Posting in die Welt schicken, lassen kaum Überzeugung spüren. Menschen die überzeugt sind, wollen laufend über ihr Thema sprechen, vertreten klar eine Meinung, auch wenn diese sozial nicht immer die erwünschte Variante ist. Haben die in sozialen Netzwerken aktiven Mitarbeiter wirklich eine Betroffenheit für das, was das Unternehmen tut? Menschen mit Anliegen werden nicht müde, ihr Thema zu vertreten und den Menschen zu zeigen, was dieses für sie tut.

Vorher überlegen, dann handeln

Bevor Sie also das Abenteuer Social Media wagen, sollten Sie jedenfalls einige Gedanken an folgende Fragen verschwenden:

  • Welches Anliegen hat Ihr Unternehmen? Womit bereichern Sie die Welt und schaffen Nutzen für die Menschen? Sie müssen nicht ein gemeinnütziger Verein sein, um ein Anliegen zu haben, aber solche tun sich natürlich leichter.
  • Haben Ihre Mitarbeiter, die Ihre Botschaft in die Welt tragen, eine persönliche Betroffenheit? Können Sie Ihr Anliegen leben und zu jederzeit vertreten?
  • Sind Sie bereit, zu kommunizieren, auf alle Anfragen und Anliegen, sowie kritische Bemerkungen unmittelbar zu reagieren und diese für sich zu verwerten?
  • Haben Sie sich schon einmal konkret mit Ihrer Zielgruppe auseinander gesetzt? Nicht im demografischen Sinn, sondern damit, welche Einstellungen diese Menschen haben und welche Interessen?
  • Was sind Sie bereit zu tun, was nicht? Wie klar ist Ihre Richtung, in die Sie gehen? Wie klar Ihre Werte? Sind diese verständlich und nachvollziehbar für andere Menschen?
  • Und letztlich: Sind Sie bereit neue Wege zu gehen und haben Sie den Glauben, dass sich ihre investierten Ressourcen wirklich rechnen werden?

Konnten Sie alle Fragen für sich beantworten. Na dann können Sie ja jetzt mit Ihrem Anliegen die Welt bereichern.

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2 Kommentrare

  1. Peter Rieder am

    Hallo Christoph,
    vielen Dank für das tolle Feedback. Das freut mich sehr.
    Liebe Grüße,
    Peter Rieder

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