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Stolz und (positives) Vorurteil, genannt Marke

Lizzy: „Sind Sie zu stolz, Mr. Darcy? Und würden Sie Stolz als Makel bezeichnen oder als Tugend? Wir versuchen nämlich, einen Fehler an Ihnen zu finden.“

Gleich vorneweg: Stolz ist super. Für uns eine Tugend, keinesfalls Makel oder gar Todsünde. Wer stolze Mitarbeiter hat, macht viele kleine und große Dinge richtig im Unternehmen und schafft damit den sozialen Kit, den wir Mitarbeiterbindung nennen.

Marke als ein Bündel „positiver Vorurteile“ gibt dem Stolz ein Gesicht nach außen und ein Herz nach innen. Knackige Markenwerte fungieren dabei als kommunikative Anker. Mitarbeiter und Führungskräfte haben Begriffe, zu denen sie Klima und Verhalten in Beziehung setzen und innerlich entscheiden, ob sie stolz auf ihr Unternehmen sind oder nicht. Ob sie bleiben oder doch lieber gehen. Aus wissenschaftlichen Studien wissen wir: Rund 60 % des Brand Commitments entsteht durch externe Kommunikation, die Mitarbeiter genauso wie Kunden wahrnehmen. Das bedeutet: 40 % vom Mitarbeiter-Stolz entstehen intern …

Was fördert Markenstolz?

  • Der Arbeitsplatz ist ein gemeinsamer Sinnraum.
  • Führungskräfte und Mitarbeiter wirken und werken so, dass Hierarchie in den Hintergrund tritt.
  • Eigenverantwortung und alles, was dabei rauskommt, wird wertgeschätzt.

Paradebeispiel für stolze Mitarbeiter ist das Biohotel Stanglwirt in Tirol. Dort sind die 250 Mitarbeiter überzeugte Markenbotschafter an allen Ecken und Enden. Woher das kommt? Der Arbeitsplatz ist wie das zweite Zuhause, kommuniziert wird wertschätzend und auf gleicher Augenhöhe und Ideen und Vorschläge der Mitarbeiter werden gehört und umgesetzt. „Bei uns ist jeder für die Inszenierung des eigenen Bereichs zuständig“, sagt Maria Hauser (Tochter des Hauses und Leiterin Marketing & PR): „Wenn in diesem Freiraum etwas gelingt, dann macht das einfach stolz und motiviert.“


Gastautorin: Karin Krobath, karin.krobath@identitaeter.at

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