Der Begriff des Fachkräftemangels – inflationär verwendet oder eine immer ernstzunehmendere Bedrohung? 80 % der Teilnehmer der Umfrage „Recruiting Trends 2012“ – gemeinsam durchgeführt von der Jobbörse careesma.at und dem HRweb – nannten es als die größte HR-Herausforderung im kommenden Jahr. Weitere interessante Ergebnisse: 36 % der Unternehmen wollen ihr HR-Budget aufstocken und effizientestes Medium für das Mitarbeiterrekrutieren bleiben weiterhin die Online-Jobbörsen.

HR Herausforderungen 2012

Sieben von zehn Arbeitgeber hatten 2011 bereits Probleme, geeignete Mitarbeiter zu finden, so eine market-Studie der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Auch die Teilnehmer bei der Umfrage „Recruiting Trends 2012“ der Jobbörse careesma.at und dem HRweb.at sind sich dieser Herausforderung bewusst: 95 % sehen den Fachkräftemangel als die größte Gefahr im neuen Jahr. Dabei sind es eben gerade die technischen Fachkräfte, die von jedem zweiten Personalverantwortlichen gesucht werden. Die Rekrutierung von kaufmännischem Personal plant ein weiteres Drittel und Berufseinsteiger werden immerhin von 23 % der Recruiter explizit gesucht.

Online-Jobbörsen bei Effizienz weit voraus

Die Möglichkeiten neue Mitarbeiter zu finden, haben sich durch die zahlreichen neuen Kanäle des Web 2.0 beständig erweitert. Trotzdem sind die Online-Jobbörsen bei 95 Prozent der Befragten in puncto Quantität, Qualität und Kosten noch immer Spitzenreiter. Die bestehenden Netzwerke von Mitarbeitern und Bekannten als Recruitingkanal sind für jeden zweiten sehr effizient. Danach folgt die Mitarbeitergenerierung über eigene Karrierewebseiten und das Schalten von Inseraten in Tageszeitungen.

HR-Budget wächst um 36 %

Immer neuere Arbeitsfelder erschließen sich in der Personalarbeit. Welche werden 2012 aber besonders anvisiert? An vorderster Stellen stehen Themen wie die Personalbeschaffung und das Social Recruiting. Die Hälfte der Befragten misst auch der Personalentwicklung eine große Bedeutung zu. Um diese Themenbereiche ausreichend zu verwirklichen, werden die HR-Budgets bei 36 Prozent der Unternehmen aufgestockt. Die Hälfte der Teilnehmer will mit der Budgetierung aber auf dem Niveau von 2011 bleiben.

Thema Social Recruiting

Social Media bleibt weiterhin ein Trend. Unter den Netzwerken ist Xing der eindeutige Spitzenreiter, gefolgt von Facebook. Vorrangig werden die Kanäle für die Suche nach interessanten Bewerbern eingesetzt. Die Anzahl jener, die über diese Medien bereits freie Stellen ausschreibt, ist mit 27 Prozent jedoch noch relativ gering. Das könnte sich 2012 aber durchaus ändern. Zwei Drittel der Befragten wollen künftig mehr Zeit in die Arbeit mit dem Web 2.0 investieren.