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Social Media ist in HR noch lange nicht angekommen

Am 21nov2011 rief HRweb zur Teilnahme an der Studie „Social Media – Verbreitung und Potenziale für die unternehmensinterne Nutzung“ von Anneliese Breitner, PhD auf. Neben

  • den inhaltlichen Erwartungen von Entscheidungsträger an Social Media Tools wurde unter anderem
  • der sinnvolle unternehmensinternen Einsatz

abgefragt. Die Kernaussagen zeigen ein interessantes Bild der Nutzung von Social Media in Österreichs Unternehmen.

Rund 160 Telinehmer bestätigten, dass Kommunikation über Social Media an Kunden bereits zum Alltag gehört, während die Kommunikation über Social Media an potenzielle und bestehende Mitarbeiter noch in den Kinderschuhen steckt. Dies überraschte die Projektgruppe umso mehr, als bis dato immer eine 360 Grad Perspektive, also die Transparenz nach außen und innen, gerade in Hinblick auf Social Media, State of the art war. Die Frage, die sich vor dem Hintergrund des demografischen Wandels stellt, ist, ob eine  getrennten Betrachtung von internen und externen Kommunikationsthemen noch aufrecht zu erhalten ist, oder das bereits einen Wettbewerbsvorteil für Unternehmen, die Social Media als ganzheitliche Lösung betrachten, bedeutet.

Personalisten sind gefordert

Laut Studie zeigt sich, dass im Personalbereich großes Potenzial gesehen wird, aber hier Social Media noch nicht wirklich angekommen ist.

Der Einfluss am Arbeitsmarkt als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden (was mittels Social Media durchaus transportiert wird),
sowie ein transparentes Unternehmensprofil (das sowohl intern als auch öffentlich abgeglichen wurde),
kann Unternehmen bei der Suche nach der sprichwörtlichen Nadel im Heuhaufen wesentlich unterstützen. Die Herausforderung besteht darin, durchgängig nachvollziehbar und soweit möglich widerspruchsfrei zu kommunizieren, um als Unternehmen, für das potenzielle Bewerber gerne arbeiten möchten, wahrgenommen zu werden. Der Aufbau einer entsprechenden Unternehmenskultur sowie den Ausbau bestehender Mitarbeiterkompetenzen sollte Personalisten dabei unterstützen.

Teilnehmerstruktur

Die Studie die von einer breitfächerten Teilnehmerstruktur der unterschiedlichsten Branchen beantwortet wurde, allen voran Konsulenten (44 %), spiegelt insbesondere den Praxisstand hinsichtlich unternehmensinterner Nutzung von Socia Media aus verschiedenen Perspektiven (Vorstände, Geschäftsführer – 32%, Personalisten – 17 %, Marketingfachleuten 13 %, sowie IT/PR/Social Media Leuten und 27% Anderer) wieder. Interessant die demografische Statistik: 62 % Männer stehen nur 38 % Frauen gegenüber – ist Social Media männlich?

Der falsche Kommunikationsfokus?

Der Umgang mit Bedrohungen durch Social Media ist bei den Befragten funktional gelöst, weniger interdisziplinär, kaum präventiv. Vor dem Hintergrund der wachsenden Vernetzung sowohl in technischer Hinsicht als auch auf persönlicher Ebene ergab die Studie, dass dialogorientierte Kommunikation – also eine Kommunikation, welche Perspektivenvielfalt zulässt und produktiv damit umgeht – noch wenig im Fokus der Befragten liegt. Der bewährte, herkömmliche Weg scheint nach wie vor der Beste. Evaluiert werden von einem Drittel der Reaktionen auf Beiträge des Unternehmens, die dahinterliegende qualitative Seite interessiert noch kaum. Das ermöglicht jenen einen Vorteil, die in der Lage sind daraus einen Wettbewerbsvorsprung zu lukrieren und sich intern so aufstellen, um auch gegen härteren Wind gewappnet zu sein.

Mitarbeiter werden von den Teilnehmern als kritisch im Umgang mit Social Media einschätzt und ein Reflexionsbewusstsein dahingehend bestätigt, dass Inhalte im Internet elektronisch dauerhaft verfügbar und veränderbar sind. Darüber hinaus wird in der Studie deutlich, dass Social Media integrativer Bestandteil in der Arbeitswelt geworden ist, um Wissen zu teilen, sich zu vernetzen, zu recherchieren etc. Gleichzeitig werden jedoch interne Potenziale von Social Media Tools wie etwa das Abbilden kreativer Prozesse, das Vornehmen übergreifender Terminkoordination oder eine parallele Bearbeitung von Dokumenten von den Studienteilnehmern kaum in Erwägung gezogen. Damit verbundene Potenziale in der effizienten Arbeitsorganisation bleiben weiterhin verborgen.

Anneliese Breitner über ihren Aha-Effekt bei dieser Studie:“Das überraschendste für mich war, wie wenig Personalisten sich mit dem Thema Social Media bisher pro aktiv auseinandersetzen bzw. dass Unternehmen sich kaum intern entsprechend interdisziplinär mit Möglichkeiten, Chancen und Risiken auseinandersetzen“.

 

Die Studiengruppe wird die Ergebnisse in einem Praxisleitfaden (Erscheinungsdatum Frühjahr 2012) veröffentlichen. Für Fragen oder bei Interesse steht Anneliese Breitner PhD gerne unter office@anneliese-breitner.com zur Verfügung.

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