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Der Wert von Lehrlingen für ein Unternehmen?!

Alle Welt spricht vom Fachkräftemangel oder auch „War of Talent“ genannt. Strategien wie die besten Talente an das Unternehmen zu binden bzw. sich besonders im Employer Branding hervorzutun, werden dabei im selben Atemzug genannt. Wie wäre es aber damit, die besten Talente gleich direkt im eigenen Unternehmen auszubilden? Als Lehrlingsbetrieb kann selbst dafür die Verantwortung übernommen werden, damit die Aus- und Weiterbildung bestmöglich erfolgt. Welchen Wert haben Lehrlinge nun tatsächlich für ein Unternehmen?

Vor allem in technischen Berufen wird es immer schwerer gute Fachkräfte zu finden. Unternehmen unterschätzen vielfach die Möglichkeit, sich ein Zertifikat für einen Lehrbetrieb ausstellen zu lassen. Dabei hält sich der Aufwand aber durchaus in Grenzen. Wer bereits die Meisterprüfung absolviert hat, erfüllt alle Voraussetzungen. Denn in dieser Ausbildung erhält man bereits alle rechtlichen Informationen und auch mit dem methodischen und didaktischen Teil wird man vertraut.

Die Wirtschaftskammer Österreich hat in einem Dokument 5 Schritte zusammengefasst, mit denen man zum perfekten Lehrling findet („Erstmaliges Ausbilden von Lehrlingen„):

  • Antrag zur Eignung zum Lehrbetrieb
  • Zuständige Person für die Lehrlingsausbildung bekanntgeben
  • Intensive Lehrlingssuche über verschiedene Kanäle
  • Screening der Bewerber (Check der Bewerbungsunterlagen, Vorstellungsgespräch, Probearbeiten etc.)
  • Abschluss des Lehrvertrages

Das Unternehmen am besten präsentieren

Der Zielgruppe der Hauptschüler und Gymnasiasten gilt es besonders zu überzeugen. Methoden, wie die Präsenz an schulischen „Tagen der offenen Tür“ oder das Angebot von Schnuppertagen für Interessierte können helfen, die Bekanntheit unter den Jugendlichen zu steigern.

“Wir machen Lehre”

Auch die Jobbörse careesma.at betreibt in Zusammenarbeit mit dem Portal money24.at einen Lehrlingschannel: http://money.oe24.at/lehre. Auf dem Portal können sich Betriebe, die Lehrlinge ausbilden, optimal präsentieren. Dazu wurde ebenfalls das Profil “Wir machen Lehre” auf Facebook geschaffen.

Social Media bei den Lehrstellensuchenden top

In Deutschland hat sich die Unternehmensberatung Kienbaum das Thema Social Media bei Lehrling näher angesehen Das Ergebnis war zwar nicht unerwartet, aber dennoch ist es überraschend hoch. Zwei Drittel der befragten Schüler surften bereits einmal auf einer Unternehmensseite in einem Sozialen Netzwerk. Als Informationsmedium beim Thema Jobsuche ist das Internet bei den Schülern eindeutig Spitzenreiter: 90 % informieren sich online über Unternehmen und ausgeschriebene Stellen.

Lehrlingshochburg Oberösterreich

In welchen Teilen Österreichs werden aber am meisten Lehrlinge ausgebildet? Laut einer Statistik der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) war das Ende 2011 das Bundesland Oberösterreich mit 27.631 Auszubildenden, gefolgt von Niederösterreich und Wien mit jeweils ca. 19.000 Lehrlingen.  Sieht man sich die Verteilung in Branchen an, liegt das Gewerbe und Handwerk eindeutig vorne: Hier werden knapp die Hälfte aller Lehrlinge in Österreich ausgebildet. Weit abgeschlagen liegt der Sektor des Handels mit 14 % auf Platz zwei.

Zu den aktuellen Lehrlingsstatistiken

Weitere Artikel des Recruiting Clubs finden Sie unter www.recruitingclub.at!

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