HRweb | Die erfrischende Plattform für Human Resources

Über Geschichte(n) und Identität

Bereit für ein kleines Experiment? Fein! Schalten Sie Ihre grauen Zellen nun in den Selbstbeobachtungs-Modus. Und jetzt denken Sie ein paar Minuten ganz intensiv über die gar nicht so banalen Frage nach: Wer bin ich?

Welche Szenen spielen sich dabei auf der Bühne Ihres Bewusstseins ab? Ein guter Teil davon werden Anekdoten aus Ihrem Leben sein. „Narrative Identität“ nennt das die Psychologie. Diese Geschichten, die wir über uns erzählen, stecken unsere Identität ab. Sie erzählen unsere Werte und Verhaltensmuster.

Wie sieht das nun in Unternehmen aus, wie kommt hier Identität zustande? Im Leitbild, das seit dem letzten Managementmeeting rechts über Ihrem Schreibtisch hängt? Ja schon … und noch viel stärker in den unzähligen Anekdoten, die sich die Menschen in und im Umfeld Ihrer Organisation erzählen.

Zumeist fristen diese Geschichten ein Dasein meilenweit unter der Wahrnehmungsschwelle des Managements. Einige aufmerksamere Unternehmen beginnen My-Story-Projekte und nutzen diesen Fundus positiver Beispiele für die interne Kommunikation.

Wir behaupten, dass diese Geschichten noch viel mehr können. In Summe erzählen sie nämlich die Firmengeschichte – jenseits einer Zahlen-Daten-Fakten-Chronik und geben authentisch Auskunft über die DNA einer Marke. Nach so einem Traditionsprojekt liegen die Markenwerte quasi am Tisch – lebenstauglich und vielfach erprobt. Und dadurch unmittelbar nutzbar für Internal und Employer Branding.


Gastautor: Johannes Angerer von IDENTITÄTER®, Johannes.Angerer@identitaeter.at

teilen

Ein Kommentar

  1. peter.wind@windpin.com am

    Geschichten der eigenen Mitarbeiter über ihren Arbeitgeber sind wirklich wertvoll. Eine Herausforderung sehe ich darin, dafür zu sorgen, dass diese nicht nur punktuell, z.B. im Rahmen eines Employer Branding Projektes, sondern laufend geschrieben werden; und das möglichst nicht immer von den gleichen Mitarbeitern.
    Eine Überlegung wäre es auch, diese Geschichten als Blog zu verfassen, zu dem andere Kollegen dann ihre Kommentare oder Ergänzungen abgeben. So würde das mit noch mehr Leben gefüllt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.