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Liebe & Employer Branding: Es gibt nichts Gutes, außer

Ein Mann flüstert seiner Partnerin zärtlich seine „Bindungs-Förderungs-Strategie 2013“ ins Ohr. Er habe sich fürs neue Jahr zahlreiche Maßnahmen überlegt, mit denen er ihr demonstrieren werde, welch attraktiver Partner er doch sei. Wie viele Beziehungspunkte kriegt er dafür?

Mehrere österreichische Unternehmen erklären auf Websites oder in Presseaussendungen ihr neues „Employer Branding“. Sie erklären detailliert, mit welch ausgefeilten Maßnahmen sie potenziellen Bewerbern nun demonstrieren werden, welch attraktiver Arbeitgeber sie doch seien. Wie viele Image-Punkte gibt das?

Für die Liebe wie für Employer Branding gilt: Vorsätze, Pläne und Konzepte sind wichtig und gut – und für die Zielpersonen absolut uninteressant. Für die zählt nur eines: Was spüre ich davon? Oder wie Erich Kästner und meine Oma schon sagten: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“

Für Employer Branding Projekte bedeutet das:

  1. Sprechen Sie Klartext gegenüber der Geschäftsführung: Wirksames Employer Branding bedeutet immer auch Änderung von Prozessen.
  2. Investieren Sie 1/3 der Energie für die Positionierung und Planung, 2/3 für die Umsetzung.
  3. Die wichtigste Perspektive ist die Ihrer Bewerber und Mitarbeiter. Betrachten Sie alle Prozesse und Maßnahmen immer wieder durch deren Brille.

Also: Wie sehr fühlen Bewerber Ihre knackige Positionierung im Einladungsmail zum Erstgespräch? Welche Botschaft vermittelt Ihr Standard-Dienstvertrag? Ein schneller und wirksamer Hebel zur fühlbaren Arbeitgebermarke ist markenorientiertes Corporate Wording.

„Spüren statt plakatieren“ wäre vielleicht ein guter Vorsatz für 2013.

Gastautor: Johannes Angerer von IDENTITÄTER®,  Johannes.Angerer@identitaeter.at

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