Die ICH-Marke – ähnlich wie das Employer Branding für das Unternehmen Wichtigkeit hat, so kann es für den Einzelnen interessant & relevant sein, sich als Person zur Marke zu machen. Das wird v.a. Sinn machen wenn jemand in der Karriereleiter aufsteigen möchte, die Selbständigkeit vor Augen hat, oder sich aus anderen Gründen sichtbar machen möchte.

Das Recruitingclub-Team stellte einige Tipps zum Thema Ich-Marke zusammen:

Am Arbeitsmarkt zählt Individualismus heute mehr denn je. Schon seit Jahren wird von der Bewerbermarke gesprochen, die sich ein Jobsucher aufbauen muss, um erfolgreich zu sein. Das Markenwesen geht aber noch viel tiefer. Jeder, der erfolgreich sein und sich überzeugend verkaufen will, sollte sich über seine eigene Persönlichkeit Gedanken machen.

Das fängt beim normalen Arbeitnehmer, der sich in einem bestimmten Bereich etablieren und so die Karriereleiter hinaufklettern will, an und hört bei der Führungspersönlichkeit, die sich als Leader etablieren möchte, auf. In puncto Vorgesetzter kann eines gesagt werden: Wenn Ihre Mitarbeiter und Kollegen nicht wissen, was das Besondere, also die Marke an Ihnen ist, dann liegt das nicht an ihrem Team, sondern der Aufbau Ihrer Marke ist noch nicht erfolgreich geglückt.

Wer bin ich und wo fängt man am besten an?

Wo sollte man bei der Etablierung dieser Ich-Marke anfangen? Dem ganzen einen Stempel aufzudrücken, damit ist es nicht getan. Vor allem welcher Stempel sollte es sein? Überlegen Sie sich, was Sie auszeichnet und für welche Werte Sie stehen. Wofür schätzen Sie Kollegen und Freunde? Als beliebtes Beispiel wird gerne folgendes erwähnt: Lassen Sie einige Bekannte fünf ihrer besten Eigenschaften aufzählen. Decken diese sich mit Ihrem Selbstbild?

Der Gedanke hinter diesem Personal Branding ist nämlich folgender:
Anpassung ist out, Selbstvermarktung hingegen in.

Ich habe meine Marke, ich bin auf sozialen Medien

Ein paar Tweets dort, ein LinkedIn-Gruppen-Eintrag da und schon hat man sich selbst schon wieder „gebrandet“. Diese Einstellung teilen viele. Allerdings ist das nicht genug. Man darf auf das berühmte „Networking“ und direkte Kommunikation nicht vergessen. Persönliche Gespräche auf Events und bei Branchen-Stammtischen stellen dabei den besten Rahmen dar. Hier können Sie „fachsimpeln“ und ausreichend Kontakte austauschen.

Vergessen Sie nicht das WWW!

So ganz ohne das Internet geht es dann aber doch nicht. Finden Sie hier 5 Tipps, mit denen der Aufbau Ihrer eigenen Marke noch heute beginnen kann. Einige erfordern intensiveren Einsatz der Onlineressourcen und bei anderen hingegen ist Face-to-Face Kommunikation ausschlaggebend. Starten wollen wir mit folgendem Hinweis:

  1. Um auch bei der Online-Suche vorne vertreten zu sein, gehört ein gut ausgewähltes Profil von Google-Plus dazu. Benennen Sie es mit Ihrem vollen und vor allem offiziellen Namen, wird es bei der organischen Suche auch jederzeit gefunden.
  2. Um ihre Online-Reputation zu sichern, sollten Sie auch versuchen, auf weiteren sozialen Medien Konten anzulegen. Wenn Sie Glück haben, ist dieser noch nicht vergeben und sie können sich ein durchgängiges Portfolio im Netz erstellen. Natürlich sollten diese Accounts auch gepflegt und mit interessanten Infos gefüttert werden.
  3. Bei zahlreichen interessanten Profilen, ist es schwer das beste herauszupicken. Das sollte aber unbedingt gemacht werden, weil nur so eine wirklich gute Referenz zustande kommt. Bei Bewerbungen, Signaturen oder Visitenkarten interessiert nämlich niemanden eine Vielzahl von Seiten. Eine ausschlaggebende und aussagekräftige genügt.
  4. Diskutieren Sie übe Kanäle wie Twitter, LinkedIn und Xing. Finden Sie die meinungsstärksten Gruppen und Accounts und zetteln Sie interessante Gespräche an. Damit sorgen Sie dafür, dass andere auf Sie aufmerksam werden und Sie als Experte anerkennen.
  5. Übertragen Sie Ihre Online-Kontakte auch auf die Offline-Welt. Sind Sie mit jemandem länger in Kontakt, wird es Zeit, ihn auch einmal bei einem Kaffeeplausch kennenzulernen. Das kann für gegenwärtige als auch für zukünftige Projekte von Vorteil sein.