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ProTEAM: Selbststeuernde Teams implementieren

Partner auf Augenhöhe

5 oberösterreichische Betriebe haben gemeinsam an der Einführung selbststeuernder Teams in der Produktion gearbeitet und diese nach einer Projektlaufzeit von 10 Monaten erfolgreich implementiert. Neben 5 allgemein gültigen Erfolgsvoraussetzungen die definiert wurden, konnten zudem bereits nach kurzer Umsetzungszeit erste Erfolge erzielt werden.

Projektpartner:
ifw kunststofftechnik GmbH (Koordinator)
Edlmair Kunststofftechnik GmbH
Az zendulka GmbH
Banner Kunststoffwerk GmbH
Siegfried STEINER GmbH und Mag. Walter Helmberger (ext. Berater)

Ausgangssituation

Unternehmen sind immer mehr gefordert, ihre Produktion durch den Einsatz von selbststeuernden Produktionsteams flexibler und besser steuerbar zu gestalten. Aufgrund des enormen Wettbewerbsdrucks stehen die Betriebe zusätzlich vor der Herausforderung, die Maschinenlaufzeiten der Produktionsanlagen durch den Einsatz von Schichtmodellen deutlich zu steigern.

Selbststeuerung als Schlüssel zum Erfolg

Wo man durch Schichtmodelle die Auslastung steigert, um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen die Teams dahinter vermehrt zu eigenverantwortlichen und wendig einsetzbaren Akteuren avancieren. „Selbststeuerung“ heißt der Schlüssel zum Erfolg. Neben der ökonomischen Relevanz haben selbstgesteuerte Teams in der Fertigung die Fähigkeit, sowohl den Betriebserfolg, als auch die Motivation und Entfaltungsmöglichkeiten der Teammitglieder zu steigern. Dennoch ist eine gewisse Ambivalenz zu spüren, denn die Bildung und Organisation des Produktionsablaufes in teilautonome Teamstrukturen hat großes Potenzial, ist aber auch eine enorme Aufgabe. Wobei selbststeuernde Teams, gerade in kleineren und mittleren Unternehmen, die Flexibilität der Produktion steigern können.

Fünf Voraussetzungen für den Erfolg

Die Betriebe haben – unter der Projektleitung des Beraters Mag. Walter Helmberger – gemeinsam erfolgreiche autonome Teamfertigungen untersucht und fünf allgemein gültige Erfolgsvoraussetzungen definiert:

1. Teamstruktur der Selbststeuerung anpassen
Klar definierte Teams mit aktiv in die Planung eingebunden Teamleitern (TL).

2. Rechte und Pflichten der Teams gemeinsam erarbeiten
Prozesse müssen eindeutig definiert und Entscheidungen der TL transparent im Produktionssystem nachvollziehbar sein.

3. Grenzen der Selbststeuerung eindeutig definieren

4. Teamleiter mit entscheidungsrelevanten Informationen versorgen
Die TL benötigen Einblick in vor- und nachgelagerte Prozesse. Fertigungstermine müssen priorisiert werden.

5. Erfolgsmessung pro Team
Selbstgesteuerte Teams erfordern eine sehr exakte und nachvollziehbare Erfolgsmessung.

Erste Erfolge im Projekt

  • Auftragsspitzen konnten durch rasches Reagieren bewältigt werden.
  • Massive Steigerung der Maschinenlaufzeit schaffte freie Kapazitäten.
  • Höhere Zufriedenheit und mehr Identifikation mit der Aufgabe.
  • Mitarbeiter stehen voll hinter dem System und sind in die Weiterentwicklung eingebunden.

Synergien im Kooperationsprojekt

Die Projektpartner arbeiteten von Februar bis Dezember 2012 firmenübergreifend an neuen Lösungen, um selbstgesteuerte Teams erfolgreich einzusetzen. Analysiert wurden notwendige Rahmenbedingungen zur Eingliederung dieser teilautonomen Produktionsteams in die bestehenden Produktionsprozesse. Für die Rollen und Regelwerke innerhalb der einzelnen Produktionsteams wurden ebenfalls neue Lösungen erarbeitet. Die Erkenntnisse wurden von den Kooperationspartnern gleich auf Praxistauglichkeit geprüft.

In den regelmäßigen Treffen standen jeweils ein Schwerpunktthema als auch der überbetriebliche Austausch zu den gemachten Erfahrungen und überwundenen Stolpersteinen im Vordergrund.

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Ein Kommentar

  1. Anna Weingärtner am

    Außerdem werden so die vorhandenen Kompetenzen im Team deutlich mehr genutzt!
    Sehr interessanter Ansatz!

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