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Internationale Präsentationen & Diversity Management

Internationale Präsentationen mit Diversity Management erfolgreicher machen

Wie kann sich nun ein einzelner Mitarbeiter, der vor Kollegen, Vorgesetzen oder Kunden am internationalen Parkett präsentieren muss, mit Diversity Management einen Wettbewerbsvorteil verschaffen? Immer mehr Unternehmen erkennen weltweit, dass sie erfolgreicher sind, wenn sie aktiv Diversity Management betreiben und es schaffen, ihre Belegschaft mit all ihrer Vielfalt optimal in die Firmenkultur zu inkludieren. Was aber bedeutet das für den Einzelnen?

Für eine Führungskraft eines internationalen Unternehmens kann das zum Alltag zählen: Heute im Mühlviertel, übermorgen Stockholm und nächste Woche Brasilien. Überall soll ein neues Projekt präsentiert werden, neue Ideen sollen begeistern und Mitarbeiter motiviert werden. Die Führungskraft frischt die Englischkenntnisse aus, bereitet Zahlen und Fakten vor und fühlt sich gut gerüstet, das Projekt zu verteidigen. Und dann ist die Präsentation gar nicht so erfolgreich wie erwartet.

Wer sitzt denn meinem Publikum?

Stephen Ash ist Senior Consultant bei Berlitz und trainiert seit vielen Jahren sowohl in Coachings als auch in Gruppen-Seminaren. Er kennt diese Beispiele gut: „Die Teilnehmer sind oft ganz erstaunt, wenn ich sie frage, wer denn im Publikum sitzen wird. Der Publikumsanalyse wird gerade im internationalen Umfeld viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Die Teilnehmer kennen vielleicht die wichtigsten Höflichkeitsformeln in der Landessprache und wissen ob sie jemandem die Hand schüttel dürfen oder nicht, sie haben sich aber keine Gedanken gemacht, wie das Publikum bevorzugt Informationen aufnimmt und von welchen Motivatoren sie beeinflusst werden.“

Diversity Management für mehr Erfolg bei Kunden

Stephen Ash konfrontiert die Teilnehmer in seinem Training dann mit Themen wie induktiver und deduktiver Informationsaufnahme. Aufgrund der verschiedenen kulturellen Einflüsse gibt es ein Zielpublikum, das mit Zahlen und Fakten zu beindrucken ist und eines, das man nur mit praktischen Beispielen überzeugen kann. Wer erfolgreich Projekte und Produkte präsentieren will, muss also die Vielfalt seines Publikums berücksichtigen und Diversity Management betreiben. Dazu zählt auch, die Sprache anzupassen. Im internationalen Geschäftsleben wird Englisch gesprochen, was für die meisten nicht ihre Muttersprache ist. Gewählter Ausdruck und kunstvolle Sätze sind deshalb oft fehl am Platz. Stephen Ash empfiehlt: „Unmissverständliche Vokabeln zu verwenden und sich klar und deutlich auszudrücken ist erfolgsversprechender. Ein gnaz simples Beispiel: Verwenden Sie etwa für „richtig“ lieber „correct“, das Wörtchen „right“ hat 2 Bedeutungen und kann auch mit „rechts“ übersetzt werden.“

„Food for Thoughts“ oder „Call to Action“?

Die Herausforderung liegt meist in der Tatsache, dass das Auditorium nicht gut gekannt wird und schwer einzuschätzen ist. Stephen Ash empfiehlt deshalb, möglichst viele unterschiedliche, kulturelle Präferenzen zu inkludieren: „Es gibt die, die am Ende über das Gehörte nachdenken wollen, für die bereite ich ein paar Gedanken vor, die sie sich mit nach Hause nehmen können. Und für die, die lieber gleich anpacken möchten, habe ich am Schluss meiner Präsentation einen konkreten Auftrag oder Vorschlag, den sie unmittelbar umsetzen können. So schaffe ich es, am Ende meiner Rede allen Zuhörern in ihrer persönlichen Vielfalt zu begegnen, sie zu inkludieren und sie für mich und mein Produkt oder Projekt zu gewinnen.“

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