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Personal-Leasing | AÜG-Novelle: 1/2 Jahr danach

Am 1jan2013 trat die Novelle zum Arbeitskräfteüberlassungsgesetz (AÜG) in Kraft. Die Inhalte sind vielschichtig: Einbeziehung in die Pensionskassenregelung, Entgelt-Anspruch, Gleichbehandlung / Diskriminierungsverbot, Mitteilung bzgl. Überlassungs-Ende, Aus- und Weiterbildung, u.v.m.

HRweb berichtete über Inhalte, Vorteile und Nachteile:

 

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Seither ist ein halbes Jahr vergangen. Wie sehen es jene, die es am direktesten betrifft – die Arbeitskräfteüberlasser?

Welche Befürchtungen sind eingetroffen?

David Ehtreiber (APS Austria Personalservice): Nach mittlerweile einem halben Jahr AÜG Novelle stehen wir dieser sehr positiv gegenüber. Es haben sich dadurch nicht nur Vorteile für den Arbeitnehmer ergeben sondern auch ein umdenken bei den Beschäftigerbetrieben. Trotz alle dem ist es noch keine Selbstverständlichkeit, dass Beschäftiger aus Eigeninitiative das Überlassungsende bereits 2 Wochen im Vorfeld bekannt geben. Durch unsere sehr gute Vertriebsmannschaft und die intensive Kundenbetreuung meistern wir diese gesetzliche Herausforderung.

Judith Novak (ANOVA HR-Consulting): Wir begrüßen die Reform des AÜG, da wir den Schutz der Arbeitnehmer und die rechtliche Gleichstellung des Leasingpersonals für ein längst reformbedürftiges Thema hielten. Was man hier konkret befürchtet hatte, lässt sich daher für ANOVA nicht rückschließen, da die Regelung für uns in jeder Hinsicht positiv erscheint und wir keine Spezialisten im Bereich der Leiharbeit sind, sondern uns auf Arbeitkräfteüberlassung spezialisieren.

Welche Entwicklungen können als positiv betrachtet werden?

Judith Novak (ANOVA HR-Consulting): In erster Linie sehen wir den Vorteil in der höheren Transparenz der gesetzlichen Regelungen nicht nur auf Seite der Arbeitgeber, sondern auch auf Arbeitnehmerseite. Bislang hatten Leiharbeiter keine klaren Regelungen in Bezug auf Urlaube, Krankenstände und Pflegefreistellungen und waren beispielsweise im Bezug auf Betriebspensionen oder Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen im weitesten Sinne nicht bedacht. Diese Kritikpunkte sollten damit weitestgehend beseitigt sein, was wir als äußerst positiv betrachten.

David Ehtreiber (APS Austria Personalservice): Durch die neuen gesetzlichen Bestimmungen sind viele  Aspekte für den Arbeitnehmer klarer und eindeutiger geworden. Viele  Gesichtspunkte  welche zuvor speziell Arbeitnehmer eines Arbeitskräfteüberlassers nicht betroffen haben, kommen auch hier zu tragen und ein weiterer Schritt zu noch mehr Gleichstellung mit dem Stammpersonal kristallisiert sich heraus. Unsere Mitarbeiter haben dadurch das Gefühl bekommen, dass ihr Tun und Ihre Leistung in der Wertschätzung steigen.


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Die Gesprächspartner

Judith Novak

Geschäftsführerende Gesellschafterin

ANOVA HR-Consutling GmbH

www.anova.net

Unternehmens-Profil


David Ehtreiber

Stabstelle Arbeitsrecht

APS Austria Personalservice GmbH

www.apsgroup.at


Interview durchgeführt von

Autor Selan Eva

Mag. Eva Selan, MSc

Geschäftsführerin

HRweb

Eva.Selan@HRweb.at

www.HRweb.at

Autoren-Profil | Eva Selan


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Ein Kommentar

  1. HR Cosultant am

    Hallo,

    vielen Dank für diesen Personalleasing Artikel. Vor allem Judith Novak (ANOVA HR Consulting) möchte ich beistimmen. Gerade bei dem Personal Outsourcing ist es wichtig, dass die ganze Payrolling Geschichte nicht auf den Rücken der Arbeitnehmer ausgetragen werden.
    Daher finde ich auch, dass diese AÜG-Reform gerade bei externem HR Services und HR Outsourcing eine nicht unbedeutende Rolle spielt.

    Umfasst sie eigentlich auch Freelancer (freier Mitarbeiter)

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