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Employer Branding ist kein reines Recruiting-Tool!

Wer Employer Branding als reines Recruiting-Tool sieht, hat das Thema nicht ganz verstanden. Das Recruiting-Club-Team hat kurz zusammengesellt, welche Aspekte zusammenspielen.

 

Die Mitarbeiter als Markenbotschafter

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Wer eine Marke erschaffen bzw. etablieren will, muss darauf achten, dass alle Teilbereiche zusammenspielen und authentisch wirken. Am deutlichsten wird das beim Zusammenspiel von internem und externem Employer Branding sichtbar. Es bringt nichts, wenn man in der Außenwirkung über eine gute Reputation verfügt, intern die Mitarbeiter aber wissen, dass die erwähnten Benefits und Unternehmenswerte rein auf dem Papier gelten. Vielmehr wird man die Arbeitgebermarke extern gar nicht etablieren können, ohne auf die internen Faktoren zu achten.

Ist das Unternehmensklima in einer Organisation schlecht und fühlen sich die Arbeitnehmer nicht wohl, verbreitet sich das wie ein Lauffeuer und ein Auftritt auf Messen bzw. eine nett gestaltete HR-Kampagne wird das nicht wegmachen können.

Die Königsdisziplin des Employer Brandings ist es deshalb, die Mitarbeiter zu Markenbotschaftern zu machen. Schafft man es, dass sie ihren Job als guten Arbeitsplatz sehen und dass sie gerne zur Arbeit gehen, werden sie das auch gerne selber weiterverbreiten: bei Gesprächen mit Freunden als auch über soziale Netzwerke. Wo wir schon beim nächsten Thema wären:

Social Employer Branding

Alle Maßnahmen, die in sozialen Medien dazu führen ein Unternehmen attraktiv, innovativ, kreativ etc. wirken zu lassen und es als optimalen Arbeitgeber zu positionieren, werden mit dem Begriff Social Employer Branding bezeichnet. Ein Modewort, das erst seit Kurzem in Verwendung ist. In einer allumfassenden Strategie, in der man sich als Marke gut positionieren will und wo man vor allem auch jüngere Talente ansprechen möchte, sollte diese Komponente nicht fehlen.

3teilung von gemanagtem Employer Branding

Interessant könnte eine Dreiteilung der Employer Branding Maßnahmen sein:

  1. Talentmanagement: Das Ziel ist es, einzigartige Köpfe und Talente anzusprechen. Maßnahmen können etwa eine Partnerschaft mit Universitäten oder die Präsenz auf Absolventenveranstaltungen sein. Beliebt sind auch Wettbewerbe, bei denen die beste und kreativste Idee gesucht wird.
  2. Markenmanagement: Wie können Sie Ihren Unternehmensnamen im Gedächtnis möglichst vieler verankern? Natürlich ist hier die Marketingabteilung Hauptverantwortlicher, aber auch die HR-Abteilung kann diverse Aktionen durchführen um als potenzieller Wunsch-Arbeitgeber zu gelten.
  3. Personalmarketing: Dieser Bereich fällt voll und ganz in das interne Employer Branding. Die Möglichkeiten sind vielfältig um die Belegschaft bei guter Laune zu halten und sie zu Markenträger zu machen.

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Ein Kommentar

  1. Karin Hohn am

    Employer Branding und Recruiting sind (teilweise) getrennt zu betrachten. Employer Branding Maßnahmen wirken langfristig, während Recruiting kurzfristigen Einstellungsbedarf decken soll. Allerdings selektieren Bewerber zunächst, ob sie sich eine Mitarbeit im Unternehmen überhaupt vorstellen können. Geht diese Selbstselektion negativ aus, so gehen vielleicht schon sehr wenige Bewerbungen ein. So bedingt eben das Eine das Andere…

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