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Viele Mitarbeiter merken nicht, dass sie weitergebildet werden?

Selbstbild & Fremdbild klaffen manchmal verehrend auseinander. So auch bei von Unternehmen angebotener Weiterbildung:

  • 90 % der Unternehmen bieten Weiterbildung an (lt. Statistik Austria)

  • 50 % der Mitarbeiter sagt, dass im Unternehmen Weiterbildung angeboten wird.

Da stimmt doch etwas nicht! Die Jobbörse Careesma startete eine Umfrage (66 User).

 

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Welchen Stellenwert hat das Thema Weiterbildung für Arbeitnehmer?

Immerhin ein Drittel der Befragten gab an, in den letzten 12 Monaten eine Weiterbildung besucht zu haben. Was dabei positiv auffällt: Den besuchten Kursen und Seminaren wird durchaus ein gutes Zeugnis ausgestellt. Drei Viertel der Arbeitnehmer sind mit den Möglichkeiten in ihrem Unternehmen zufrieden oder sehr zufrieden.

Weiterbildung in Österreich

Dabei bestätigen sich auch zwei allgemeine Annahmen:

  • Zum einen gilt, je größer das Unternehmen, desto breiter ist das Angebot an betrieblicher Weiterbildung.
  • Zum anderen hat nicht jeder den gleichen Zugang zu Seminaren, Kursen & Co. Je höher die Positionsebene, desto wahrscheinlicher kann von einem Bildungsangebot Gebrauch gemacht werden (und genau hierin mag der eingangs erwähnte Unterschied liegen: im Unternehmen wird wohl Weiterbildung angeboten, doch nciht jeder Mitarbeiter konsumiert sie).

Soft Skills werden immer wichtiger

Besonders hoch im Kurs liegen Ausbildungen, die die Soft Skills verbessern. Die Hälfte der Schulungen findet zum Thema Persönlichkeit und Kommunikation statt. Immerhin rund ein Viertel der Weiterbildenden verbessert sein Wissen in Seminaren zu IT und Technik und weitere 26 % besuchen Kurse rund um Marketing und Verkaufstraining.

Wie profitieren Mitarbeiter von betrieblicher Weiterbildung?

  • 60 % geben an, durch die Weiterbildung mehr Sicherheit und Selbstbewusstsein im Job gewonnen zu haben.
  • Auf 29 % warten nach der Weiterbildung neue Aufgaben und
  • 19 % freuen sich über mehr Verantwortung.
  • Überraschend: 17 %finden, dass ihnen die Weiterbildung gar nichts brachte.

Die Weiterbildungsinitiatoren

Interessant auch die Frage, wie eine betriebliche Weiterbildungsmaßnahme zustande kommt. Hier ist das Verhältnis ausgeglichen:

  • 41 % werden vom Betrieb veranlasst,
  • 20 % wird vom direkten Vorgesetzten vorgeschlagen und
  • immerhin 40 % der Weiterbildungen geschehen auf Eigeninitiative der Angestellten und Arbeiter.
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3 Kommentrare

  1. Hans-Peter Korn am

    Das:
    „90 % der Unternehmen bieten Weiterbildung an (lt. Statistik Austria)
    50 % der Mitarbeiter sagt, dass im Unternehmen Weiterbildung angeboten wird.“
    ist ein hervorragenden Beispiel für die Wirkungslosigkeit der „push“ – Prinzips, also der Idee, Angebote zu machen.
    Eigentlich sollten die Unternehmen Weiterbildung nur dann ermöglichen, wenn ein Mitarbeiter den Wunsch äussert und ihn gut begründen kann, also „Pull-Prinzip“.
    Die Arbeitsmarktfähigkeit zu erhalten und zu erhöhen liegt ja nicht in der Verantwortung der Unternehmen sondern der Mitarbeitenden!

  2. Eva SELAN am

    … wobei die „Arbeitsmarktfähikgeit“ nicht im Interesse des Arbeitgebers liegen kann, da sie die Zeit betrifft nachdem der Mitarbeiter das Unternehmen verlassen hat …

  3. Christian Dicke am

    Aus meiner Sicht auch ein Kommunikationsproblem:
    1. Weiterbildungen sollten aktiv angeboten werden
    2. Definiton einer bestimmten Anzahl an Weiterbildungen/a/MA
    3. Ein nachhaltiger Projektname z.B. „Teil unserer Stratgie xy“
    4. Aushändigen von Zertifikaten/Teilnahmebescheinigungen auch bei internen Weiterbildungen

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