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Betriebliche Altersvorsorge | steuer-optimierend & mitarbeiter-bindend

lightningStaatliche Pensionen sinken. Es kommt auch auf Unternehmen eine höhere Verantwortung zu, die Problematik zu lösen. Betriebswirtschaftlich sinnvolle Möglichkeiten gibt es im Rahmen der zweiten Pensionssäule, der betrieblichen Altersvorsorge.  Wolfgang Ellmaier beschreibt die wichtigsten Fakten und wie man die Bindung zum Unternehmen stärkt.

Jetzt vorsorgen, bevor uns das Gewitter am Ende der beruflichen Straße trifft …

Es gibt viele Gründe, dass die staatlichen Pensionen weiter sinken. Die steigende Lebenserwartung, längere Ausbildungszeiten, sinkende Geburtenraten etc. Immer mehr Pensionsberechtigte müssen von immer weniger Beitragszahlern finanziert werden. Einbußen bei der Pension gibt es beispielsweise durch weniger Beitragsjahre im Pensionssystem oder durch hohe Einkommensschwankungen.

Die Herausforderung ist jetzt, betriebswirtschaftlich sinnvoll im Rahmen des Unternehmens und steueroptimal für alle Beteiligten einen Ausgleich zu schaffen. Man kann davon ausgehen, dass die beschriebene Problematik eine immer grössere Bedeutung für Mitarbeiter bekommt. Der Gesetzgeber gibt mit der zweiten Pensionssäule ausreichend Möglichkeiten.

Wie funktioniert eine höhere Pensionsleistung mithilfe einer Steuerersparnis?

Eine Lohnerhöhung von € 100 kostet das Unternehmen € 131,31. Nach Abzug der Lohnsteuern und der Sozialversicherungsbeiträge bleiben (je nach Steuerprogression) netto ca. € 50,97 für den Dienstnehmer übrig (Grenzsteuersatz ca. 43,2%). Bei einer privaten Vorsorge könnte dieser Betrag zur Ansparung verwendet werden. Im Unterschied dazu stehen im Rahmen einer Firmenpension die ganzen € 100 für die Ansparung zur Verfügung. Es baut sich mehr an Kapital auf. Die Besteuerung wird nach hinten verschoben, es kommt erst bei Zufluss in der Pension zur Besteuerung. Das zumeist mit einem günstigeren Steuersatz.

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Generell kann gesagt werden, dass Soziallohn in Form einer Firmenpension dem Unternehmen um gut 30 % günstiger kommt als Barlohn. Die entsprechenden Beiträge sind komplett von Lohnabgaben und Sozialversicherungsbeiträgen befreit. Für das Unternehmen gelten die Zahlungen (zB für das Ansparen der Pension mit einer Versicherung) als steuermindernde Betriebsausgaben.

Der Nutzen aus Sicht der HR-Abteilung

Egal ob Krisensituation oder Hochkonjunktur. Die erfolgreichsten Unternehmen zeichnen sich durch die Leistungen ihrer besten Köpfe aus. Wie wird man für solche Mitarbeiter zu einem besonders attraktiven Arbeitgeber? Eine Antwort darauf ist sicher, dass man sich als Unternehmen auch Gedanken über die Zukunft der Arbeitnehmer macht. Viele Unternehmen haben das bereit erfolgreich vorgezeigt. Die nachfolgende Grafik zeigt Motive von Firmen, die bereits Firmenpensionslösungen etabliert haben.

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(Quelle WIFO, zum Vergrößern anklicken)

Fazit

Höhere Bindung von guten Mitarbeitern und eine  höhere Attraktivität für neue Bewerber durch die Einführung einer betrieblichen Altersvorsorge ohne zusätzlich steigende Kosten.

ellmaier_wolfgangGastautor: Wolfgang Ellmaier ist seit mehr als 17 Jahren für die Finanzen von Unternehmen und Privatpersonen beratend tätig. Er ist Unternehmensberater, Vermögensberater und Autor von zahlreichen Fachbüchern (unter anderem “Pensionsvorsorge & Vermögensaufbau”, Verlag Österreich) und Fachartikeln (in Kurier, Trend, AStN – Aktuelle Steuernews etc.). www.firmenpensionen.com

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