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Pensionskonto online & Rehabilitationsgeld: Weniger Pension – online einsehbar

Rehabilitationsgeld, Umschulungsgeld, das transparente Pensionskonto online und ein neuer Berechnungsschlüssel für die Pensionen sind die wichtigsten Neuerungen 2014 für Berufstätige in Österreich.

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Das Thema Pensionen sorgt bei der neuen Regierung für einige Unstimmigkeiten. Sollte das generelle Pensionsantrittsalter angehoben werden? Wenn nicht, wie schafft man es das tatsächliche Antrittsalter anzuheben? Ist das aktuelle Pensionssystem in der Zukunft noch finanzierbar? Auf die meisten dieser Fragen wurden noch keine Antworten gefunden. Stattdessen gibt es 2014 erst einmal zwei gravierende Neuerungen: Abschaffung der befristeten Invaliditätspension und dafür Einführung eines Rehabilitationsgeldes und Einsatz vom Pensionskonto (online).

Pensionskonto online

Ab 1jan2014 soll außerdem durch ein Pensionskonto (online abrufbar) vor allem Transparenz in das System kommen. Es ist nämlich für alle ab 1jan1955 Geborene möglich, dass sie jederzeit ihren aktuellen Stand abrufen, und zwar was sie bei sofortigem Pensionsantritt monatlich bekommen würden. Unter anderem wurden dazu zahlreiche Versicherte 2013 aufgefordert, Informationen zu Pensionslücken, wie etwa Schul- oder Studienzeiten, bekannt zu geben. Wer schon jetzt in sein Konto einsteigen will, muss sich allerdings noch etwas gedulden. Dafür ist nämlich eine Pensionskontomitteilung nötig, die automatisch per Post im Laufe von 2014 zugesendet wird.

Interessant auch die Berechnung nach dem neuen System: Früher galten entweder die Jahre, in denen man am besten verdient hatte bzw. die letzten Arbeitsjahre vor der Pension. Ab jetzt werden jedoch alle Einkommen über die gesamte Dauer der Pensionsversicherung herangezogen.

Wir sind gespannt, was dieses „Pensionskonto online“ bringen wird … und wie hoch die ausgewiesene Summe sein wird!

Rehabilitationsgeld

Mit dem neuen Sozialversicherungs-Änderungsgesetz 2012 tritt am 1jan2014 die Abschaffung der befristeten Berufsunfähigkeitspension in Kraft. Das bedeutet, dass alle, die unter 50 Jahre alt sind und bei denen keine dauerhafte Invalidität festgestellt wird, ab jetzt Rehabilitationsgeld bzw. auch Umschulungsgeld bekommen.

Die Maßnahme sollte einerseits helfen das tatsächliche Pensionsantrittsalter schrittweise zu erhöhen. Man spricht von 1,5 bis 3,5 Jahren in den nächsten 7 Jahren. Andererseits sollen die Chancen auf Beschäftigung jener, die vorübergehend gesundheitlich Probleme haben, erhöht werden und durch diverse Umschulung ein erneuter Job möglich gemacht werden. Mit der Ausbezahlung dieses Geldes geht auch eine zweckmäßige medizinische Rehabilitationsmaßnahme einher.

In Zukunft sollte diese neue Regelung auch schrittweise für alle über 50-Jährigen ausgeweitet werden. Derzeit gilt für sie allerdings noch die alte Gesetzeslage.

Quelle: www.arbeiterkammer.at

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