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Virtuelle Teamarbeit | Stay local – work virtual!

Business woman standing on the desk and looks outDie Zukunft des internationalen Arbeitsmarkts wird geprägt sein von virtuellen Teams. Internationale Unternehmen werden weltweit nach geeigneten Mitarbeitern suchen, da es zweitrangig ist, von wo aus jemand arbeitet: Telefonkonferenzen, virtuelle Meetings und Webinare werden die Zusammenarbeit prägen und für den Geschäftserfolg verantwortlich sein – doch sind wir dazu bereit?

Der Trend zum virtuellen Arbeiten

In der virtuellen Arbeit liegen für Unternehmen sowohl Chancen als auch Herausforderungen. Immer mehr Firmen stellen fest, dass sie nur durch Projekte mit dem Ausland bzw. im Ausland wachsen und ihre geschäftlichen Ziele erreichen können. Hierfür brauchen Sie enorm flexible Mitarbeiter, die nicht nur interkulturell kompetent, sondern auch geostrategisch unabhängig und agil sind. Der Großteil der Zusammenarbeit wird – nicht zuletzt aus Kostengründen – virtuell ablaufen.

Wie funktioniert die Umsetzung?

Bettina Neidhardt ist Global Senior Executive Consultant bei TMC, einer Firma des Berlitz Konzerns. Seit über 20 Jahren berät sie das Executive Senior Management vieler der „Fortune 500 Companies“ bei der Umsetzung ihrer globalen Strategien für Leadership und Management. Ihrer Erfahrung zufolge glauben viele internationale Unternehmen, dass sie problemlos virtuell arbeiten könnten und Mitarbeitern die nötige Rückendeckung geben würden. „Dabei stoßen sie aber sowohl arbeitsrechtlich als auch intern auf unterschiedliche, oft auch generationsabhängige Vorstellungen“, so Neidhardt. „Für viele Mitarbeiter ist virtuelle Arbeit und Flexibilität erforderlich, um internationale Projekte erfolgreich umzusetzen. Normale Arbeitszeiten sind dabei einfach nicht einhaltbar. Die Zeitverschiebung bringt die Notwendigkeit von Telefonkonferenzen früh morgens um 5:00 Uhr oder abends nach 22:00 Uhr mit sich. Hier sind die Unternehmen gefordert, den Mitarbeitern nicht nur die nötigen Mittel – also ein virtuelles Büro – zur Verfügung zu stellen, sondern ihnen auch das Vertrauen entgegenzubringen, die angegebene Arbeitszeit auch tatsächlich zu leisten und die Arbeit wert zu schätzen, die außerhalb des Bürogebäudes geleistet wird.“

Arbeitswelten für Digital Natives

Auf den Arbeitsmarkt drängen bereits die ersten Digital Natives: junge Menschen, die von Geburt an von Technologien umgeben sind und als Vorreiter bei jedem technologischen Fortschritt sich ein Leben ohne virtuelle Verbindungen nicht mehr vorstellen können. Das bedeutet ganz neue Möglichkeiten für Personalisten. Denn Recruiting ist somit nicht mehr lokal beschränkt. In der konkreten Zusammenarbeit wird die Kommunikation die größte Herausforderung bleiben.

Virtuell funktioniert die Kommunikation oft nicht

Mitarbeiter müssen lernen, rasch und flexibel zu erkennen, was von ihnen erwartet wird: Sollen sie in einer  Telefonkonferenz warten bis sie an der Reihe sind, um zu sprechen oder bei wichtigen Punkten einfach unterbrechen? Und trotz aller virtueller Möglichkeiten ist in vielen Kulturen der persönliche Kontakt unumgänglich. Bettina Neidhardt meint dazu: „Wir hören immer wieder von Projekten, die aufgrund von Kommunikationsproblemen entweder ins Stocken geraten oder gänzlich abgebrochen werden. Es ist unerlässlich, dass sich Mitarbeiter dieses Wissen und diese Kompetenz aneignen. Berlitz verwendet dazu den Cultural Navigator®, eine Online Plattform, die rund um die Uhr zur Verfügung steht. Das Fingerspitzengefühl gerade bei der Anbahnung der Geschäftsbeziehung bestimmt den Erfolg der Initiative.“ 

Wie arbeiten wir in 20 Jahren?

Von ihrer Struktur her werden Unternehmen in 20 Jahren stärker sozialen Netzwerken ähneln. Räumlich verstreute Mitarbeiter werden sich mittels digitaler Kommunikationstechniken austauschen. Bettina Neidhardt kann sich Unternehmensgemeinschaften mit talentierten Mitarbeitern aus der ganzen Welt vorstellen, gekoppelt an sehr viel kürzere und flexiblere Arbeitsverträge. „Und wenn sich die Technologie weiter so entwickelt, dann wird es anstelle von Reisebudgets holographische Meetingräume für uns alle geben.“

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