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Soft-Skills-Liste | Harte Zeiten für softe Skills

Soft-Skills-Liste | Hard Facts sind lernbar. Soft Skills … da wird es schon schwieriger. Gleichzeitig sind Soft Skills enorm wichtig beim ersten Eindruck, bei Verhandlungen, Vorträgen, in der Führungsrolle, im Team, …… wo eigentlich nicht? Hard Facts & Fachwissen nehmen sich mit großer Selbstverständlichkeit ihren Raum. Softe Skills haben es schwer, denn sie werden gefordert, doch am besten bringt man sie bereits mit, denn mit dem Erlernen ist es eine haarige Sache.

Werfen wir einen genaueren Blick auf die einzelnen Punkte einer ganzen Soft-Skills-Liste: Empathie, Toleranz, Eigeninitiative, Kreativität, Rhetorik & Kritikfähigkeit:

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Soft-Skills-Liste 1:

Empathie

Menschen empfinden nicht nur das, was sie einem direkt sagen. Durch ihre Mimik, Gestik und ihre Handlungen teilen sie uns viel mehr Informationen mit, als auf den ersten Blick sichtbar sind. Die Fähigkeit der Empathie ist zu einem gewissen Teil angeboren. Manche reagieren sensibler auf solche Zeichen als andere. Aber sie kann auch erlernt werden. Dazu ist es nötig, sich mit einer Person eingehend zu beschäftigen und ihr zuzuhören.

In der Führungskompetenz sprechen wir hier von einer wichtigen Eigenschaft. Schwenkt die Stimmung in einem Team plötzlich um, tritt aber niemand an den Vorgesetzten heran, um das Problem zu schildern, muss die Führungskraft selbst aktiv werden. Wer hier seine Teammitglieder gut kennt und einen guten Draht zu ihnen hat, dem fällt es leichter solche zwischenmenschlichen Probleme zu lösen und vor allem anzusprechen. Empathie wird oft auch als sehr sympathisch wahrgenommen, weil derjenige Interesse an einer anderen Person zeigt.

Soft-Skills-Liste 2:

Toleranz

Bei der Toleranz ist es oft schwer, das richtige Mittelmaß zu finden. Natürlich ist es wichtig, dass man verschiedene Arbeitsweisen, Charaktere und Mentalitäten zulässt und in dem Sinne „duldet“, trotzdem ist es auch unerlässlich, dass man seinen Standpunkt vertritt und in bestimmten Situationen jemanden in seine Schranken weißt. Das Wort „Toleranz“ ist im Sprachgebrauch oft außerdem negativ behaftet, weshalb man heute gerne von Akzeptanz spricht. Anstatt etwas zu dulden, akzeptiert man es schlicht und einfach und geht damit schon einen Step weiter.

Soft-Skills-Liste 3:

Eigeninitiative zeigen und initiieren

Wer in einem Unternehmen die Karriereleiter erklimmen will, kommt ohne die nötige Eigeninitiative nicht weit. Nur wer aktiv nach neuen Aufgaben und Feldern sucht, in der er sich und seine Talente bestens einbringen kann, kann überzeugen. Natürlich wird das von Vorgesetzten noch viel stärker erwartet. Sie müssen über das hinausgehend auch versuchen andere anzuspornen, damit Initiativen auf mehreren Ebenen gestartet werden. Wie man den Anstoß zu einer Handlung gibt, ist dabei entscheidend. Feingefühl und die richtige Kommunikation können ein Projekt schon von Anfang an in eine erfolgreiche Laufbahn stoßen. Hingegen werden schroffe Befehle als das Gegenteil von Ansporn gesehen. Wer aber wirklich will, dass Eigeninitiative bei den Mitarbeitern gestartet wird, muss ihnen genügend Freiraum geben. Einerseits muss es Luft nach oben geben und der Arbeitsalltag darf nicht von Minute Eins bis zum Feierabend mit Arbeit vollgestopft sein, andererseits sollte der Mitarbeiter auch das Gefühl haben, dass seine Vorschläge geschätzt werden.

Soft-Skills-Liste 4:

Kreatives Denken

Das Leben als Führungskraft verlangt einiges von einem ab, Stress und Druck inbegriffen. Projekte müssen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt abgeschlossen werden und viele Aufgaben, die plötzlich hereinkommen, sind „sehr dringend“, „von extremer Wichtigkeit“ oder haben „hohe Priorität“. Neben dem richtigen Delegieren, muss oft auch kurzfristig eine Lösung für ein auftretendes Problem gefunden werden. Wer kreativ denkt und Wege außerhalb der normalen Arbeitsweisen findet, hat es hier viel einfacher. Natürlich wäre es meistens bequemer bereits erprobte Wege wieder zu bestreiten, effizienter und erfolgsversprechender ist es aber, sich von neuen Ideen und Lösungen leiten zu lassen.

Soft-Skills-Liste 5:

Rhetorik

Die Verpackung und in diesem Falle die Stimme ist ein essentieller Punkt, wenn es um Führungspersönlichkeiten geht. Vom Vorgesetzten wird erwartet, dass er/sie nicht nur äußerst kompetent ist und sich klar ausdrückt, sondern dass die Persönlichkeit das auch in gekonnter Manier tut. Also bestimmt, mit ruhiger und lauter Stimme und ohne nervös zu sein. Man stelle sich nur vor, dass ein Vorgesetzter mit leiser und schüchterner Stimme von einem verlangt, dass man das nächste Mal bitte pünktlich erscheinen sollte.

Soft-Skills-Liste 6:

Kompromissfähigkeit

Auf einen grünen Nenner zu kommen, ist das Um und Auf im Arbeitsleben. Natürlich ist es manchmal wichtig, dass man andere überstimmt und seine Autorität durchklingen lässt, aber oft wird man besser ans Ziel kommen, wenn man einen Kompromiss zulässt und auch Meinungen anderer einfließen lässt. Steht man am Beginn einer Entscheidung sollte man offen gegenüber anderen Ansichten sein. Kristallisiert sich dann heraus, dass der eigene Vorschlag der beste ist, solle man die Involvierten zumindest über das Für und Wider aufklären und klar darlegen, wieso eine Entscheidung gefällt wurde.

Es gilt nicht unbedingt, die gesamte Soft-Skills-Liste „abzuarbeiten“, das funktioniet nicht. Doch eine ganz persönliche Soft-Skills-Liste erstellen, die wichtigesten Punkte in dieser ganz individuellen Soft-Skills-Liste herausstreichen und die größten – oder wichtigsten – Mankos identifizieren und daran arbeiten. Eben seinem persönlichen Weg anhand der Soft-Skills-Liste ein wenig mehr Richtung geben. Das könnte ein wichtiger Schritt sein.

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