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HR-Management in der VUCA-World

Unsere Arbeitswelt ist sprunghaft, unklar und widersprüchlich, oder wie es die englischen Begriffe zusammenfassen: volatile, uncertain, complex und ambiguous. Wie arbeitet man am besten, wenn Kunden und Mitarbeiter so unberechenbar sind? Soll man selbst VUCA werden, um in der VUCA-World (oder VUCA-Welt) zu reüssieren?

v | volatile – flüchtig

u | uncertain – unsicher

c | complex – vielschichtig

a | ambiguous – mehrdeutig

 

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VUCA-World. Ein Begriff zur Beruhigung

Wortkreationen wie VUCA sollen vor allem eines: das Unbeschreibliche beschreiben. Alles, das einen Namen hat ist damit gar nicht mehr so unfassbar und verwirrend. Die Herausforderungen für das HR-Management bleiben aber leider widersprüchlich: Unternehmen sollen für ihre Mitarbeiter berechenbar sein und Sicherheit vermitteln, zugleich aber flexibel auf neue Erwartungen reagieren. Die Erfahrung und Loyalität älterer Mitarbeiter soll respektiert, zugleich aber die Neugierde und Ungebundenheit der Generation Y genutzt werden. Internationale Konzerne tendieren zu dezentralen Einheiten, haben aber ein zentrales Controlling – und das alles soll möglichst unbürokratisch funktionieren!?!

Trainieren Sie Ihre Talente, VUCA zu werden!

Seit gut 10 Jahren wird der Begriff VUCA verwendet, ursprünglich vom amerikanischen Militär, dann immer häufiger in Zusammenhang mit Führungskräfte-Entwicklung. Die Antwort liegt wie so oft im Begriff selbst und basiert auf alten Lehren wie bei Sunzi oder Homer. Führungskräfte müssen „flüchtig“ denken können und in ihre Strategien bereits Alternativen einbauen können. Sie müssen „Unsicherheit“ als Lösungskonzept verstehen, das Fragen aufwirft und Innovation erst möglich macht. Führungskräfte müssen „komplex“ denken und werden erkennen, dass sie damit komplexe Rahmenbedingungen reduzieren. „Ambiguität“ bedeutet, dass Führungskräfte in mehrdeutigen Situationen nur mit mehrdeutigen Antworten erfolgreich sind und sich vor dem „sowohl – als auch“ nicht scheuen dürfen.

Müssen Trainings VUCA sein?

Monika Huemayer (Senior Consultant von Berlitz Austria) sieht die Erfolge bei ihren Kunden: „Die Anforderungen sind nur bei der ersten Anfrage verschieden: mal geht es um erfahrene Führungskräfte, mal um junge Talente. Rasch wird klar: es geht immer nur um die Einbeziehung der unterschiedlichen Präferenzen im Arbeitsalltag.“ Bei Berlitz arbeitet man im Führungskräfte-Training und in der Talententwicklung mit Tools und Techniken, die VUCA zulassen und fördern. Die Trainings selbst müssen Sicherheit und Klarheit vermitteln, Inhalte müssen valide und eindeutig nachvollziehbar sein, sie sind, wenn man so will der Gegentrend zum VUCA-Trend.

Diversity – or not to be

Es gibt keine Pauschallösungen sondern individuelle Lösungskonzepte, die die Persönlichkeit jedes einzelnen Teilnehmers einbeziehen müssen.  Das erst führt zum geforderten Erfolg bei Schulungsmaßnahmen, denn so Monika Huemayer: „Diversität ist das, das unseren Arbeitsalltag zu dem macht, was er ist: flüchtig, unsicher, vielschichtig und mehrdeutig. HR kann das aufgreifen und die passenden Rahmenbedingungen schaffen, um erfolgreiche Mitarbeiter in einer VUCA-World zu finden, zu halten und zu entwickeln.“

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