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Was internationale Unternehmen von Ihren English Native Speakern erwarten sollten | Tipps

Auch hierzulande hat sich Englisch als Firmensprache durchgesetzt. Sind Native Speaker Teil des Teams, kann das von entscheidendem Vorteil sein. Kann …. muss aber nicht. Tipps & Tricks wie English Native Speaker tatsächlich zum Vorteil in der englischsparchigen Kommunikaiton werden.

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Wenn man glaubt, der andere spricht meine Sprache           

Craig Povey kommt aus Neuseeland, spricht drei Sprachen und hat bereits in 5 Ländern gelebt. Er war im Verkauf tätig, in verschiedenen Bereichen des mittleren Managements und seit 2006 ist er als Local Manager of Instruction für die Trainer des Berlitz-Center Wien Süd verantwortlich. Wenn er selbst unterrichtet, erzählen ihm Kursteilnehmer von frustrierenden Erlebnissen mit English Native Speakern im Unternehmen. „Viele erzählen mir, dass ihre Frustationsschwelle längst überschritten ist, sie das Problem mit Native-Speakern aber das nicht ansprechen wollen, weil sie nicht als unhöflich oder gar inkompetent missverstanden werden wollen.“

Dabei wäre es mit wenig Aufwand möglich, die Zusammenarbeit in Englisch wesentlich zu verbessern. Wie wäre es denn, wenn English Native Speaker ihren Kollegen auf halbem Weg entgegenkommen?

Missverständnisse in Englisch

Am weitesten verbreitet ist die negative Motivation bei Telefonkonferenzen. Die fehlende Körpersprache und vielleicht auch noch eine schlechte Verbindung erfordern eine hohe Konzentration der Nicht-Muttersprachler.

Große  Herausforderungen stellen laut Craig Povey auch Verhandlungen und Meetings dar: „Während Native-Speaker mit subtilen Nuancen die Bedeutung eines Inhalts verändern können, werden diese von den Gesprächspartnern nicht so verstanden oder im Extremfall sogar missverstanden. Zeitdruck erschwert das, wenn dann auch noch das Sprachtempo unnötig hoch ist und gar keine Zeit für Reflexion bleibt.“

Von der Kommunikation mit Kindern lernen

Craig Povey empfiehlt, sich von der Kommunikation mit Kindern etwas abzuschauen: „In einem Berlitz Kids Camp werden die Kinder nur von Native Speakern in Englisch betreut. Diese stellen sich auf die eingeschränkten Sprachkenntnisse ein, indem sie ihre Sprache anpassen. „Wichtig bleibt, immer grammatikalisch korrekt zu sprechen. Aber lange, komplizierte Sätze oder Fachvokabular ist nicht notwendig.“ Es geht darum, der Situation angepasst zu sprechen, aber nicht unkorrekt. Denn nur vom korrekten Sprachgebrauch kann der Nicht-Muttersprachler lernen und seine eigenen Sprachfähigkeiten verbessern.

Augenzwinkernd fügt Herr Povey hinzu: „Das gilt auch für deutsche Muttersprachler!“

Tipps für Native Speaker im Geschäftsalltag

Für internationale Unternehmen hat Craig Povey drei Empfehlungen:

  • „Lassen Sie Ihre Native Speaker wissen, dass Nicht-Muttersprachler bis zu einer Dreiviertel Sekunde brauchen, um das Gesagte zu verarbeiten, geben Sie den Gesprächen also mehr Zeit.
  • Achten Sie auf eine korrekte Betonung und verschlucken Sie keine Silben.
  • Und schließlich: wählen Sie Ihr Vokabular mit Bedacht.“

Der letzte Punkt bezieht sich auf Redewendungen und kulturell gewachsene Ausdrucksweisen. Würden Sie zum Beispiel „I´ll take a  rain check on that!“* verstehen?

*“Das verschiebe ich auf ein andermal!“

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2 Kommentrare

  1. Peter am

    Einfach und verständlich erklärter Sachverhalt, welcher immer wieder zu großen Kommunikationsklippen führt. Ich wünsche mir das HR-web in englischer Sprache um auch Nicht-Muttersprachler zu erreichen.

  2. Eva SELAN am

    Hallo Peter,
    ja, gerne würde ich das HRweb auch in englischer Sprache online stellen, doch das würde leider zu viel Kapazität binden. Als Zukunftsgedanke ist es denkbar, vorerst aber wird das HRweb großteils deutschsprachig bleiben mit englischsprachigen Ausnahmen wie zB zahlreiche Infografiken.

    Lg, Eva Selan

    (verantwortlich für HRwebs redaktionelle Inhalte)

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