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Urlaub als Fundus aus Erfahrungen – v.a. für internationale Unternehmen

Was Sie sich aus dem Urlaub für Ihre Arbeit mitnehmen können

Sommerzeit ist Urlaubszeit und auch wir wollen festhalten, dass Urlaub nicht Arbeiten bedeutet! Die Trennlinie läßt sich nicht immer so klar ziehen und weil all unsere privat gesammelten Erfahrungen natürlich auch unser Arbeitsleben beeinflussen, kann Urlaub zu einer spannenden Lernerfahrung werden. Berlitz zeigt auf, was Sie sich für Ihr internationales Unternehmen aus dem Urlaub mitnehmen können.

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Sagen oder Tragen?

Urlaubs-Szenen sind eine wunderbare Quelle für unmittelbares Erfahrungslernen. Nutzen Sie doch Ihren nächsten Hotel-Aufenthalt für eine sensibilisierte Wahrnehmung im Speisesaal. Schaffen Sie es herauszufinden, wie das Team von Kellnern organisiert ist? Wer sagt, wo es lang geht und wer muss sich auf das Tragen von schmutzigem Geschirr beschränken? Eine der wichtigsten Übungen für alle, die im internationalen Umfeld arbeiten, ist das Herausfinden von Hierarchien. Wenn Sie erfolgreiche Verhandlungen abschließen wollen, müssen Sie wissen, wer die Entscheidungsträger sind. Achten Sie vor allem auf nonverbale Signale wie Haltung oder Gang.

Fremdsprachenkenntnisse und Präsentationstraining

Oder denken Sie sich in eine griechische Taverne auf Rhodos. Sie sehen gerade, wie die Sonne im Meer versinkt und lesen in der englischen Speisekarte, dass es heute „fish-fingers“ gibt. Überlegen Sie jetzt, welcher Fisch Finger hat oder ob damit Tentakel gemeint sind? Ein Glück, dass es auch Fotos in der Speisekarte gibt und Sie nun wissen, dass es sich um „Fischstäbchen“ handelt. Und was kann man daraus für das eigene internationale Unternehmen ableiten? Fremdsprachenkenntnisse sind eine wichtige Basis, aber manchmal kommt es auf die Präsentation an, da kann ein Bild mehr als Tausend Worte sagen.

Projektmanagement und Team-Building

Die nächste Situation spielt am Strand von Lignano, wo eine Gruppe Kinder der Bau einer Sandburg vor Herausforderungen stellt: vielleicht sprechen alle deutsch, aber da sind verschiedene Akzente zu hören. Fröhliches Steirisch, vielleicht dazwischen ein lautes Wienerisch, dann ein zartes Kärntnerisch. Beobachten Sie einmal die Kinder und versuchen Sie aus deren Projektmanagement abzuleiten: wer hat die strategische Planungsrolle inne und wer zählt zu den Ausführenden? Wie wirken störende Erwachsene auf die Projektgruppe? Wie geht das Team mit Rückschlägen um, etwa wenn ein mühevoll gebuddelter Graben wieder zufällt? Und auch wenn alle Deutsch sprechen, verstehen sie sich wirklich?

Diversity Management im Urlaub und zuhause

Solche Urlaubszenen laden ein, das eigene Verhalten zu reflektieren. Was für Gefühle können falsche Übersetzungen bei mir erzeugen? Wenn das im Urlaubskontext passiert, wie ist es dann erst im beruflichen Umfeld? Diese Fragen lassen sich gut auf das eigene Unternehmen übertragen: Gibt es bei Ihnen Teams, in denen noch nicht alle von den gegenseitigen Stärken überzeugt sind? Stoßen Ihre Mitarbeiter auf Grenzen, die mit einem Fremdsprachentraining aufgebrochen werden könnten? Sind sich all Ihre Führungskräfte bewusst, wie viele verschiedene „Kulturen“ in ihren Mitarbeitern schlummern?

Wir wünschen Ihnen einen schönen Sommer & viele spannende Urlaube!

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