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Technology Enhanced Learning – irgendein Trend?!

Wer sich mit Lehr- und Lernmethoden beschäftigt, hört immer öfter von TEL, Technology Enhanced Learning. Und vielleicht sind Ihnen in dem Zusammenhang auch schon andere Abkürzungen untergekommen: WBT (Web-Based Training) oder VLE (Virtual Learning Environment). Was ist neu, was steht dahinter und was bedeutet das für die Personalentwicklung?

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Weltweit gesehen hat die e-Learning Industrie mittlerweile eine signifikante Größe erreicht. Docebo veröffentlichte im März einen Bericht zu den e-Learning Markt-Trends und eine Prognose für 2014-2016. Daraus geht hervor, dass e-Learning eindeutig das größte und am schnellsten wachsende Marktsegment im HR-Bereich ist. Das jährliche Wachstum wird auf über 7% geschätzt und könnte 2016 einen Umsatz von über 51,5 Billionen USD erreichen. Dafür gibt es vor allem drei Gründe: die Geschwindigkeit der Implementierung, die Einsparungsmöglichkeiten beim Investitionsaufwand und die geringen operativen Kosten.

Technology Enhanced Learning & Co in Österreich

Technology Enhanced Learning, Web-Based Training oder Virtual Learning Environment stehen weitgehend synonym für e-Learning. Je nachdem, welchem Übermittlungsmedium, welchem pädagogischen Ansatz oder welchen technischen Komponenten der Vorzug gegeben wird, werden verschiedene Begriffe verwendet. Technology Enhanced Learning ist ein sehr breiter Zugang, der sich generell über die technische Unterstützung für die Lehre und das Lernen Gedanken macht. Denn e-Learning kann sowohl im Trainingsraum als auch außerhalb stattfinden. Neuerungen im Bereich e-Learning kommen so rasch wie der technische Fortschritt der Medien es erlaubt. Vor allem die Möglichkeiten von Smartphones spielen dabei eine Rolle.

Thomas Kalian, Director of Business Development von Berlitz Austria, berät viele österreichische Unternehmen, die e-Learning in der Personalentwicklung einsetzen. Er stellt fest, dass es zwei große Trends gibt: „Immer öfter werden e-Learning Lösungen als Ergänzung zum klassischen Training gesucht. Beim Sprachenlernen hat sich herausgestellt, dass das Lernziel ungleich schneller erreicht werden kann, wenn der Live-Unterricht mit abwechslungsreichen online Trainingslösungen unterstützt wird. Die tägliche Beschäftigung ist für langfristigen Erfolg wichtig.“ Der zweite Trend ist e-Learning, das das klassische Training komplett ablöst und das vor allem von internationalen Unternehmen geschätzt wird. „Wer viel reist, unregelmäßige Arbeitszeiten hat oder in vielen Meetings ist, wird von Personalentwicklungsmaßnahmen oft nur schwer erreicht. Die Flexibilität immer und überall zu lernen ist eine Anforderung, die der moderne Mitarbeiter an seine HR Abteilung stellt.“

Erfolgsrezept im HR-Bereich

In vielen Gesprächen mit HR-Experten erhält Thomas Kalian die Bestätigung für die enorme Bedeutung von e-Learning in der Personalentwicklung. „Die geringen Implementierungs- und laufenden Kosten führen dazu, dass immer mehr Unternehmen, aber auch Regierungsstellen, Universitäten und Schulen e-Learning Lösungen in ihre Schulungsprogramme integrieren.“ Der Erfolg hängt vor allem von der angebotenen Lösung ab. „Statische Programme motivieren Mitarbeiter nicht. Bei Berlitz haben wir großen Erfolg mit Sprachprogrammen, die zum Beispiel branchen- und funktionsspezifischen Wortschatz zusammenstellen und damit individualisiert werden können. Auch soziales Lernen durch die ständige Erreichbarkeit eines Live-Coaches wird angeboten. Mit unseren Programmen wird die kurzfristige und langfristige Motivation bedient. E-Learning ist also weit mehr als ein paar englische Abkürzungen und das Lernen mit Unterstützung eines technischen Geräts.“

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