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Be a Buddy! Internationale Fachkräfte lassen sich sozial integrieren.

Neuer Job, andere Sprache, viel Unbekanntes und keinerlei Anschluss zu Einheimischen. Das erwartet internationale Fachkräfte, wenn sie in ein fremdes Land kommen – Österreicher, die ins Ausland gehen aber auch internationale Arbeitskräfte, die Österreich als Destination auserkoren haben. Das Buddy Network Programm unterstützt internationale Experten beim Ankommen, Einleben und Kontakte knüpfen. Die bessere soziale Integration soll dazu beitragen, dass Internationals längerfristig in Österreich – in diesem speziellen Fall in Oberösterreich – bleiben.

Warum gerade ICH darüber schreibe? Warum ich gerade DARÜBER schreibe? Ganz einfach: das Netzwerk Humanressourcen – und somit ich – engagiert sich als Organisator des Buddy Network Programms in Oberösterreich. DARUM lasse ich Sie heute ein wenig über die Schulter sehen:

Um beim internationalen Konkurrenzkampf um die besten Arbeitskräfte vorne mitmischen zu können, muss Oberösterreich als Arbeits- und Lebensmittelpunkt attraktiv sein. Erste Hürden ergeben sich für Unternehmen jedoch bereits beim Anwerben und beim Empfang von internationalen Fachkräften, wie z.B. Aufenthaltsbewilligungen, Kinderbetreuung etc. Die größte Herausforderung besteht wahrscheinlich darin, die internationalen Experten auch langfristig am Standort Oberösterreich zu halten. Dabei ist weniger die Integration am Arbeitsplatz das Problem – diese ist durch interne Prozessabläufe meist gesichert – der kritische Punkt ist die zu geringe soziale Integration abseits des Unternehmens.

Oberösterreich soll Wahlheimat sein

Das vorrangige Ziel dieses Buddy Network Programms ist die soziale Integration von Internationals und deren Familien bzw. Partner in Oberösterreich. Längerfristig soll eine internationale Community mit zahlreichen Internationals und Einheimischen entstehen, die gemeinsame Interessen teilen. Die internationalen Fachkräfte sollen sich so wohl fühlen, dass Oberösterreich ihre Heimat wird und sie langfristig hier leben und arbeiten.

So funktioniert’s:

Das System funktioniert denkbar einfach. Ein Unternehmen nominiert jeweils einen International und einen Buddy. Der International bekommt (offiziell für ein Jahr) einen Buddy zur Seite gestellt, der ihn dabei unterstützt, sich außerhalb des Unternehmens in der neuen Umgebung wohl zu fühlen, Freunde kennen zu lernen und soziale Kontakte in Oberösterreich aufzubauen.

Die Organisation (in diesem Fall das Netzwerk Humanressourcen) übernimmt dabei das Matching der Buddys und Internationals, welches auf Kriterien wie z.B. Alter, Wohnort, Karrierelevel und Interessen basiert. Die Organisation erläutert den Ablauf, klärt Erwartungshaltungen ab, stellt Kontakte zu Multiplikatoren her und organisiert das erste „Meet and Greet“. Weiters werden Buddy Network Events veranstaltet, um die Gruppe als Ganzes zu vernetzen.

Darum sollten Unternehmen mitmachen

  • Fokus bleibt am Job (Internationals haben weniger Kommunikationschwierigkeiten mit Behörden = weniger Fehlzeiten, und lernen neue Umgebung schneller kennen)
  • Leichtere Integration (soziale Kontakte via Buddy, Kennenlernen von Vereinen, Communities)
  • Bewusstseins-Schaffung im Unternehmen (Buddys zeigen/schaffen Offenheit und Flexibilität; Interaktion des Buddys fördert interkulturelles Verständnis und Kreativität)
  • Integration beeinflusst Aufenthaltsdauer des Internationals (Kostenreduktion)
  • Möglichkeit der Vorbereitung eines Buddys für eine bevorstehende Auslandsentsendung in dieses Land
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