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Pressemeldung | Arbeitsdruck, Überstunden & Co.: Wie steht es um die Urlaubskultur in Österreich?

Linz, 16. Juni 2015 – Sommerzeit, Urlaubszeit! Doch wie steht‘s mit den verfügbaren freien Tagen? Dieser Frage ging karriere.at mittels Online-Voting unter 466 Arbeitnehmern nach und fragte: Brauchen Sie Ihren Urlaub immer auf? Das Stimmungsbild zeigt: Die Mehrheit nutzt den Jahresurlaub weitgehend aus. Insgesamt ein Drittel produziert aber „Urlaubstage auf Halde“.

Viele kennen das Problem: Man hätte eigentlich ein dickes Plus am Urlaubstage-Konto, nur die Zeit dazu fehlt. So berichtet laut Online-Umfrage insgesamt jeder dritte Arbeitnehmer, dass er auf Urlaubstagen sitzen bleibt: 16 Prozent meinen, dass ihre Urlaubstage durch ein dickes Überstunden-Kontingent erst gar nicht schrumpfen. 17 Prozent berichten sogar, dass „massenhaft“ Urlaub stehen bleibt.

Es geht jedoch auch anders. Exakt ein Drittel der Arbeitnehmer (33 Prozent) wird vom Dienstgeber sogar dazu angehalten, die freien Tage auch zu konsumieren und die Mehrheit (34 Prozent) ist von sich aus restriktiv und sagt: „Mein Urlaub gehört mir!“
Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt auch die Befragung von 157 Unternehmensvertretern: Die meisten (37 Prozent) geben an, ihre Urlaubstage aufzubrauchen, da dies vom Arbeitgeber so gewünscht werde. Etwas mehr als ein Viertel (28 Prozent) brauchen ihre freien Tage aus eigenem Antrieb zur Gänze auf. 19 Prozent sagen, dass sie ihren Urlaub wegen angefallener Überstunden nicht aufbrauchen können, während 16 Prozent sagen, dass massenhaft Urlaub stehen bleibt.

Urlaubskultur macht Unternehmen besser

„Urlaub ist mehr als bloße Freizeit“, resümiert karriere.at-Geschäftsführer Jürgen Smid: „Arbeitnehmer sollten niemals das Gefühl haben, ihre Urlaubstage nicht aufbrauchen zu dürfen. Der gesetzliche Urlaub steht Mitarbeitern nicht nur zu, sondern ist Grundvoraussetzung, damit diese motiviert und gesund bleiben. Insofern hat die in einem Unternehmen praktizierte Urlaubskultur auch langfristige Auswirkungen auf die Produktivität.“ Voraussetzung dafür ist jedoch, dass Vertretungssysteme funktionieren und die vereinbarten Urlaubstermine auch mit den anderen Kollegen abgestimmt sind.

Grafiken

Arbeitnehmer:

urlaub-aufbrauchen-1

Unternehmensvertreter:

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