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Pressemeldung | Tabuthema Gehalt? Jeder dritte Arbeitnehmer spricht auch mit Kollegen über Geld

In Gehaltsgesprächen argumentiert ein großer Teil mit Kollegen-Gehältern

Linz, 18. August 2015 – Und, was verdienst du so? Eine Frage, die in heimischen Büros nach wie vor nicht selbstverständlich ist. Aber: Insgesamt mehr als ein Drittel der für ein Online-Stimmungsbild befragten karriere.at-User gaben an, keine Geheimnisse aus ihrem Gehalt zu machen oder auch mit Kollegen über das Thema Geld zu sprechen. Auch auf Arbeitgeberseite wird eine Tendenz zu mehr Offenheit beim Gehaltsthema wahrgenommen: Vier von zehn Umfrageteilnehmer auf Manager-Seite berichten von Mitarbeitern, die mit Vergleichswerten von Kollegen in Gehaltsgesprächen argumentieren.

Über Geld spricht man nicht – das war einmal. Denn 16 Prozent der 477 Umfrageteilnehmer gaben an, überhaupt keine Geheimnisse zu haben, was das Thema Gehalt betrifft. Weitere 22 Prozent sagen, dass sie auch mit ausgewählten Kollegen über ihr Einkommen sprechen: Insgesamt halten also mehr als ein Drittel mit Gehalts-Infos auch firmenintern nicht hinter dem Berg. Die meisten (48 Prozent) sprechen nur mit Familie und engen Freunden über Finanzielles, während 14 Prozent ihren Verdienst zum absoluten Tabuthema erklären und prinzipiell nichts preisgeben.

Mitarbeiter tauschen sich mit Kollegen aus

Kehrt beim Thema Gehalt auch bei Kollegen etwas mehr Offenheit ein? Eine Wahrnehmung, die die relative Mehrheit der 157 Voting-Teilnehmer auf Unternehmensseite bestätigt: 39 Prozent der HR-Manager, Unternehmer und Führungskräfte berichten, dass sie von Mitarbeitern in Gehaltsgesprächen über interne Vergleiche erfahren. Weitere 14 Prozent haben ein transparentes Gehaltsschema etabliert, jeder Fünfte (19 Prozent) sagt, dass Teamleiter & Co. berufsbedingt Einblick in Gehaltstabellen haben. Etwas mehr als ein Viertel der Befragten (28 Prozent) sagt hingegen: „Gehalt ist bei uns Tabu-Thema.“

„Tendenz zu mehr Gehaltstransparenz“

„Über Geld sprechen die meisten aus gutem Grund nicht mit jedem. Dennoch bestätigt das Umfrageergebnis eine Tendenz zu mehr Gehaltstransparenz in Unternehmen – ob nun vom Management gewünscht oder nicht“, analysiert karriere.at-Geschäftsführer Jürgen Smid. Dass viele Mitarbeiter über die Verdiensthöhe ihrer Kollegen Bescheid wissen, sollte für Arbeitgeber kein Problem darstellen, wenn die Mitarbeitergehälter nachvollziehbar sind und damit auch durch Argumente untermauert werden können, rät Smid: „Trotz einer Fülle an Faktoren, die letztlich zur Arbeitszufriedenheit beitragen, ist die Höhe des Gehalts jener Maßstab, der den individuellen ‚Wert‘ eines Mitarbeiters für den Arbeitgeber in Zahlen gießt. Gibt es unter Kollegen bei gleichen Voraussetzungen große Gehaltsunterschiede, die für diese nicht nachvollziehbar sind, führt dies unweigerlich zu Spannungen.“

 

Grafik 1 Arbeitnehmer:

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Grafik 2 Unternehmensvertreter:

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