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Stiefkinder: Interne Kommunikation & Internal Branding

Das wichtigste Kapital sind die Mitarbeiter – zumindest dem Mantra nach, das in Leitbildern umgeht. Spannend: Gutes Geld und viel Zeit stecken Unternehmen aber eher in die externe Kommunikation, nicht in die interne.

Vergleichen wir dazu drei wesentliche Kriterien:

1. Fokus der Aufmerksamkeit

Externe Kommunikation: Was wollen Kunden genau?

Noch bevor Unternehmen nach außen kommunizierten, wird ein kleines Vermögen investiert. Was wollen die Kunden, was genau sind die Kauftreiber? Zauberwort: „Insights“ – tiefe, unbewusste Motive finden, punktgenau adressieren und Kunden gewinnen.

Interne Kommunikation: Was will die Führung sagen?

Oft sind wir noch auf der Stufe der freundlichen Befehlsausgabe: Das sind unsere Ziele, so wollen wir hinkommen, und jetzt – bitte noch schneller laufen als letztes Jahr. Insights der Mitarbeiter? Eher Fehlanzeige. Eventuell alle paar Jahre eine Umfrage.

2. Aufbau emotionaler Nähe

Externe Marke: Emotion und „Big Ideas“

Für große Ideen nehmen Unternehmen richtig Geld in die Hand. Hoch-emotionale Kampagnen aus dem Boden gestampft, die auf allen möglichen und unmöglichen Kanälen gespielt werden. Media-Mix von klassisch bis super-digital und mobil.

Interne Marke: Nüchterne Infos ohne Markenkraft

Man hat eingesehen: Das Schwarze Brett tut´s nicht mehr. Aber: So kreativ Unternehmen in der Werbung sind, so sachlich bleiben sie häufig die interne Kommunikation. Mitarbeiterzeitung, Intranet – fertig. Identifikation, Dialog, was tun für intrinsische Motivation? Kaum.

3. Führungsrolle für Kommunikation nutzen

Extern präsente Führung: CEO Marketing & Co.

Für gute Eigen-PR, die aufs Unternehmen abstrahlt, wird schon mal was unternommen. Im Personal Branding des Chefs und der Führungskräfte liegt Umweg-Rentabilität am Markt der öffentlichen Meinung und für die künftige Karriere.

Interne Führung: Kaum Vorbildfunktion als Markenbotschafter

Dass Führungsverhalten gerade nach innen die stärkste und leicht überprüfbare Form der Kommunikation ist, wird gerne vergessen. Die eigenen Leute fragen sich in der Sekunde: „Lebt die Führungsriege vor, was sie von uns verlangt?“

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Wir sind überzeugt: Jedes Investment in Identität und Unternehmenskultur stärkt die Marke mindestens so stark wie die schönste Kampagne nach außen.

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Autor

Ralf Tometschek von IDENTITÄTER®
Tel. +43 / 664 / 851 67 07
ralf.tometschek@identitaeter.at
www.identitaeter.at


 

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