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Pressemeldung | Recruiting ist kein Traumberuf (Studien-Ergebnisse)

Ergebnisse der Studie „Recruiting im Wandel“

 

Wir haben Recruiter in Österreich befragt, wie sie den Status Quo des Recruitings in Unternehmen sehen und was es in Zukunft brauchen wird, um erfolgreich rekrutieren zu können.

Die Ergebnisse im Überblick:

  • Recruiting ist kein Traumberuf: Recruiter zu werden hat viel mit Zufall zu tun. Die meisten sind in diese Aufgabe „hineingewachsen“, also wenig Ausbildung dafür umso mehr Learning-by-Doing.
    Fast die Hälfte aller Befragten haben Recruiting-Aufgaben zufällig übernommen, für ein gutes Drittel hat sich der Wunsch im Rahmen der Ausbildung oder beruflichen Tätigkeit ergeben.
  • Recruiting ist die wichtigste „Nebensache“ der Welt: Recruiting ist meist nur eine Aufgabe von vielen. So wichtig diese Aufgabe ist, so oft fehlt es auch an Ressourcen für professionelles Recruiting.
    Weniger als 20% der Befragten sind mehr als 2/3 ihrer Arbeitszeit mit Recruiting beschäftigt.
  • Lebenslauf und Bauchgefühl entscheiden über Zu- oder Absage: Für viele ist der CV nach wie vor die wichtigste Entscheidungsgrundlage, weil Ausbildungen und Vorerfahrungen maßgeblich sind. Den Rest entscheidet das Bauchgefühl im Interview.
    Mehr als 90 % geben an, dass die Vorerfahrung laut Lebenslauf das wichtigste Entscheidungskriterium ist.
  • Technik und Medien sind die künftigen Herausforderungen: Gutes Recruiting muss in Zukunft noch besser auf der Medienklaviatur spielen können. Dazu fehlt es vielen noch an Kompetenzen und manchen auch an der Bereitschaft.
    Ein gutes Drittel zeigt sich Neuerungen am Markt aufgeschlossen und experimentiert damit. Ein weiteres Drittel wartet allgemeine Erfahrungen ab und springt dann auf. Allerdings hat ein Drittel der Befragten kein Interesse an Innovationen am Markt und arbeitet lieber mit bestehenden Instrumenten weiter.
  • Employer Branding und Social Media liegen in der aktuellen Relevanz weit vor Big Data! Das “How to” scheint aktuell im Vordergrund zu stehen. So sind Interviewtechniken für knapp die Hälfte relevant, Eignungsdiagnostik als deren Grundlage aber nur für ein gutes Drittel.
  • Inserate sind nach wie vor Touchpoint no. 1 im Recruiting. Social Media oder Online-Kanäle werden nur selten verwendet, zum Teil auch, weil das Know-how bei den Recruiterinnen fehlt.

Über die Studie „Recruiting im Wandel“

Zielsetzung

Mit dieser qualitativ-quantitativen Studie gehen die AutorInnen der Frage nach dem Status Quo des Recruitings in Unternehmen nach. Zusätzlich wurde erhoben, welche Veränderungen im Recruiting in der Praxis erwartet werden und wie sich RecruiterInnen auf die Zukunft vorbereiten. Die Studie wurde zwischen Oktober 2016 und Februar 2017 durchgeführt.

Qualitative Vorerhebung zur Generierung von Insights

15 Interviews wurden von den Studienautorinnen persönlich mit Senior Recruiterinnen bzw. Recruiting-Leiterinnen österreichischer Unternehmen geführt. Diese Unternehmen kommen aus den Branchen Bank, Verkehr, Medien, Pharma, Food&Beverage sowie öffentliche Verwaltung und beschäftigen zwischen 75 und 65.000 Mitarbeiterinnen. Die Interviewpartner verantworten zusammen rund 3.500 Besetzungen pro Jahr.

Quantitative Verifizierung zur Erhebung der Verteilungen

Online-Befragung von 116 Personen, die in ihrem Unternehmen für Recruiting verantwortlich sind.

85% der Befragten arbeiten in Österreich, 11% in Deutschland sowie 4% in der Schweiz.

Die Befragten haben durchschnnittlich 3,6 Jahre Berufserfahrung – zwischen einem Jahr (8%) und mehr als 20 Jahren (8%).

72% der Befragten waren weiblich und sind durchschnittlich 38,2 Jahre alt. Die größte Altersgruppe ist zwischen 30 und 40 (44%), gefolgt von 40 bis 50 (33%).

Über die Studienautoren

Expedition.R – die Lernreise für Recruiterinnen versteht sich als Wissensplattform für Recruiterinnen.

„Wer neue Wege finden will, muss alte Pfade verlassen. Brechen wir doch gemeinsam auf!

Näheres und Download der Studienergebnisse unter www.expeditionr.at

Expedition.R ist eine Initiative von HR Relations, personaleum.at, comrecon brand navigation und Smart Organisations.

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