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Pressemeldung | Jobinserate-Studie: Wortnebel behindert Recruiting

150 Jobinserate im Sprachtest

 

Wien, Dornbirn 12.7.2017: wortwelt® hat die Sprache von 150 Jobinseraten unter die Lupe genommen: 2 von 3 Anzeigen sind unnötig kompliziert formuliert, nur jede 4 liefert ein klares Bild der Aufgaben.

Wer seinen Traumjob sucht, landet allzu oft im Wortnebel – so der Succus einer aktuellen wortwelt®-Untersuchung. Eintönige Job-Floskeln, Hauptwortstil und Schachtelsätze sind der Stoff, aus dem viele Stellenanzeigen gemacht werden. „Schade um das Differenzierungspotenzial und den Markenkontaktpunkt“, findet wortwelt® Partner und Studienautor Johannes Angerer. „Wenn wir uns passgenaue Mitarbeitende wünschen, dann müssen wir exakter formulieren. Nur ¼ der Jobinserate liefert etwa eine klare, greifbare Beschreibung der Aufgaben.“

Wer einen Job sucht, will vor allem wissen, wie sein Arbeitsalltag aussieht. „In der Anzeige steht zum Beispiel ‚Konzeptentwicklung‘. Doch was bedeutet das? 20 Stunden pro Woche alleine im Büro oder reger Austausch mit 3 kreativen Köpfen“, fragt Angerer. Beides wäre für unterschiedliche Typen von Mitarbeitenden anziehend, der Überbegriff an sich lässt zu viel Interpretationsspielraum offen.

Team & Sinn

Mit wem man zusammenarbeitet und wozu man sich anstrengt, das sind für die allermeisten Menschen ganz wichtige Aspekte ihrer Arbeit. Davon liest man in Stelleninseraten kaum etwas. Nur 9 % der Anzeigen erklären Sinn und Zweck. Und ganze 2 Inserate von 150 beschreiben das direkte Umfeld.

Auch sprachhandwerklich sind viele Anzeigen eher mangelhaft. 2 von 3 Stelleninseraten sind unnötig kompliziert formuliert. Die meisten leiden an „akuter Substantivitis“. Bei dieser Sprach-Krankheit verstecken sich die konkreten Tätigkeiten gut hinter klobigen Hauptwörtern wie ‚Durchführung von X‘ und ‚Koordinierung von Y‘.

Was Klarheit und Verständlichkeit in Stelleninseraten bewirken können, weiß Angerer aus zahlreichen Projekten: „Schärft man den Text, steigt die Zahl potenziell guter Bewerbungen deutlich. Und manchmal gelingt auch der ,perfect match‘.“

Den Studienbericht gibt es als PDF kostenlos: http://www.wortwelt.at/neue-wortwelt-studie-wortnebel-behindert-recruiting


wortwelt®

wortwelt® ist die Nummer 1 für Textfrische und seit 2001 am Werk. Acht Wortwerkerinnen und Wortwerker analysieren Texte nach Image- und Verständlichkeitskriterien, entwickeln eine marken- und serviceorientierte Schreibkultur und erwecken sie mit Trainings zum Leben. Über 140 Wording-Projekte für Handels- und Dienstleistungsunternehmen, Industrie, Telekommunikation und öffentliche Verwaltungen haben wir bis jetzt erfolgreich umgesetzt.

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