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Die Berater-Zunft – am Arsch? | Gut durchdachte Buch-Titel

Die Beraterzunft hat offensichtlich den „Arsch“ für sich entdeckt – zumindest, wenn Berater zur Feder greifen und ein Buch schreiben.

Dann denken inzwischen offensichtlich viele Berater (speziell solche, die auch gerne Keynote-Speaker wären): Je derber der Buch-Titel, umso mehr Aufmerksamkeit ist mir gewiss.

Den Auftakt machten vor sechs, sieben Jahren Frank Wilde und Martin Wehrle mit ihren Titeln „Beweg deinen Arsch“ beziehungsweise „König Arsch: Mein Leben als Kunde – der ganze normale Wahnsinn“. Dann geriet der Arsch wieder etwas in Vergessenheit, bevor 2016 und 2017 solche Bücher erschienen wie

  • „Ein Arsch – ein Ziel: meine Challenge“,
  • „Ohne Handy – voll am Arsch“,
  • „Sitzen ist fürn Arsch: Warum die sitzende Lebensweise unsere Gesundheit gefährdet ….“. Und:
  • „Am Arsch vorbei geht auch ein Weg: Wie sich dein Leben verbessert, wenn du dich endlich locker machst“.

Arsch-Buch – auch zum Malen und Ausfüllen

Wobei das Buch „Am Arsch vorbei geht auch ein Weg“ von Alexandra Reinwarth das absolute publizistische Highlight darstellt, denn dieses Buch gibt es nicht nur zum Hören und zum Lesen – nein, auch als Mal- und Ausfüllbuch und als Wochenkalender. Wow!

Und auch 2018 müssen die Freunde des Allerwertesten nicht auf Arsch-Bücher verzichten. Ende Februar erschien das Buch „Change mich am Arsch: Wie Unternehmen ihre Mitarbeiter und sich selbst kaputtverändern“ von Axel Koch, in dem der Berater, der unter dem Pseudonym bereits das Enthüllungsbuch „Die Weiterbildungslüge“ schrieb, laut Werbetext aufdeckt, „warum wir mit dem Change-Wahnsinn einem kollektivem Irrtum aufsitzen und wie eine Balance zwischen Stabilität und Veränderung aussehen kann“.

Arsch-Bücher gehen mir am A… vorbei

Offen gesagt: Ich habe keines der Arsch-Bücher gelesen. Sie gehen mir sprichwörtlich am A…… vorbei. Ich beherzige sozusagen den Titel eines Buchs von Mark Manson: „Die subtile Kunst des darauf Scheißens“. Wenn das mal keine gelungene Alternative zu all den Arsch-Titeln ist.

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