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High Performance statt High Potentials

In der Unternehmenswelt hat sich in den letzten Jahren ein Begriff durchgesetzt, der aus Personalbüros inzwischen nicht mehr wegzudenken ist: High Potentials. Gemeint sind damit Personen, die neben einem Studium in wirtschaftsnahen Fächern auch über persönliche Eigenschaften wie Motivation, vernetztes Denken, Flexibilität, Agilität und vieles mehr verfügen. Zumindest werden diese Attribute vermutet. Denn meist handelt es sich um Absolventen mit wenig Berufserfahrung. Doch aufgrund ihrer erstklassigen Ausbildung werden sie heftig umworben und mit attraktiven Einstiegsgehältern gelockt.

Die Rekrutierung dieser Mitarbeiter ist aber erst der halbe Weg zum Erfolg. Sie auch zu halten und so zu führen, dass sie ihr Potenzial tatsächlich nutzen können, sind die weiteren Herausforderungen. Nicht bei allen gelingt dies. Entweder passt die Unternehmenskultur nicht zu den Vorstellungen der gerade gewonnenen Fachkraft. Oder sie neigt zur Selbstüberschätzung und besitzt nur einen Teil der vermuteten Eigenschaften.

Ein Vergleich aus dem Sport

Der Begriff High Potential könnte daher ein Ablaufdatum haben. Zum einen, weil er einen elitären Beigeschmack hat: Nur mit einem bestimmten Hochschul-Zeugnis gilt man als potenzialverdächtig und leistungswillig. Und zum anderen, weil Theorie vor Praxis gestellt wird: Ausbildung gilt als wertvoller als Berufserfahrung.

Viele Beispiele zeigen, dass in der Realität auch weniger gut ausgebildete Mitarbeiter zu Spitzenleistungen fähig sind – und durch ihre Erfahrungen auch über persönliche Stärken wie Zuversicht und Gelassenheit verfügen. Welche Potenziale aus einem gut eingespielten Team herauszuholen sind, wurde abseits der Unternehmenswelt bei der letzten Fußball-Weltmeisterschaft für viele ersichtlich. Ein kurzer Vergleich soll an dieser Stelle unternommen werden:

Hohe Erwartungen ruhten auf den prominenten Spielern wie Cristiano Ronaldo, Lionel Messi und vielen mehr. Das waren sozusagen die High Potentials dieser WM. Und sie haben auch in einigen Einzelaktionen gezeigt, was in ihnen steckt. Dennoch schieden diese Mannschaften relativ früh aus. Das Sensationsteam hingen kam aus Kroatien. Die breite Masse an Zuseher hat wohl vor dieser WM keinen einzigen kroatischen Spieler namentlich gekannt. Als High Potential wäre niemand gehandelt worden. Doch als eingeschworenes Team schafften sie es erstmalig in ihrer Geschichte ins Finale.

In diesem Vergleich verfügten die Kroaten über keine High Potentials. Sie erbrachten aber eine Leistung, die man auch in der Unternehmenswelt mit diesem Begriff bezeichnet: High Performance.

Mutige Führungskräfte als Voraussetzung

Für Unternehmen könnte dies eine neue oder zusätzliche Herausforderung werden. Wie schafft man es, in den bestehenden Mitarbeitern eine High Performance zu mobilisieren?

In Österreich gibt es dazu einen Experten, der sich seit Jahrzehnten mit dem Thema High Performance beschäftigt und weltweit Führungskräfte und Unternehmen dazu berät. Prof. Dr. Manfred Winterheller aus Graz sagt, dass High Performance nichts Elitäres ist, sondern jedem Menschen zur Verfügung steht. Voraussetzungen sind hohe Ziele, Mut und die Bereitschaft, über bisherige Grenzen hinauszugehen.

Anlässlich eines Vortrages in Graz gab er den Veranstaltern ein Interview, in dem er seine Definition von High Performance näher erläuterte. Unterhalb gibt es das Video zum Nachsehen.

Spezielle Methoden und tiefergehendes Wissen dazu können sich Unternehmer und engagierte Mitarbeiter bei seinem 3-stündigen Vortrag „Der Weg zu High Performance“ am 20okt2018 in der Stadthalle Graz (www.tag-der-inspiration.at) mitnehmen.

Quelle: www.youtube.com/watch?v=UMVBerHsDNg

Gast-Autor

Michael Altenhofer, Bewegende Impulse e.U. (Kontakt: Tel +43 650 3505980, Email info@michael-altenhofer.atwww.michael-altenhofer.at


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