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Gesund am Arbeitsplatz: Wie Ruhe- und Entspannungsphasen die Produktivität beeinflussen

In Zeiten stetigen Wachstums und hohen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Drucks steigen auch die Erwartungen, die an die Mitarbeiter eines Unternehmens gestellt werden. Immer 150 % geben und stets das Beste leisten – das ist die Wunschvorstellung vieler Geschäftsführer, wenn es um Leistungsfähigkeit ihrer Mitarbeiter geht. Doch der Mensch ist von Natur aus nicht dazu erschaffen, um pausenlos durchzuarbeiten.

Rastloses Arbeiten schmälert langfristig die Produktivität und genau der gegenteilige Effekt zeichnet sich ab. Es stellen sich Erschöpfungszustände ein und die Arbeitsmotivation lässt nach. Daher sollten Geschäftsführung und Management rechtzeitig intervenieren, um krankheitsbedingten Ausfällen und Burnout der Mitarbeiter vorzubeugen.

Wo und wann Ruhezeiten am Arbeitsplatz geschaffen werden

Eine realistische Zielsetzung und ein durchdachtes Anreizsystem tragen maßgeblich zur Mitarbeitermotivation bei. Darüber hinaus sollte ein Umdenken in den Köpfen stattfinden, denn Ausruhen hat nichts mit „Faulenzen“ zu tun. Eine räumliche Trennung zwischen Arbeits- und Ruheplatz ist dabei optimal, um neue Kraft tanken zu können. In diesem Kontext ist anzuführen, dass die Büroausstattung und –form nachweislich produktivitätssteigernd wirken. In einigen Unternehmen sind daher spezielle Ruheräume eingerichtet, die Mitarbeiter gezielt zur Entspannung nutzen können. Darüber hinaus sind Mitarbeiter, die beispielsweise sehr viel im Sitzen arbeiten, mit einem kleinen Spaziergang beispielsweise in der Mittagspause bestens beraten. Frische Luft und Bewegung wirken wie Balsam und sorgen dafür, dass der Kopf abschalten kann.

Jeder Mensch ist unterschiedlich. Daher sind festgesetzte Ruhe- und Pausenzeiten weniger sinnvoll. Wenn sich ein Leistungstief abzeichnet, ist es Zeit für eine Pause – nicht, wenn es die Uhrzeit vorgibt. Außerdem sind mehrere kleine Pausen wesentlich effektiver als beispielsweise zwei größere Ruhephasen. Nicht immer lässt sich dies auf alle Unternehmen übertragen. Dennoch kann dieses Wissen dazu dienen, die Pausen und Ruhephasen im eigenen Unternehmen zu überdenken und in eine positive Richtung zu lenken.

Welche Möglichkeiten gibt es, im Büro aktiv zu entspannen?

Den Kopf auf den Schreibtisch zu legen und ein Nickerchen zu machen, hat nichts mit aktiver Entspannung zu tun. Leichte Dehn- und Streckübungen wirken einer einseitigen Belastung vor und sorgen somit in gewisser Weise auch für Entspannung. Neben Nackenmassagen und gezielten Übungen haben sich zunehmend auch homöopathische Naturheilmittel bei bestehenden Kopfschmerzen oder Verspannungen bewährt, die besonders schonend wirken und ein Weiterarbeiten ohne Beeinträchtigung ermöglichen.

Neben einem 10-minütigen Powernap können auch spezielle Entspannungstechniken wie die Progressive Muskelrelaxion, das Autogene Training oder Yoga zum gezielten Abschalten genutzt werden. Meditative Entspannungsmusik wirkt zudem unterstützend, um einmal komplett loszulassen. Hierbei kann es von Vorteil sein, einen speziellen Trainer zu engagieren und einen Mitarbeiter zu schulen, der dann in der Lage ist, anderen Tipps und Hilfestellung zu geben, um richtig zu entspannen.

Die Vorteile der Entspannung am Arbeitsplatz

Wer seinen Mitarbeitern einräumt, frei zu entscheiden, wann eine kleine Pause notwendig wird, der tut nicht nur den Mitarbeitern einen großen Gefallen, sondern fördert gleichzeitig die Produktivität des gesamten Unternehmens. Wie viele Studien unlängst nachweisen, tragen mehrere kleine Pausen wesentlich zum Stressabbau bei. Dies wiederum steigert am Ende die Leistungsfähigkeit und die Motivation.

Um all das umsetzen zu können, muss jedoch auch in den Köpfen der Mitarbeiter ein Wandel stattfinden. So sollten Pausenzeiten nicht als faulenzen abgetan und das Durcharbeiten nicht als besonderes Engagement angesehen werden. Entspannte Mitarbeiter sind nachweislich aufmerksamer, konzentrierter und schließlich auch leistungsfähiger als jene, die sich nie eine wirkliche Pause gönnen. Der Chef sollte im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung mit gutem Beispiel vorangehen und durch Entspannungsräume, Personaltrainer und gesunde Snacks seinen Mitarbeitern die Möglichkeiten geben, auch im stressigen Alltag hin und wieder Kraft zu tanken.

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