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Digitalisierung ermöglicht „Work-Life & Learn“ Balance

Die Möglichkeiten der Digitalisierung stellen HR Abteilungen vor gänzlich neue Aufgaben. Work-Life Balance wird mittels Home Office zur Realität, Aus- & Weiterbildungen haben einen höheren Stellenwert als das Gehalt bekommen und Sinnhaftigkeit der Aufgabenstellung ist ein messbarer Erfolgsfaktor für Mitarbeiter Retention geworden. Wie aber wird HR diesen komplexen Aufgaben gerecht? Ein Perspektivenwechsel zeigt wie das geht.

Autorin: Mag. Sabine Fünck (MensVivat)

Vom analogen Training zum digitalen Lernen

Life-long Learning ist eine grundlegende Anforderung in unserer Arbeitswelt. Analoges Training ist eine bewährte Methode dafür. Geänderte Anforderungen an die Trainingswelt zeigen uns heute aber, dass es um mehr geht als um Training. Wir wollen unternehmerisches Lernen als integralen Bestandteil der Arbeit sehen. Wir wollen Lernen und Gelerntes sofort umsetzten – ohne Zeitverlust von Reisen oder liegengebliebener Arbeit. Wir wollen eine Balance finden zwischen Work – Life & Learn.

Digitales Lernen ermöglicht uns diese Balance. Das Lernen wird neu konzipiert und findet während der Arbeitszeit, am Arbeitsplatz statt. Lerninhalte werden digital aufbereitet und sind somit visuell und akustisch schneller zu verarbeiten. Digitales Lernen ist zeitlich auf 1-3 Stunden  begrenzt. Es ist life & interaktiv und sichert einen hohen Lerntransfer vom Training in den Arbeitskontext. Ausgebildete Trainer führen interaktiv und life durch das Training und sichern die notwendige Reflektion zur Umsetzung. Somit hat man Lerninhalte schnell und effizient zur Hand und kann die Umsetzung sofort beginnen. Das sichert eine ausgewogene Balance zwischen  Work – Life & Learn.

Vom 1×1 des Training zur kontinuierlichen Weiterbildung

Analoge Trainingsinhalte sind zeit und kostspielig und obwohl die Wirtschaft in den vergangen Jahren mit analogen Trainingsprogrammen viel in der Leistungs- & Führungseffizienz ihrer Mitarbeiter bewirken konnte, so sind diese aufwendigen Trainingsprogramme doch rückläufig. Ca. 1x pro Jahr nimmt ein Mitarbeiter an einem weiterführenden Trainingstag teil. Mehr ist zeitlich und kostenmäßig nicht drin. Eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit relevanten Themen ist für den Mitarbeiter somit kaum möglich.

Digitales Lernen als Ergänzung, ermöglicht jedoch genau diese kontinuierliche Auseinandersetzung mit den Themen die für ein konstruktives und reibungsloses Zusammenarbeiten notwendig sind. Es findet mehrmals im Jahr statt, weil es wesentlich kosteneffizienter ist. Digitale Programme bieten mehr Themenvielfalt weil sie zeitlich auf 1-3 Stunden begrenzt sind. Ein Lerntransfer wird besser gewährleistet, weil die Themen fokussiert werden und man sich intensiver mit 1-2 Themen pro Programm auseinandersetzen kann. Das erhöht die Leistungseffizienz und somit auch die Motivation der Mitarbeiter.

Vom „Routine-Job“ zur „Sinnhaftigkeit der Aufgabe“

Eine Stellebeschreibung ermöglicht es dem Mitarbeiter, sich in seiner neuen Aufgaben zu orientieren und seine Aufgabenfelder kennenzulernen. Doch wir alle haben bereits die Erfahrung gemacht, wie schnell sich Stellenbeschreibungen ändern können. Sie sind keine statischen Dokumente sondern manchmal eher „moving targets“. Dann stehen wir als Mitarbeiter oft alleine im Job und versuchen unser Bestes zu geben, manchmal ohne Anleitung oder Austausch mit anderen.

Digitales Lernen kann dazu beitragen, den Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen Kollegen zu forcieren und somit mehr Lernimpulse im Team oder bereichsübergreifend zu vermitteln.

Diese digitalen Lernimpulse erweitern den Horizont der Aufgabenstellungen und geben dem Mitarbeiter das Gefühl, im Unternehmen eingebunden zu sein. Der Austausch mit Kollegen vermittelt das Gesamtbild der gemeinsamen Aufgabenstellung und spornt Mitarbeiter an, ihre eigene Innovationskraft und Kreativität zu mobilisieren. Aus „alleine im Routine-Job“ wird ein „sinnvolles Arbeiten an gemeinsamen Zielen“.

Ein digitaler & wirtschaftlicher Perspektivenwechsel

Zusammenfassend kann ich sagen dass ich in 1 Jahr, mehr als 1.000 Teilnehmer digital trainiert habe. Feedbacks unmittelbar nach den Sessions zeigen auf, wie dankbar Teilnehmer sind, dass sie regelmäßigen Zugang zu wichtigen Informationen & Lerninhalten haben und sie dennoch nicht in liegengebliebener Arbeit versinken.

Digitales Lernen ist interaktiv und macht Spaß. Es hat einen Gaming Charakter und bietet dennoch einen schnellen und effizienten Lerntransfer. Wirtschaftliche Vorteile liegen in der vorteilhaften Kostenstruktur die weit unter der des analogen Trainings liegt und in der immensen Zeitersparnis.  Es findet vor Ort am Arbeitsplatz statt und schafft somit eine ausgewogene Balance zwischen „Work – Life & Learn“.


Gast-Autorin

Mag. Sabine Fünck ist seit 25 Jahren im Bereich Aus & Weiterbildung für Industrie und Wirtschaft tätig. Sie führt ein Trainingsunternehmen MensVivat mit dem Ziel, die Digitalisierung als wirtschaftliche und innovative Ergänzung zu analogem Training einzusetzen. Sie arbeitet weltweit – in ihrem Büro in Wien.

www.mensvivat.com, sabine@fuenck.at

 

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2 Kommentrare

  1. Alex Stöckli am

    Schöne neue Welt, tönt gut und wird hoffentlich bald auch mal wirklich funktionieren. In der Praxis vermisse ich momentan – ausser bei sehr banalen Themen – noch die Passung für den Alltag. Die angebotenen digitalen Lerninhalte passen meiner Erfahrung nach noch zu wenig genau auf den Lernbedarf. Dies führt dann oft dazu, dass das Lernen verpufft und der Transfer in die Praxis ausbleibt.

    Ich freue mich aber jetzt schon auf Lösungen für dieses Problem. Das Potential ist bestimmt vorhanden.

  2. Sabine Fünck am

    Liebe Frau Stöckli
    Da bin ich ganz bei Ihnen. Analoge Inhalte können nicht einfach digital vermittelt werden-sie müssen adaptiert werden. Das genau ist einer der Schwerpunkte von Mens Vivat. Wir stellen sicher dass digitales Lernen inhaltlich und konzeptuell funktioniert. Ich zeige Ihnen gerne konkrete Beispiele. Mit besten Grüßen
    Ihre Sabine Fünck

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