Wenn die Jobsuche monatelang trotz vieler Bewerbungen ohne Zusage bleibt, ist das für Bewerbende oft sehr belastend und enttäuschend. Besonders dann, wenn nicht klar ist, was man daran ändern könnte.
Jobsuchende wissen zwar, dass sie Absagen nicht zu persönlich nehmen sollten. Und dennoch sinken mit jeder Absage und oder dem vielfach erlebten „Ghosting“ im Bewerbungsprozess der Selbstwert und Glauben an sich selbst.
Viele Absagen bedeuten nicht, dass man kein interessantes Bewerberprofil hat. Manchmal liegt es an der Arbeitsmarktlage, manchmal an der Bewerbungsstrategie oder den Unterlagen – und oft wirkt alles zusammen.
Wenn gar nichts weitergeht beim Bewerben, ist es Zeit, die Bewerbungsstrategie zu überdenken. „More of the same“ ist jedenfalls nicht ratsam und raubt zu viel Energie und Zeit.
Tipps für neue Wege beim Bewerben
Bewerbungsunterlagen überarbeiten
Bewerbungsunterlagen, insbesondere den Lebenslauf überarbeiten (siehe dazu auch: Bewerbung im Wandel | Aktuelle Trends und KI-Tauglichkeit) und von einem Bewerbungs-Coach oder einer nahestehenden Person aus dem beruflichen Netzwerk prüfen lassen. Oft sind es nur Kleinigkeiten, die einen großen Unterschied in der Wirkung beim Bewerben machen können.
Bewerbungs-Tagebuch führen
Ein Bewerbungs-Tagebuch führen und dokumentieren, welche Bewerbungen Sie mit welchem Erfolg schon versendet haben. Was hat besser, was hat schlechter funktioniert in Vergangenheit. Welche Suchstrategien sind erfolgreicher als andere? Was kann man daraus für die nächsten Bewerbungen ableiten? Nützen Sie dabei auch die KI als Unterstützung, um neue Suchwege auszuloten.
Initiativbewerbungen versenden
Versuchen Sie es auch mit Initiativbewerbungen – Erfolgreich bewerben mittels Initiativbewerbung.
Zeiten fürs Bewerben begrenzen
Die tägliche Zeit der Jobsuche und der Bewerbungen bewusst begrenzen. Auszeiten einplanen und sich selbst Gutes tun, helfen dabei, (neue) Energie zu tanken und mit etwas Abstand gelingt es oft besser, sich wieder für das Bewerben zu motivieren.
Netzwerk nochmals prüfen
Gehen Sie nochmals alle Ihre beruflichen Kontakte und das persönliche Netzwerk für die Jobsuche durch. Alle, auch weiter zurückreichende Kontakte, können für das Bewerben nützlich sein.
„Zwischenschritte“ sind kein Rückschritt
Betrachten Sie es keinesfalls als „Scheitern“, wenn Sie sich auch für Positionen ohne Führungsverantwortung bzw. eine niedrigere Gehalts- oder Karrierestufe bewerben. Ein Schritt zurück ist nicht automatisch ein Rückschritt. Vielleicht ist es ein beruflicher „Zwischenschritt“, der neue Perspektiven eröffnet und interessante, neue Aufgabenbereiche ermöglicht, auch wenn das bedeutet, (vorübergehend) ein niedrigeres Gehalt zu akzeptieren.
Plan „B“ entwickeln
Wenn die Jobsuche schon sehr lange dauert und es finanziell eng wird, braucht es vielleicht einen „Plan B“. Das heißt, wenn es mit der Wunschposition oder dem bisherigen Berufsfeld nicht klappt, ist es ratsam, auch an andere Einsatzbereiche zu denken. (siehe dazu: Jobwechsel und die Angst vor Veränderung) Fragen Sie sich in dem Fall, welche Ihrer beruflichen Erfahrungen auch in anderen Bereichen oder Branchen nützlich sein können und welche Kompetenzen auf andere berufliche Positionen übertragbar sind. Vielleicht machen Sie Ihr liebstes Hobby zum Beruf? Erstellen Sie einen Lebenslauf, der jene Talente, Interessen, Erfahrungen oder Branchenkenntnisse betont, die auch in anderen Berufsfeldern relevant sind.
Viel Erfolg bei Ihren nächsten Bewerbungen!
Bewerbungs-Check | Viele Bewerbungen, keine Zusage – was jetzt?


