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Euroskills 2014: unsere Lehrlinge sahnten auf voller Breite ab!

Trotz der immer wieder auftretenden Unstimmigkeiten in Österreich, wo sich denn nun das Duale Ausbildungssystem der Lehre hinentwickeln könnte, haben wir uns nun bei den Euroskills behaupten können: Das Ergebnis kann sich sehen lassen: 19 Medaillen und Nationensieger!

 

Schon des Öfteren habe ich mich der Thematik der Lehrlingsausbildung in Österreich gewidmet. Ganz so rosig sah es ja nicht immer aus:

  • die überforderten Unternehmen, welche die gesamte Verantwortung der Lehrlinge nicht übernehmen können oder wollen
  • junge Menschen, die sich größtenteils mit dem derzeit vorherrschenden System nur schwer arrangieren können
  • und zu guter Letzt ein scheinbar starres Ausbildungssystem.

Nun gibt es aber Grund zu Freude: Bei den Euroskills konnte Österreich insgesamt 19 Medaillen – 17 in der Einzelwertung und 2 in der Teamwertung, erringen. Und Österreich ist Sieger in der Nationenwertung. Aber was sind denn die Euroskills überhaupt?

Was ist Euroskills?

Die Euroskills gehört als Hauptveranstaltung zur WorldSkills Europe. Diese Mitgliedsvereinigung wurde 2007 gegründet. Die Mitglieder sind autorisierte nationale Qualifizierungsorganisationen (in Österreich die Wirtschaftskammer Österreich) aus allen Mitgliedstaaten der EU, EFTA und den Kandidatenmitgliedstaaten.

Das Hauptziel von WorldSkills Europe (WSE) ist die Förderung von Spitzenleistungen auf den Gebieten der beruflichen Qualifikationen mit dem Schwerpunkt auf Jugendlichen. WorldSkills Europe unterstützt die EU-Politik des Lebenslangen Lernens und zielt auf die europaweite Steigerung der Attraktivität und Bedeutung einer hochwertigen Berufsbildung ab. Alle europäischen Länder haben die Möglichkeit, der WorldSkills Europe beizutreten.

Euroskills 2014

2014 fand die Euroskills im französischen Lille statt: 450 junge Fachkräfte aus 25 Nationen und 41 Berufen nahmen teil. Die Teilnehmer dürfen maximal 25 Jahre alt sein. Drei Tage lang hieß es unter Druck und Stress zu zeigen, was man kann. 36 junge Österreicher aus sieben Bundesländern (außer Kärnten und dem Burgenland) waren angetreten: unter anderem Spengler, Maurer, Schneider, Floristen, Landmaschinentechniker, Steinmetzmeister, Heizungsinstallateure, Motorradtechniker.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen: Diese Ergebnisse zeigen doch, dass Österreich nach wie vor ein Spitzenausbilder für Fachkräfte ist und somit als Wirtschaftsstandort nach wie vor an Attraktivität gewinnt. Da kann es doch nicht so schwer sein, dass sich Unternehmer, Lehrlinge und der Staat Österreich in an einen Tisch setzen um unser aktuelles Lehrlingssystem wieder für alle Beteiligten attraktiver zu gestalten.

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