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KI am Arbeitsplatz | In Österreich sind vor allem Frauen im Nachteil

28Nov2025
3 min
KI in Österreich

HR-Know-how aus der Praxis für die Praxis

Inhalt

KI verändert die Arbeitswelt rasant, doch die Daten zeigen: Frauen in Österreich profitieren deutlich weniger davon. Dieser Beitrag zeigt, wie Unternehmen gegensteuern können.

Einer der größten Gender-Gaps Europas

In Österreich ist nur jede fünfte Fachkraft im Bereich Künstliche Intelligenz eine Frau. Mit dem schnellen Fortschritt bei KI droht Österreich, eine der größten geschlechtsspezifischen Lücken Europas zu entwickeln.

Eine aktuelle Analyse warnt: Frauen laufen Gefahr, sowohl beim Einstieg in KI-Berufe als auch im Alltag am Arbeitsplatz zurückzubleiben, sofern Unternehmen nicht gezielt gegensteuern.

Daten von Interface Europe zeigen: Österreich gehört zu den Ländern mit dem geringsten Frauenanteil in der KI-Branche: nur 20 % der Beschäftigten sind weiblich. Und das Ungleichgewicht zieht sich durch die Arbeitswelt weiter: Laut Statistik Austria haben in den letzten drei Monaten lediglich ein Viertel (25 %) der Frauen KI-Tools genutzt, bei Männern ist die Rate deutlich höher.

Warum muss gehandelt werden?

Auch Wissen und Selbstvertrauen hinken hinterher: Fast drei Viertel (73 %) der Menschen in Österreich geben an, kaum oder kein Wissen über KI zu haben. Laut EZB-Studie probieren 28 % der Männer, aber nur 24 % der Frauen KI-Tools aus. Damit wächst der Nutzungsabstand weiter.

Und nicht nur das, auch die Sorge in der Bevölkerung wächst weiter: Der EY KI-Barometer zeigt, dass 42 % der Österreicherinnen und Österreicher Angst haben, ihren Job durch KI zu verlieren. Jeder bzw. jede Achte macht sich sogar konkret Sorgen, ersetzt zu werden. Für Frauen enthält diese Entwicklung eine doppelte Hürde: sie sind seltener in KI-Jobs vertreten und nutzen neue Technologien seltener. Wie können Unternehmen jedoch verhindern, dass KI die Ungleichheit am Arbeitsplatz weiter verstärkt?

Was Unternehmen tun können

Fachleute empfehlen rasches Handeln, damit KI in Österreich nicht noch mehr Ungleichheit schafft. Wichtige Maßnahmen sind zum Beispiel:

  1. Risikoberufe gezielt nach Geschlecht untersuchen, um passende Förderung anbieten zu können
  2. KI-Schulungen und Zugänge zu Tools für alle Mitarbeitenden öffnen, damit niemand ausgeschlossen ist
  3. Büroteams mit maßgeschneiderten Programmen zu KI-Kompetenzen weiterbilden
  4. Klare, transparente Regeln für den KI-Einsatz schaffen
  5. Ergebnisse nach Geschlecht beobachten, damit Technologie für mehr Chancengleichheit sorgt, nicht das Gegenteil

Ein HR-Spezialist erklärt:

„Auch in Österreich prägt KI den Arbeitsalltag schon heute spürbar. Fehlt eine klare Strategie, sind die Auswirkungen der Automatisierung dort am größten, wo bislang wenig vorbereitet wurde: das betrifft gerade Frauen in klassischen Rollen. Unser Anspruch bei Personio ist es, kleine und mittlere Unternehmen dabei zu unterstützen, den Wandel aktiv, gerecht und transparent zu gestalten: von der Auswahl passender Tools über gezielte Trainings bis hin zu messbaren Erfolgen. So kann KI wirklicher Motor für mehr Fairness am Arbeitsplatz werden.“

KI am Arbeitsplatz | In Österreich sind vor allem Frauen im Nachteil

Quellen

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