Der Arbeitsmarkt ist längst ein Arbeitnehmermarkt: Personalabteilungen müssen sich auf die Wünsche der (künftigen) Mitarbeitenden einstellen. Hohe Erwartungen treffen auf die HR-Manager, die mit flexiblen Arbeitszeitmodellen und individuellen Entwicklungsmöglichkeiten reagieren müssen.
Hohen Erwartungen technisch gerecht werden
Gute Mitarbeitende zu finden ist schwer und genau das wissen Bewerbende. Sie stellen hohe Anforderungen an ihren künftigen Arbeitsplatz und ihren Arbeitgeber. Diese Erwartungen wiederum müssen seitens der HR-Verantwortlichen erfüllt werden, denn nicht alles lässt sich direkt am eigentlichen Arbeitsplatz realisieren. Dort liegen Möglichkeiten für die moderne Führung und das Sichern mentaler Gesundheit. Die HR-Abteilung aber zeigt die Rahmenbedingungen auf, unter denen der oder die Arbeitnehmende künftig tätig sein wird. Er oder sie möchte vielleicht flexible Arbeitszeiten haben, will teils Remote arbeiten oder nur in Teilzeit. In Abstimmung mit den Unternehmensanforderungen müssen Personaler nun versuchen, die individuellen Wünsche der Bewerbenden und Mitarbeitenden umzusetzen. Gleichzeitig müssen alle Aufgaben und Ziele des Personalmanagements digital verwaltet werden, was unter anderem mit diesen Apps und Softwares möglich ist:
- Lucca Software
- G-Suite
- Trello
- verschiedene CRM-Softwares
- NPS-Tools
Rückbesinnung auf die Verwaltung
Moderne Personaler übernehmen nicht nur das Recruiting, sondern sorgen auch für ein umfassendes Onboarding. Auch das erwarten neue Mitarbeitende und lassen aus einer früher als Einarbeitungszeit bekannten Periode ein Ereignis von mehreren Tagen Dauer werden. Schon heute werben viele Unternehmen damit, dass Onboarding-Veranstaltungen über mehrere Tage hinweg angeboten werden. Damit ist noch keine Einarbeitung in die tatsächliche Arbeit gemeint! An dieser Stelle müssen sich Personaler darauf einstellen, dass People Management und Employee Management eng miteinander verbunden sind und dass es dennoch nicht allein ihre Aufgabe ist, für ein herzliches Willkommen im neuen Unternehmen zu sorgen.
Das erwarten Bewerbende von der Personalabteilung
Es geht nicht nur um die Realisierung individueller Wünsche der Bewerbenden. Vielmehr beginnen einige große Aufgaben der HR-Manager direkt beim Bewerbungsgespräch und werden zudem bei Mitarbeitergesprächen deutlich: Die Rede ist vom aktiven Zuhören. Bewerbende und Mitarbeitende möchten sich ernst genommen fühlen und erwarten, dass sich der oder die Personalverantwortliche in ihre Sorgen und Bedürfnisse einfühlt. Informationen, die während eines Gesprächs preisgegeben werden, sollen nicht nach Ende der Unterredung vergessen werden, sondern es wird davon ausgegangen, dass diese zur Verbesserung der individuellen Mitarbeitersituation verwendet werden. Mitarbeitende wollen sich persönlich wertgeschätzt und wahrgenommen fühlen. Personaler müssen somit auch ein gewisses Verhandlungsgeschick entwickeln, denn sie müssen Alternativen finden, Konflikte lösen und Erklärungen liefern, warum bestimmte Vorstellungen nicht umsetzbar sind. Nur so lassen sich gute Lösungen für beide Seiten finden.
Wichtige Kompetenzen der Personaler
Das Anforderungsprofil eines HR-Managers ist umfangreich und reicht von lösungsorientiertem Denken über Einfühlungsvermögen und Kritikfähigkeit bis hin zu analytischen und organisatorischen Fähigkeiten. Personaler tragen aktiv dazu bei, wie ein Unternehmen wahrgenommen wird. Eine Studie, die im Harvard Business Review im Jahr 2016 erschienen ist, kommt zu dem Schluss, dass ein schlechtes Image des Unternehmens die Kosten für die Personalgewinnung um bis zu 10 Prozent steigern kann. Personaler müssen daher gute Strategen und Analysten sein, um Stellen mit passenden Mitarbeitenden zu besetzen, die zu einem guten Image des Unternehmens beitragen. Natürlich haben sie nicht auf alle Bereiche der Firmentätigkeit Einfluss, doch zumindest im HR-Wesen können Personaler viel zum Erfolg des Unternehmens beitragen.
Mitarbeitende haben hohe Erwartungen | Worauf sich Personalabteilungen heute einstellen müssen





