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Backup-Strategien und Datenwiederherstellung – für Unternehmen überlebenswichtig

324.000 Unternehmen existierten 2013 laut der Statistikbehörde auf Statistik.at. Im Vergleich zu den vergangenen Jahren ist die Zahl der Unternehmen gestiegen. Jedes Jahr liegt die Rate der Neugründungen bei etwa acht bis 8,5 Prozent. Zu den Wachstumsmärkten gehört das E-Commerce. Hier wie in den anderen Geschäftszweigen sind es Daten, die Unternehmen am Laufen halten. Dabei geht es nicht automatisch gleich um Nutzer-Accounts oder Kundenadressen.

Autorin: Gaby Kruse

Daten sind in ganz unterschiedlicher Form für Unternehmen in Österreich von Bedeutung. In den Bereichen Forschung und Entwicklung geht es beispielsweise um neue Konstruktionszeichnungen und Messparameter. Bei der Fertigung dreht sich alles schnell um selbst entwickelte Maschinensteuerungen und im Personalwesen sind es die Akten sowie Systeme zur Zeiterfassung. Daten – egal, in welcher Form – sind in der Vergangenheit immer wichtiger geworden. Was passiert, wenn die Technik versagt? Ein Festplattencrash oder Viren und Schadprogramme haben heute gravierende Folgen. Das Thema Backup und Datenrettung spielen daher eine besondere Rolle.

Abbildung 1: Backups zur Datensicherung sind heute in nahezu jedem Unternehmen essenziell, denn das finanzielle Risiko eines Verlustes wiegt zu schwer.

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Backup-Strategien – Grundlagen im Überblick

In der IT-Praxis haben sich über Jahre unterschiedliche Strategien für das Backup und die Datensicherung entwickelt. Ganz klar ist an dieser Stelle zwischen der Sicherung aller Daten – der Vollsicherung – und Systemen zu unterscheiden, die nur geänderte Daten übernehmen. Welche Daten sind in das Backup überhaupt einzubeziehen. Prinzipiell ist der Speicherplatz begrenzt. Aus diesem Grund werden nur Informationen, die sich nicht wiederbeschaffen lassen, gesichert.

Hierzu gehören:

  • Unternehmenskorrespondenz
  • Buchhaltungsdaten
  • Steuerunterlagen oder
  • Personalbögen.

Und nach welchem System lässt sich ein Backup organisieren. Im Wesentlichen lässt sich hier nach verschiedenen Grundsätzen arbeiten, und zwar:

  • dem Generationen-Backup
  • der First in, First out (FIFO) Strategie
  • dem Türme von Hanoi-Backup.

Welchem Verfahren man als Unternehmen den Vorzug gibt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Allen gemein ist der Grundsatz, dass es um die Organisation der Backup-Häufigkeit/der gesicherten Daten geht.

Beispiel: Beim FIFO-Prinzip wird der zuerst angelegte Datensatz mit einem neuen Backup überschrieben. Das Generationen-Backup beruht auf folgender Strategie:

  • tägliche Backups veränderlicher Daten
  • wöchentliche Vollbackups

Abbildung 2: Mittels Servern lässt sich die Datensicherung in einem vernünftigen Rhythmus automatisieren.

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Datenwiederherstellung – was geht?

Aus Sicht eines Unternehmens ist die Datensicherung in ihrer Bedeutung noch größer als im Vergleich zum Privatnutzer. Schließlich kommt es hier nicht nur darauf an, dass die täglich genutzten Daten wiederhergestellt werden. Es steht die Frage im Raum, wie im Fall des technischen Versagens die Datenwiederherstellung den Geschäftsbetrieb hemmt. Was passiert im Fall eines Festplattencrashs, wenn der Sicherungsdatenträger betroffen ist? Oder ein Mitarbeiter versehentlich einen Datenträger formatiert hat.

Generell gilt an dieser Stelle: Sofern es sich um einen Defekt handelt, der im Wesentlichen auf so etwas wie der Formatierung des Datenträgers beruht, ist die Datenrettung leichter. An dieser Stelle bietet sich der Griff zu Programmen an, die Unternehmen zur Wiederherstellung der relevanten Informationen nutzen können. Letztere sind heute bereits als kostenlose Freeware erhältlich, wie auf Tecchannel.de berichtet wird. Parallel haben sich einige Entwickler auf leistungsfähige Bezahltools spezialisiert.

Grundsätzlich lässt sich also folgender Leitsatz festhalten:

Die Daten auf einer versehentlich formatierten Festplatte sind nicht komplett gelöscht und können in vielen Fällen wiederhergestellt werden!

Quelle: festplattentest.de

Geht nichts mehr, müssen in aller Regel professionelle Datenretter Hand anlegen. Dieser Grundsatz gilt auch, wenn es um einen Hardwaredefekt geht. An dieser Stelle versagt die Technik ihren Dienst. Wie kommt es aber eigentlich zu einem Hardwareschaden? Beispiel: Der Laptop des Geschäftsführers kommt bei einer Dienstreise unsanft zu Fall. Hier schlägt der Schreib-Lese-Kopf auf die Platte – und schon ist es passiert. Im Fall solcher physischer Schäden helfen Programme zur Wiederherstellung der Daten leider nicht mehr. Wo die Festplatte beschädigt ist, müssen Profis ran, welche die Platte zerlegen und versuchen, den Fehler zu beheben bzw. die Daten auszulesen.

Fazit: Backup und Datenrettung sind Pflicht

Daten sind ein Wert für Unternehmen, der sich oft nicht ohne weiteres betragsmäßig beziffern und als Kapital bemessen lässt. Trotzdem ist es für jedes Unternehmen ein GAU, wenn Datenträger nicht mehr lesbar sind, versehentlich formatiert werden oder es zu physischen Beschädigungen kommt. Welche Lehren muss ein Betrieb aus diesen Tatsachen ziehen? Datensicherung und Datenrettung sind Aspekte, für die auf jeden Fall ein Notfallplan existieren muss. Dabei fällt dem Backup eine besondere Bedeutung zu.

Die Datensicherung ist nicht nur das Sicherheitsnetz für Unternehmen. Erfolg versprechen nur die richtigen Backupstrategien, da Speicherplatz zur Verfügung stehen muss. Parallel zeigt eine Beschäftigung mit den verschiedenen Sicherungssystemen, dass die einzelnen Backup-Lösungen ihre ganz eigenen Vor- und Nachteile mit sich bringen. Einige der genannten Varianten setzen beispielsweise das Vorliegen aller Teilsicherungen voraus. Ohne diesen Anspruch kommt zwar die Vollsicherung aus. Letztere ist aber nicht nur mit einem gewissen zeitlichen Aufwand in der Erstellung des Datensatzes verbunden. Auch der Bedarf an Speicherplatz ist hier immer zu berücksichtigen.


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