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Sindbad – Ein Mentor berichtet von seiner Erfahrung.

Praxis-Lupe – keine lange Case Study, sondern ein schneller Blick in die Praxis eines HR-Themas

Mentoren können auch recht junge Mitarbeiter sein: Sindbad bildet 20-35 Jährige zu Mentoren aus. Nämlich für Schüler aus sozialen Brennpunktschulen. Um mehr darüber zu erfahren, spreche ich mit jemanden, der es wissen muss:

Daniel Mikl (Foto rechts) ist 33 Jahre alt und arbeitet bei der UNIQA Group als IT-Projektmanager. Seit November 2019 ist Daniel Mentor. Hier erzählt er mir von seinen Erfahrungen.

Wie hast du von Sindbad erfahren und was hat dich daran angesprochen?

Ich kenne Sindbad schon seit längerem und habe die Entwicklung des Unternehmens verfolgt. Als ich erfuhr, dass das Programm bei der UNIQA Group angeboten wird, war ich begeistert von dieser Möglichkeit und wollte unbedingt dabei sein. Ich hatte selbst eine Bildungslaufbahn mit Hindernissen. Es hat eine Weile gedauert und ich musste Hürden überwinden, bis ich meinen gewünschten Weg einschlagen konnte. Nun möchte ich jemanden in einer ähnlichen Situation unterstützen. Schnell merkte ich, dass wir beide von der Zusammenarbeit profitieren.

Was sind deine bisherigen Erfahrungen mit dem Programm?

Die wohl positivste Erfahrung ist, jemanden kennenzulernen, dessen Lebenswelt weit von meiner eigenen entfernt ist. Ich tauche in eine neue Realität ein, lerne einen jungen Menschen kennen und versuche, ihm eine Perspektive aufzuzeigen. Es macht mir viel Spaß, gemeinsam mit meinem Mentee Ziele zu definieren und zu versuchen, eine intrinsische Motivation bei ihm zu wecken. Haupt-Learning für mein Arbeitsleben: Herausforderungen und Entscheidungen aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und festzustellen, wie bereichernd das sein kann. Ebenso ist die Balance zwischen Beziehungsaufbau und Führung spannend.

Das klingt bereichernd, aber auch nicht immer einfach. Was war für dich bisher die größte Herausforderung?

Trotz guter Begleitung, ist man als Mentor nicht auf jede Herausforderung vorbereitet. Das ist nicht immer einfach, aber meist lehrreich. Es kann um die Wahl eines Lehrplatzes gehen, aber auch banalere Dinge, wie beispielsweise die Vereinbarung eines Treffens. Einen regelmäßigen Kontakt und eine Beziehung zu meinem Mentee aufzubauen zählt sicherlich zu den größten Herausforderungen. Gleichzeitig lerne ich, mit jemandem sehr eng zu arbeiten, der durch die Pubertät wohl im größten Umbruch seines Lebens steckt. Der ganz anders tickt als ich, dem andere Dinge wichtig sind – jemand, der allein durch Alter, Kultur und Lebenswelt an einem ganz anderen Punkt steht, als ich selbst. Diese Learnings lassen sich auch für zukünftige Führungsaufgaben gut anwenden.

Das klingt nach einer spannenden Entwicklungsmöglichkeit. Wie würdest du deine bisherige Sindbad-Reise zusammenfassen?

Ich freue mich, dass ich die Gelegenheit ergriffen habe und diese Erfahrung nun mache. Alles in allem stelle ich fest, dass Sindbad mich wenig Energie kostet, sondern mir viel mehr Energie zurückgibt und ich gleichzeitig viel lernen kann – von und mit meinem Mentee.


Mehr Info

www.sindbad.co.at

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