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3 Tipps für Unternehmen mit Lehrlingen in der Krisenzeit | Herz und Hirn sind gefragt!

Welche Herausforderungen liegen in dieser Krise? Welche Chancen können wir nutzen? Und was ist der nächste, wichtige Schritt im Umgang mit unseren Lehrlingen?

Autorin: Mirjam Kaiser, MA (heartbeat)

Mit über 10 Jahren Erfahrung im Lehrlingsentwicklungsbereich und viel Austausch mit einem Netzwerk aus Unternehmern und Ausbildern ist eines klar – sehr ähnliche Fragen beschäftigen gerade viele Unternehmen dieser Welt. Besonders in Österreich, wo die Ausbildung von Lehrlingen vielen Organisationen am Herzen liegt, ist nun die Frage, wie es weiter gehen kann.

Unsere Tipps für Unternehmen und Ausbilder in der Krise

Im Grunde ist der erste Schritt, der durch alle Befragungen unserer Kunden am häufigsten genannt wird, der regelmäßige Kontakt mit den Lehrlingen. Ob sich diese nun im Home Schooling befinden oder vor einem Kurzarbeit-Antrag stehen, eine kontinuierliche Vernetzung mit der Jugend ist wesentlich für die erfolgreiche Begleitung durch diese Krise.

Hier kommen drei Tipps, die wir als führender Lehrlingsentwickler jedem Unternehmen, und insbesondere allen Ausbildern, ans Herz legen, um das zu realisieren:

1. Anrufen

Ein persönliches Gespräch kann Distanzen überwinden. So fühlt sich nicht nur jeder Einzelne gehört, es ist auch ein wichtiges Mittel, um sich ein Stimmungsbild der Jugendlichen abzuholen. Sorgen, Verunsicherungen und Unklarheiten können einen starken Einfluss auf die zukünftige Leistung und Verbundenheit mit dem Unternehmen haben. Es ist die Chance die Jugendlichen da abzuholen, wo sie gerade stehen: Durch einen kurzen Austausch über aktuelle Gedanken und Situationen.

2. Online-Meeting

Durch ein fixiertes Meeting kann eine Regelmäßigkeit in der Kommunikation passieren. Gerade Jugendliche können sich schnell an neue Kommunikationsmedien anpassen. Zoom bietet hier die aktuelle Gewinnerapp, die es ermöglicht, schnell ein Meeting für alle Lehrlinge gemeinsam aufzusetzen. Alles was dazu gebraucht wird, ist eine Internetverbindung und ein Smartphone und schon kann man in Kontakt treten. Der Kniff liegt darin, den Lehrlingen das Meeting davor anzukündigen und für sich selbst eine klare Zielsetzung für den Austausch anzusetzen (und wenn es nur der kurze Austausch über die aktuelle Situation ist).

3. Sprachnachrichten

Eine weitere Möglichkeit bietet die One-Way Kommunikation. Durch eine Sprachnachricht der Ausbilder können mehr Emotionen als bei einer reinen Textnachricht transportiert werden. Es könnte zum Beispiel ein Ritual daraus entstehen, wenn es einmal die Woche ein kurzes Update gibt, damit sich auch die Lehrlinge gut informiert fühlen.

Fazit

Bei allen Optionen zur Kontaktpflege ist die Emotion in Verbindung mit klaren Informationen essentiell. Das gilt insbesondere für Jugendliche, da diese durch die aktuelle Isolation weit weniger Bezug zur Organisation haben, als dies normalerweise der Fall ist. Kontakthalten durch eine der oben genannten Optionen ist sicherlich der Schlüssel zur Begleitung der Jugendlichen in dieser Krise. Denn auch in dieser Zeit gilt, mit Herz und Hirn können Chancen genutzt werden. In diesem Fall sehen wir die Gelegenheit, sich generell auf neue Kommunikationswege einzulassen, die zukünftig die Kanäle der Jugendlichen viel mehr trifft und das Kontakt halten in jedem Aspekt erleichtern wird.


Gast-Autorin

Mirjam Kaiser, MA ist seit über vier Jahren Teil des Teams der HeartBeat GmbH. Ihren Background bezieht sie aus den Studien der transkulturellen Kommunikation und Organizational & Human Resources Development und ihrer mehrjährigen Tätigkeit im Bereich der Organisations- und Personalentwicklung. Zu ihrer Leidenschaft zählt die Arbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen, in der sie Energie und Inspiration für ihren eigenen Lebensweg findet. Anderen Menschen auf Augenhöhe zu begegnen und sie in beruflicher Hinsicht ein Stück begleiten zu können sind nur einige ihrer Ansätze in der Arbeit mit Jugendlichen. 

www.heartbeat.co.at


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