Was moderne Personalarbeit wirklich braucht, zeigt die Konferenz „Art of Recruiting“ oder kurz AOR. Im Interview mit Thomas Ritter (Mitinitiator der AOR) …
… zeigt sich besonders seine die Freude darüber, wie viel persönlicher Austausch, lebendiges Netzwerk und gemeinsames Lernen die AOR jedes Jahr aufs Neue möglich macht.
Interview-Partner
Thomas Rittter, Leiter Event- und Rubrikenmarketing der „Salzburger Nachrichten“. Mitinitiator der ART of Recruiting
Art of Recruiting
- 22+23apr2026, Salzburg
- Kosten: € 845
- www.art-of-recruiting.com
Hintergrund der Art of Recruiting
Recruiting‑Events boomen und doch sind die Zeiten wirtschaftlich herausfordernd. Weshalb macht die Art of Recruiting gerade jetzt Sinn?
Alle HR-Beauftragten, wie auch die Unternehmen selbst, stehen unter doppeltem Druck: kurzfristig Kosten und Produktivität zu sichern und gleichzeitig langfristig Schlüsselpositionen zu besetzen. Der Fachkräftemangel ist strukturell, nicht wie die Wirtschaft konjunkturell – umso wichtiger ist es jetzt, Recruiting-Kompetenz, moderne Prozesse und strategisches HR aufzubauen, um sich einen klaren Wettbewerbsvorteil zu sichern, wenn die Konjunktur wieder anzieht. Die Themen der ART of Recruiting bieten dafür Orientierung, Austausch und konkrete Lösungen.
Was unterscheidet die AOR grundlegend von anderen HR‑Veranstaltungen: sowohl im Format als auch im Mindset?
Der Hauptunterschied liegt schon im Namen. Wir setzen auf die Kunst des Personalmarketings und fokussieren wirksames Recruiting. Als Veranstalter verbinden wir, die „Salzburger Nachrichten“ und unsere Partner PromoMasters Online Marketing, fundiertes redaktionelles Know-how zu aktuellen konjunkturellen und arbeitsmarktrelevanten Entwicklungen mit den Bedürfnissen und Erwartungen unserer Gäste. Unser Format ist informell. Wir bevorzugen bilateralen Austausch zwischen den Teilnehmenden und unseren Vortragenden auch außerhalb der Sessions.
Welche aktuellen Recruiting‑Trends und Entwicklungen stehen bei der AOR im Fokus?
Natürlich werden wir die Veränderungen und Prozessentwicklungen durch den verantwortungsvollen Einsatz von KI-Tools thematisieren, sprich exzellente Bewerberprozesse, Kommunikation und datenbasierte Entscheidungen. Im Umkehrschluss aber setzen wir stark auf das Menschliche, also auch die modernen Erwartungen der künftigen Mitarbeitenden, Flexibilisierung der Arbeitswelt, Learning und „Reskilling“, Agilität und weitere.
Praxisrelevanz
Welchen praktischen Mehrwert bietet die AOR für Menschen, die täglich Recruiting‑Strategien entwickeln und umsetzen?
Den praktischen Mehrwert bieten in jedem Fall das vermittelte Wissen, die Best-Practice-Beispiele und der Austausch untereinander. Menschen kommen durch das Reden zusammen. Das ist ein alter Spruch mit sehr viel Wahrheit. Oft ist schon der Austausch unter Kollegen und Kolleginnen, das Networking, „Stein des Anstoßes“, um bei den Redewendungen zu bleiben.
Die AOR wirbt u.a. mit Best Practices: Kannst du ein Beispiel für eine inspirierende Praxis aus einem Unternehmen nennen, die auf der AOR vorgestellt wird und wie diese im HR‑Alltag greifbar wird?
Das Szenario ist kein Best Practice, aber es gehören auch Trennungs- und Veränderungsgespräche zu den Aufgaben des HR-Bereichs. Und die Nachfrage, wie das wertschätzend und respektvoll ablaufen und vorbereitet werden kann, ist groß. Wir haben uns nach Umfragen und Gesprächen mit uns bekannten Personalverantwortlichen dazu entschieden, einen Workshop mit Spezialisten im Bereich der Trennungsgespräche anzubieten. Darüber hinaus präsentieren viele Expertinnen und Experten ihre Themen gemeinsam mit Unternehmensvertreterinnen anhand umgesetzter oder sich in der Umsetzung befindender Kampagnen.
Was können die Teilnehmenden nach der AOR anders oder besser machen? Welche konkreten Tools, Methoden oder Denkweisen sollen sie mitnehmen?
Wie alle HR-Veranstaltungen bieten wir den Teilnehmenden praxisnahe Recruiting-Tools, methodische Ansätze und neue Denkweisen für die direkte Anwendung. Besonders wichtig ist uns aber, den Besucherinnen und Besuchern Sicherheit zu vermitteln. Sicherheit darin, fundierte Entscheidungen zu treffen und ihre Rolle als Gestaltende von Talentgewinnung und -bindung aktiv auszufüllen. Auch hier unterstützt wieder das Netzwerk vor Ort neben viel Raum für den aktiven Austausch mit Kollegen und Expertinnen. Informell und bilateral, frei nach dem Motto „Gemeinsam statt einsam“.
Wenn du an die bisherigen AOR‑Durchgänge denkst: Was war ein Aha‑Moment, der gezeigt hat, dass die Veranstaltung einen echten Unterschied macht?
Die besten Aha-Momente finden immer in den Gesprächen mit den Teilnehmenden statt. Zum einen die Bestätigung des Programms und der Inhalte und zum anderen die vielen Kommentare und Diskussionen auf unseren Plattformen. Es ist toll zu sehen, wenn das Netzwerk entsteht. Der größte Aha-Effekt war die Ansage oder besser Frage einer Teilnehmerin: „warum wir so lange gewartet haben, das Format in Salzburg zu etablieren“.
Blick in die Zukunft
Wie siehst du die Rolle der AOR in den kommenden Jahren: wie will die Veranstaltung die Zukunft von Recruiting und HR mitgestalten?
Die Rolle der AOR ist und bleibt die der Unterstützenden. Wir orientieren uns an den jeweils aktuellen Herausforderungen und suchen gemeinsam mit Institutionen, Experten und Expertinnen sowie der Politik Lösungen und umsetzbare Herangehensweisen.
Art of Recruiting – die Kunst des Personalmarketings | Ein Interview zur AOR 2026


