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Ausbildung neu denken | Die Idee hinter der EAKON. Ein Interview

17Apr2026
5 min
EAKON

HR-Know-how aus der Praxis für die Praxis

Inhalt

 

Was passiert, wenn sich Ausbildung schneller verändert als die Strukturen dahinter? Und wie gehen Organisationen damit um? Das beleuchtet dieses Interview über die EAKON.

bezahlter Text

In vielen Organisationen zeigt sich aktuell ein ähnliches Muster: Ausbildungsverantwortliche arbeiten intensiv an Themen wie Recruiting, Onboarding oder neuen Lernformaten. Oft parallel, oft unter Zeitdruck und nicht selten ohne klaren Abgleich mit anderen.

Viele Organisationen stehen dabei vor ähnlichen Fragen, ohne voneinander zu wissen. Der Blick über die eigene Praxis hinaus eröffnet hier neue Perspektiven, ohne einfache Antworten zu liefern.

Hier setzt die EAKON an, wir haben Mario Derntl zum Interview gebeten.

Interview-Partner

Mario Derntl ist Österreichs einflussreichster Lehrlingsexperte (orf, 2021) und begleitet mit Talents&Company mittlerweile 150 Unternehmen in der digitalen Transformation der Ausbildung

EAKON – Europäische Ausbildungskonferenz

  • 2+3juni2026, Kleßheim (Salzburg)
  • € 899 (Early Bird bis 1mai2026), € 1.095 Normalpreis
  • www.eakon.at
Mario Derntl, Zukunft Lehre

Warum dieses Event?

Die Arbeitswelt verändert sich rasant. Was war aus konzeptioneller Sicht der Moment, an dem klar wurde: Dieses Event braucht es?

Der entscheidende Moment war die Beobachtung, dass sich berufliche Ausbildung gerade an vielen Stellen gleichzeitig verändert: Recruiting funktioniert anders als noch vor wenigen Jahren, Onboarding braucht mehr Systematik, Führung in der Ausbildung wird anspruchsvoller und neue Themen wie KI oder datenbasierte Entscheidungen kommen dazu. Gleichzeitig hat oft ein Format gefehlt, das sich ganz auf Ausbildung konzentriert, ohne Verkaufslogik, aber mit echtem Austausch auf Augenhöhe. Genau daraus ist EAKON entstanden.

Was bedeutet „EAKON“ für euch ganz konkret?

EAKON steht für „Europäische Ausbildungskonferenz“. Ganz konkret bedeutet das für uns: zwei Tage in Salzburg, an denen Menschen aus der Ausbildungspraxis zusammenkommen, um bewährte Ansätze zu teilen, voneinander zu lernen und gemeinsam an der Ausbildung von morgen zu arbeiten. Im Zentrum stehen Best Practices, neue Perspektiven und ein ehrlicher Wissenstransfer ohne Verkaufspräsentationen.

Sinn & Zweck des EAKON

Welche Form der Orientierung soll der EAKON den Teilnehmenden bieten?

EAKON soll keine einfachen Patentrezepte liefern, sondern praxisnahe Orientierung in einer komplexen Zeit. Teilnehmende sollen sehen, welche Ansätze in anderen Organisationen funktionieren, welche Fragen andere derzeit bewegen und welche Entwicklungen für die eigene Ausbildung wirklich relevant sind. Orientierung entsteht dabei durch Best Practices, Austausch und den europäischen Blick auf unterschiedliche Ausbildungssysteme.

Weshalb ist es aus Ihrer Sicht gerade jetzt so wichtig, einen Austausch von Ausbildungsverantwortlichen zu fördern?

Weil viele Organisationen aktuell an sehr ähnlichen Fragen arbeiten, oft aber parallel und voneinander getrennt. Themen wie Gewinnung junger Talente, gutes Ankommen im Unternehmen, Führungsqualität, Future Skills oder der sinnvolle Einsatz von KI betreffen heute fast alle. Gerade deshalb ist es wertvoll, Erfahrungen zu teilen, voneinander zu lernen und gemeinsam schneller zu guten Lösungen zu kommen.

Welche Fragen oder Spannungsfelder aus Organisationen tauchen in der Konzeption immer wieder auf?

Immer wieder geht es um Spannungsfelder wie Reichweite versus Passung im Recruiting, Struktur versus Beziehung im Onboarding, Führung versus Übersteuerung, Bauchgefühl versus Daten und Innovation versus Alltagstauglichkeit. Auch die Frage, wie Ausbildung für junge Menschen attraktiv bleibt und gleichzeitig strategisch zum Fachkräftebedarf einer Organisation beiträgt, taucht in unterschiedlichen Formen immer wieder auf. Genau diese Spannungsfelder spiegeln sich auch im Programm wider.

Inhalte & Themenfokus

Nach welchen Kriterien wählen Sie die inhaltlichen Schwerpunkte aus?

Wir wählen Themen danach aus, ob sie für den Ausbildungsalltag wirklich relevant sind, ob sie in Organisationen gerade spürbar werden und ob daraus konkreter Transfer entstehen kann. Wichtig ist uns außerdem eine gute Mischung aus strategischen Fragen und direkt umsetzbaren Praxisansätzen. Deshalb setzen wir auf Formate und Personen, die nicht nur über Ausbildung sprechen, sondern Ausbildung tatsächlich gestalten.

Welche Themen stehen im Fokus? Was verbindet diese aus Ihrer Sicht?

Im Fokus stehen unter anderem Recruiting, systemisches Onboarding, Eigenverantwortung junger Talente, Führung in der Ausbildung, datenbasierte Entscheidungen, internationale Bildungssysteme, Future Skills und KI in der Ausbildung. Verbunden sind diese Themen durch eine gemeinsame Leitfrage: Wie gelingt es Organisationen, Ausbildung wirksam, zukunftsfähig und anschlussfähig an die reale Arbeitswelt zu gestalten?

Praxisnähe & Haltung

Wie stellt ihr sicher, dass die Inhalte tatsächlich im Arbeitsalltag anschlussfähig sind?

Indem wir konsequent auf Praxisnähe setzen. EAKON ist als Plattform für Best-Practice-Beiträge, interaktive Sessions und Workshops aufgebaut, also für Formate, in denen nicht nur Impulse gesetzt, sondern auch konkrete Vorgehensweisen geteilt werden. Dazu kommt der bewusste Verzicht auf Verkaufspräsentationen, damit der Fokus wirklich auf anwendbarem Wissen liegt.

Welche Rolle spielen echte Erfahrungen aus Organisationen im Vergleich zu theoretischen Modellen?

Echte Erfahrungen spielen für uns die Hauptrolle. Theoretische Modelle können helfen, Entwicklungen einzuordnen und Sprache für bestimmte Themen zu finden, aber am Ende zeigt sich Relevanz immer im konkreten Arbeitsalltag. Deshalb holen wir gezielt Menschen auf die Bühne, die Ausbildung in Organisationen selbst verantworten und aus realen Erfahrungen berichten.

Persönliche Perspektive

Was ist für Sie persönlich der spannendste Moment im Rahmen dieses Events?

Für mich sind die spannendsten Momente jene, in denen aus einem Programmpunkt ein echtes Gespräch entsteht. Also dann, wenn ein Impuls auf der Bühne weitergedacht wird, wenn Teilnehmende eigene Erfahrungen ergänzen und daraus neue Perspektiven entstehen. Genau dafür schaffen wir mit Sessions, Pausen und Networking bewusst Raum.

Wann merken Sie während der Veranstaltung: Jetzt greift das Konzept?

Ich merke das immer dann, wenn Menschen nicht nur zuhören, sondern anfangen, das Gehörte auf ihre eigene Organisation zu beziehen. Wenn aus Vorträgen Diskussionen werden, wenn in den Pausen intensiv weitergesprochen wird und wenn Teilnehmende sagen: Das ist ein Thema, das wir morgen bei uns weiterdenken müssen. Dann wird sichtbar, dass der Wissenstransfer tatsächlich funktioniert.

Was würden Sie jemandem sagen, der noch unsicher ist, ob das Event für ihn oder sie passt?

Ich würde sagen: Wenn Sie berufliche Ausbildung nicht nur organisieren, sondern aktiv weiterentwickeln möchten, dann werden Sie hier sehr wahrscheinlich etwas mitnehmen. EAKON richtet sich an Menschen, die konkrete Impulse, ehrlichen Erfahrungsaustausch und neue Perspektiven suchen – nicht an Personen, die sich durch Verkaufsfolien arbeiten möchten. Wer Best Practices aus Europa sehen und die eigene Ausbildungspraxis weiterdenken will, ist hier richtig.

Ausbildung neu denken | Die Idee hinter der EAKON

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