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Teamimpuls

Von PoP & PEp zu den Human Impact Days | Ein mutiger Schritt

14Apr2026
5 min
Human Impact Days, PoP, PEp

HR-Know-how aus der Praxis für die Praxis

Inhalt

Es spricht sich herum: nachdem die PoP seit Ewigkeiten fixer Bestandteil des HR-Event-Jahres war, wird sie nun abgelöst von den „Human Impact Days“.

Ein mutiger Schritt, diese eingefleischte Marke zu verändern und umzubenennen.

Ein absolut logischer Schritt, nach meinem Gespräch mit Kathrin Machherndl MSc (Geschäftsführerin des Business Circle).

Interview-Partnerin

Kathrin Machherndl MSc (ehem. Kuess) ist Mitglied der Geschäftsleitung von Business Circle. Sie verantwortet die Bereiche Leadership, HR, DE&I, Real Estate

Human Impact Days

Kathrin Machherndl, Business Circle, Human Impact Days

Strategischer Ursprung & Entscheidung

Was hat euch dazu bewogen, die etablierten Formate PoP, PEp und PoP NextGen in den Human Impact Days zusammenzuführen?

Die Entscheidung ist aus einer klaren Beobachtung heraus entstanden: Die zentralen Fragestellungen, mit denen sich Organisationen heute beschäftigen, lassen sich nicht mehr sinnvoll in einzelne Formate oder Disziplinen trennen.

In den vergangenen Jahren haben wir gesehen, dass Themen wie Transformation, Führung, Kultur, Technologie oder Fachkräftemangel immer stärker ineinandergreifen. Gleichzeitig sind auch die Rollen in den Unternehmen komplexer geworden. HR, Führungskräfte und Geschäftsleitung arbeiten enger zusammen und stehen vor sehr ähnlichen Herausforderungen.

Vor diesem Hintergrund war es für uns der logische nächste Schritt, die bestehenden Formate zusammenzuführen und einen gemeinsamen Rahmen zu schaffen. Einen Rahmen, der diese Vernetzung nicht nur abbildet, sondern aktiv ermöglicht.

Gab es einen konkreten Moment oder Impuls, der diese Entscheidung ausgelöst hat?

Kein einzelner Moment, sondern eine zunehmende Klarheit: Die gleichen Fragen wurden in unterschiedlichen Kontexten diskutiert – oft parallel, aber selten gemeinsam.

Ab einem gewissen Punkt geht es dann nicht mehr um Optimierung, sondern um einen neuen Rahmen. Genau daraus sind die Human Impact Days entstanden.

Welche Vision verfolgt ihr mit diesem neuen, gebündelten Format?

Eine Plattform zu schaffen, die Orientierung gibt, ohne zu vereinfachen.

Wir wollen relevante Fragen sichtbar machen und unterschiedliche Perspektiven zusammenbringen. Unsere Rolle ist es, diesen Rahmen bewusst zu gestalten. Die Qualität entsteht durch die Menschen, die ihn nutzen.

Das Besondere an den Human Impact Days

Was macht die Human Impact Days aus deiner Sicht einzigartig im HR-Eventmarkt?

Der Anspruch, Organisation nicht aus einer Perspektive zu betrachten, sondern im Zusammenspiel.

Wir versuchen bewusst, einen 360-Grad-Blick zu ermöglichen: strategisch, operativ, kulturell und individuell. Also nicht nur die Frage „Was funktioniert?“, sondern auch „Warum funktioniert es? Und unter welchen Bedingungen vielleicht nicht mehr?“

Dafür haben wir Formate entwickelt, die genau diese Vielschichtigkeit abbilden. In der Executive Decision Clinic werden reale Fragestellungen gemeinsam durchdacht. Bei Walk the Talk oder der Challenge Safari geht es darum, Themen erfahrbar zu machen und zu übertragen. Gleichzeitig gibt es klassische Bühnenmomente, die Orientierung geben und Perspektiven öffnen.

Was dabei entscheidend ist: Diese Formate sind ein bewusst gesetzter Rahmen, damit echte Auseinandersetzung entstehen kann.

Und dieser Rahmen trägt sich nicht allein. Er wird getragen von einem sehr engagierten Fachbeirat, der das Format inhaltlich mitprägt und immer wieder hinterfragt. Diese gemeinsame Überzeugung spürt man. Und sie ist letztlich das, was die Qualität ausmacht.

Worauf freust du dich persönlich bei den Human Impact Days am meisten?

Auf die Momente, in denen sich etwas verschiebt. Wenn aus einem Gedanken ein nächster Schritt wird. Oder wenn jemand eine Perspektive mitnimmt, die im eigenen Kontext weiterwirkt.

Genau dort entsteht für mich auch der Unterschied zwischen „Human Resources“ und „Human Impact“. Es sind nicht die Konzepte oder Modelle, die Wirkung entfalten, sondern Menschen, die sie verstehen, einordnen und in ihrem Umfeld konkret machen.

Diese Momente sichtbar zu machen – und ihnen Raum zu geben – darauf freue ich mich am meisten.

Wie sind die Human Impact Days strukturiert? Was erwartet die Teilnehmenden über die Tage hinweg?

Wir arbeiten mit einem klaren Spannungsbogen.

Zum Start ein Reality Check: Wo stehen Organisationen aktuell?

Darauf aufbauend öffnen wir unterschiedliche Formate: von Impulsen bis hin zu interaktiven Settings, in denen konkrete Fragestellungen bearbeitet werden.

Über die Tage hinweg entsteht so eine inhaltliche Verdichtung. Nicht durch Masse, sondern durch Verknüpfung.

Mehrwert für die Teilnehmenden.

Was nehmen die Teilnehmenden idealerweise am Ende der Human Impact Days mit?

Orientierung, Einordnung und konkrete Ansatzpunkte.

Und idealerweise die Klarheit, wo im eigenen Umfeld anzusetzen ist – nicht alles, sondern das Wesentliche.

Im Kern geht es dabei immer um das Zusammenspiel von People, Purpose und Performance. Also die Frage, wie sich menschliche Perspektiven, ein klarer Sinn und unternehmerische Wirksamkeit nicht gegeneinander ausspielen, sondern miteinander verbinden lassen.

Welche Zielgruppen sprecht ihr mit den Human Impact Days konkret an?

Die Human Impact Days sind als Premium-Executive-Forum konzipiert. Sie richten sich an Entscheidende, an HR-Leader, CEOs und People-Verantwortliche, die People-Themen nicht nur diskutieren, sondern strategisch steuern wollen.

Also an jene Personen, die in ihren Organisationen an den entscheidenden Hebeln sitzen und Verantwortung dafür tragen, wie Kultur, Führung, Transformation und Performance zusammenspielen.

Transition-Phase

Worin liegen die größten Unterschiede zwischen den Human Impact Days und den bisherigen Formaten PoP und PEp?

Wir lösen die Trennung der bisherigen Formate bewusst auf.

Damit verschiebt sich der Fokus: weg von einzelnen Disziplinen, hin zu einem integrierten Blick auf Organisation. Es geht nicht mehr um isolierte Themenräume, sondern um das Zusammenspiel von Führung, Kultur, Technologie und Business.

Gleichzeitig rückt eine andere Realität in den Mittelpunkt: People Management wird zur entscheidenden Führungsdisziplin. Es geht um die Frage, wie Organisationen in ihrer Gesamtheit wirksam bleiben: in einer Zeit, in der Transformation Haltung erfordert und keine einfachen Antworten mehr ausreichen.

Der Fokus liegt daher auf dem Umgang mit Dilemmata. Organisationen bewegen sich permanent in Spannungsfeldern. Und genau diese produktiv zu gestalten, wird zur zentralen Kompetenz.

Was habt ihr aus den vergangenen Jahren gelernt und nun bewusst anders gemacht?

In der Praxis erleben People-Verantwortliche widersprüchliche Erwartungen, Zielkonflikte und permanente Unsicherheit. Genau darauf haben wir reagiert.

Gleichzeitig öffnen wir bewusst mehr Raum für persönliche Führungsreflexion. Für die Frage, was Führungskräfte in ihren Organisationen heute wirklich mitbringen müssen – an Haltung, an Entscheidungsfähigkeit und an der Fähigkeit, Ambivalenz auszuhalten und produktiv zu nutzen.

Auch die Rolle des Formats haben wir weiterentwickelt: weniger Bühne, mehr Arbeitsraum. Weniger Zuhören, mehr Einordnen, Abgleichen und Übertragen in den eigenen Kontext – dorthin, wo Wirkung entsteht.

Vorfreude

Ich danke für das Interview und freue mich schon sehr auf die Human Impact Days. Die PoP war tatsächlich die einzige Veranstaltung, die ich seit knapp 20 Jahren wirklich jedes Jahr besuchte. Ich bin gespannt auf die Veränderungen und die Bestätigkeiten. 

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